–
 
 
 
 


Mit der 13. Staffel von „Hubert ohne Staller“ kehrt eines der beliebtesten Ermittlerduos des deutschen Fernsehens zurück und beweist einmal mehr, dass sich spannende Kriminalfälle und herrlich schräger Humor bestens miteinander verbinden lassen. Die bei Leonine auf Blu-ray erschienene Staffel hält für Hubert und Girwidz zahlreiche neue Herausforderungen bereit, bei denen skurrile Verdächtige, ungewöhnliche Tatorte und unerwartete Wendungen zum Alltag gehören. Ein besonderer Meilenstein steht ebenfalls bevor: Die 200. Folge darf gefeiert werden! Bis es so weit ist, müssen die beiden Ermittler allerdings noch einige knifflige Fälle lösen, die ihnen und ihrem Team einiges abverlangen.


Das Erfolgsrezept der Serie bleibt auch in der 13. Staffel erhalten. Im Mittelpunkt stehen Mordfälle, die auf den ersten Blick häufig kaum miteinander vergleichbar sind. Ein Eismeister kommt im Eisstadion ums Leben, ein True-Crime-Podcast entwickelt sich zu einem Fall mit überraschenden Wendungen und ein tödlicher Unfall innerhalb einer Polizei-Tanzgruppe bringt Girwidz dazu, eine bislang unbekannte Leidenschaft für das Tanzen zu entdecken. Auch ein Trachten-Beauty-Contest wird zum Schauplatz polizeilicher Ermittlungen, bei denen Revierchefin Sabine Kaiser undercover tätig wird. Als Girwidz plötzlich nicht mehr zum Dienst erscheint und in einem fensterlosen Raum erwacht, nimmt ein weiterer Fall eine besonders undurchsichtige Wendung.


Die Geschichten zeigen einmal mehr, wie vielseitig die Krimiserie ihre Fälle gestaltet. Neben klassischen Mordermittlungen stehen ungewöhnliche Situationen, persönliche Verwicklungen und absurde Zufälle im Mittelpunkt. Ein neunjähriger Junge behauptet, Zeuge eines Mordes geworden zu sein, eine Pilgerin erlebt ein tragisches Ende und auch ein Food-Waste-Aktivist wird zum Opfer eines Verbrechens. Schließlich führt eine Ermittlung das Team sogar mitten in einen Mafiaprozess. Die abwechslungsreichen Ausgangssituationen sorgen dafür, dass die einzelnen Episoden ihren eigenen Charakter entwickeln und die Serie trotz ihrer langen Laufzeit frisch und unterhaltsam bleibt.


Dabei lebt „Hubert ohne Staller“ nicht allein von den Kriminalfällen, sondern vor allem von den Figuren und ihrem Zusammenspiel. Franz Hubert und Reimund Girwidz könnten unterschiedlicher kaum sein, ergänzen sich aber gerade deshalb auf unterhaltsame Weise. Ihre unterschiedlichen Herangehensweisen, die gelegentlichen Missverständnisse und ihre eigenwilligen Methoden sorgen immer wieder für humorvolle Momente, ohne dass die eigentlichen Ermittlungen vollständig in den Hintergrund geraten. Der besondere Reiz liegt darin, dass sich die Serie selbst bei ernsteren Verbrechen ihre Leichtigkeit bewahrt und den Figuren genügend Raum für ihre persönlichen Eigenheiten lässt.


Christian Tramitz gehört seit den Anfängen zu den prägenden Gesichtern der Reihe. Der 1955 in München geborene Schauspieler und Komiker wurde einem breiten Publikum insbesondere durch seine Auftritte in „Der Schuh des Manitu“ und „Bullyparade“ bekannt. Mit seinem Gespür für trockenen Humor und pointierte Dialoge hat er sich über viele Jahre als feste Größe in der deutschen Unterhaltungslandschaft etabliert. Als Franz Hubert verkörpert er einen Ermittler, dessen oft eigenwillige Art und unkonventionelle Herangehensweise hervorragend zum humoristischen Konzept der Serie passen. Tramitz schafft es, die Figur mit einer Mischung aus Routine, Schlagfertigkeit und gelegentlicher Sturheit auszustatten, die auch nach zahlreichen Staffeln nichts von ihrem Unterhaltungswert verloren hat.


An seiner Seite spielt Michael Brandner den Revierleiter Reimund Girwidz. Der 1951 in Augsburg geborene Schauspieler ist seit Jahrzehnten in Film und Fernsehen präsent und hat sich mit zahlreichen Rollen in deutschen Kino- und Fernsehproduktionen einen Namen gemacht. In „Hubert ohne Staller“ bildet er mit Tramitz ein eingespieltes Team, dessen unterschiedliche Charakterzüge für viele der komischen Situationen verantwortlich sind. Girwidz ist immer wieder mit Herausforderungen konfrontiert, die seine Selbstsicherheit auf die Probe stellen. Gerade wenn er sich in ungewöhnliche Situationen verstrickt oder persönliche Interessen mit seinem Polizeialltag kollidieren, entstehen unterhaltsame Momente. Brandner verleiht der Figur dabei eine eigene Mischung aus Selbstbewusstsein, Unsicherheit und trockenem Humor.


Katharina Müller-Elmau ergänzt das Ensemble als Revierchefin Sabine Kaiser. Die 1965 in Göttingen geborene Schauspielerin verfügt über umfangreiche Theater- und Fernseherfahrung und ist seit vielen Jahren in unterschiedlichen Produktionen zu sehen. Als Sabine Kaiser bringt sie eine zusätzliche Perspektive in den Polizeialltag ein. Sie muss den Überblick behalten, Entscheidungen treffen und dafür sorgen, dass die Ermittlungen trotz der Eigenheiten ihrer Mitarbeiter vorankommen. Dabei ist sie keineswegs nur diejenige, die Anweisungen erteilt. Auch sie gerät in ungewöhnliche Situationen und beweist, dass sