Smarte Technik wird immer kleiner und lässt sich inzwischen problemlos in den Alltag integrieren. Während Smartwatches und Fitness-Tracker längst zum gewohnten Bild gehören, bieten Smart Rings eine interessante Alternative für alle, die ihre Gesundheits- und Fitnessdaten erfassen möchten, ohne ständig eine Uhr am Handgelenk zu tragen. Mit dem Smart Ring One präsentiert Hama einen solchen digitalen Begleiter, der zahlreiche Funktionen in einem vergleichsweise unauffälligen Ring vereint. Von der Schlafüberwachung über die Messung der Herzfrequenz bis hin zur Benachrichtigung bei eingehenden Anrufen soll das kleine Technikpaket einiges leisten. Wir haben uns angeschaut, was der Smart Ring One zu bieten hat und wie gut sich das Konzept in den Alltag integrieren lässt.
Bevor man sich allerdings mit den technischen Funktionen beschäftigen kann, steht zunächst eine wichtige Entscheidung an: die richtige Ringgröße. Denn anders als bei einer Smartwatch lässt sich ein Smart Ring nicht einfach über ein Armband anpassen. Er muss bequem sitzen, darf nicht verrutschen und sollte gleichzeitig genügend Kontakt zur Haut haben, damit die integrierten Sensoren zuverlässige Messwerte erfassen können. Hama bietet dafür einen eigenen Sizing-Guide an, der bei der Bestimmung der passenden Größe helfen soll. Insgesamt werden vier unterschiedliche Methoden vorgestellt, mit denen sich der benötigte Ringumfang ermitteln lässt. Das ist eine sinnvolle Unterstützung, denn eine sorgfältige Größenbestimmung vor der Bestellung erspart unnötige Umtauschaktionen und sorgt dafür, dass der Ring später möglichst angenehm getragen werden kann.
Optisch setzt der Smart Ring One auf ein zurückhaltendes Design, das sich problemlos in den Alltag einfügt. Schließlich soll ein solcher Ring nicht nur beim Sport oder während der Nacht getragen werden, sondern möglichst rund um die Uhr. Gerade hier liegt einer der größten Vorteile gegenüber einer klassischen Smartwatch. Man hat kein zusätzliches Display am Handgelenk, muss nicht ständig auf eine Uhr schauen und kann trotzdem zahlreiche Gesundheits- und Fitnesswerte erfassen. Der Ring übernimmt seine Aufgaben weitgehend im Hintergrund und sammelt die entsprechenden Daten während des Tages und der Nacht.
Im Inneren arbeiten vier Sensoren, die unterschiedliche Körperdaten erfassen und auswerten. Dazu gehören unter anderem die Herzfrequenz, die Herzfrequenzvariabilität (HRV) und die Blutsauerstoffsättigung (SpO2). Auch die Körpertemperatur wird überwacht. Darüber hinaus ermittelt der Smart Ring One die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) und zählt die zurückgelegten Schritte. Besonders interessant ist die Schlafüberwachung, mit der sich die nächtlichen Ruhephasen genauer betrachten lassen. Wer sich intensiver mit seinem Schlafverhalten beschäftigen möchte, erhält dadurch zusätzliche Anhaltspunkte und kann Veränderungen über einen längeren Zeitraum verfolgen. Die verschiedenen Messwerte ermöglichen einen umfassenden Überblick über die tägliche Aktivität und körperliche Erholung. Dabei sollte man allerdings berücksichtigen, dass es sich um einen Fitness- und Gesundheitsbegleiter handelt und nicht um ein medizinisches Messgerät. Die ermittelten Werte können eine Orientierung bieten, ersetzen aber keine ärztliche Untersuchung oder professionelle Diagnose.
Eine wichtige Rolle spielt auch die passende Smartphone-App. Mit Hama Active stellt der Hersteller eine eigene Anwendung zur Verfügung, über die sich die gesammelten Daten abrufen und auswerten lassen. Hier laufen die verschiedenen Messungen zusammen und werden übersichtlich aufbereitet. So kann man seine Aktivitäten nachvollziehen, die Schlafdaten betrachten und sich mit den eigenen Gesundheitswerten beschäftigen. Auch die individuellen Einstellungen des Rings werden über die App vorgenommen. Besonders erfreulich ist, dass Hama Active ohne Abonnement auskommt. Man muss also keine monatlichen Gebühren einplanen, um die grundlegenden Funktionen und Auswertungen nutzen zu können. Nach Angaben des Herstellers wurde die App zudem nach deutschen Qualitätsmaßstäben geprüft und die dazugehörigen Server befinden sich in Deutschland. Gerade bei einem Gerät, das so viele persönliche Gesundheitsdaten sammelt, ist das ein wichtiger Aspekt. Schließlich möchte man wissen, wo die eigenen Informationen verarbeitet und gespeichert werden.
Für sportlich aktive Nutzer bietet der Smart Ring One ebenfalls einige interessante Möglichkeiten. Die App unterstützt insgesamt 120 verschiedene Sportarten, wodurch sich der Ring nicht nur für Spaziergänge oder alltägliche Bewegungen eignet. Die erfassten Aktivitäten lassen sich anschließend mit den übrigen Gesundheitsdaten in Verbindung bringen. Dadurch entsteht ein umfangreicheres Bild des eigenen Bewegungsverhaltens. Gerade wer seine tägliche Aktivität besser einschätzen und langfristig mehr Bewegung in den Alltag integrieren möchte, kann von dieser Kombination profitieren. Die Möglichkeit, verschiedene Messungen und Benachrichtigungen individuell anzupassen, sorgt außerdem dafür, dass man sich nicht mit Informationen beschäftigen muss, die für einen persönlich weniger relevant sind.
Eine Besonderheit des Hama Smart Ring One ist seine integrierte Vibrationsfunktion. Der Ring kann nicht nur Daten sammeln, sondern den Träger auch aktiv auf bestimmte Ereignisse aufmerksam machen. Eingehende Anrufe, Nachrichten aus Messengern, Erinnerungen und Weckrufe können durch Vibration signalisiert werden. Damit bekommt man wichtige Benachrichtigungen mit, ohne ständig das Smartphone kontrollieren zu müssen. Gerade im Alltag, bei der Arbeit oder unterwegs kann das ausgesprochen praktisch sein. Auch bei auffälligen Messwerten, beispielsweise im Zusammenhang mit Temperatur beziehungsweise Fieber, Puls oder Blutsauerstoffsättigung, kann der Ring durch eine entsprechende Vibration auf sich aufmerksam machen. So wird aus dem passiven Fitness-Tracker ein kleiner persönlicher Hinweisgeber.
Zusätzlich besitzt der Smart Ring One eine Lichtsignalfunktion, die bei niedrigem Akkustand auf eine notwendige Aufladung aufmerksam macht. Das ist eine praktische Ergänzung, denn gerade bei einem Gerät, das man möglichst dauerhaft tragen möchte, sollte man den Ladezustand im Blick behalten. Ebenfalls hilfreich ist die Smart-Ring-Suchfunktion. Sollte der Ring einmal verlegt worden sein, kann diese Funktion bei der Suche unterstützen. Gerade aufgrund seiner kompakten Abmessungen kann ein solcher Ring schnell an einer Stelle liegen bleiben, an der man ihn nicht unbedingt vermutet.
Auch bei der Alltagstauglichkeit hat Hama an einige wichtige Details gedacht. Der Smart Ring One verfügt über einen Wasserschutz nach IP68 und ist zusätzlich mit 5 ATM angegeben. Damit ist er gegen das Eindringen von Wasser geschützt und kann auch bei entsprechenden Aktivitäten getragen werden. Das ist besonders wichtig, da ein Smart Ring idealerweise nicht bei jeder Gelegenheit abgenommen werden muss. Ob beim Händewaschen, im Regen oder beim Sport: Der Ring soll den Alltag begleiten, ohne dass man ständig darüber nachdenken muss, ob er gerade getragen werden kann. Die Bluetooth-Verbindung ermöglicht die Kommunikation mit kompatiblen Smartphones und Tablets beziehungsweise den entsprechenden Mobilgeräten unter Android und iOS. Damit ist der Ring nicht auf ein bestimmtes Smartphone-System beschränkt.
Zum Lieferumfang gehören neben dem Smart Ring One eine passende Ladebox, ein USB-Ladekabel mit USB-C-Anschluss zum Aufladen des Ladecases sowie eine Kurzanleitung und weitere Hinweise. Die Ladebox ist dabei ein wichtiger Bestandteil des Gesamtkonzepts, denn sie ermöglicht es, den Ring außerhalb des eigentlichen Tragebetriebs wieder mit Energie zu versorgen. Durch die kompakte Bauweise lässt sie sich zudem bequem aufbewahren und transportieren.
Fazit:
Mit dem Smart Ring One zeigt Hama, dass ein moderner Fitness- und Gesundheitstracker nicht zwangsläufig am Handgelenk getragen werden muss. Der Ring kombiniert zahlreiche Messfunktionen mit praktischen Benachrichtigungsmöglichkeiten und bleibt dabei deutlich unauffälliger als eine klassische Smartwatch. Besonders die umfangreiche Erfassung von Gesundheits- und Aktivitätsdaten, die Unterstützung von 120 Sportarten sowie die Schlafüberwachung machen ihn zu einem vielseitigen Begleiter. Auch die Vibrationsbenachrichtigungen für Anrufe, Messenger-Nachrichten und Erinnerungen sind eine sinnvolle Ergänzung, die den Funktionsumfang über das reine Fitness-Tracking hinaus erweitert.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Hama Active App, die ohne kostenpflichtiges Abonnement genutzt werden kann. Gerade bei Smart Rings, bei denen bestimmte Hersteller wichtige Auswertungen hinter einer monatlichen Gebühr verstecken, ist das ein erfreulicher Vorteil. Die Angaben zu den deutschen Serverstandorten schaffen zudem Vertrauen beim Umgang mit den persönlichen Daten. Die notwendige Bestimmung der passenden Ringgröße sollte man vor dem Kauf allerdings nicht unterschätzen, denn nur bei einem guten Sitz kann der Ring angenehm getragen werden und seine Sensoren haben einen vernünftigen Hautkontakt.
Wer eine unauffällige Alternative zur Smartwatch sucht, seine täglichen Aktivitäten und seinen Schlaf beobachten möchte und gleichzeitig nicht auf praktische Benachrichtigungen verzichten will, findet im Hama Smart Ring One einen interessanten Alltagsbegleiter. Besonders das Zusammenspiel aus Gesundheitsfunktionen, Sporttracking und der gebührenfreien App macht das Gesamtpaket attraktiv. Ein vielseitiger Technikhelfer, der zeigt, wie viel intelligente Technik inzwischen in einem kleinen Ring Platz findet.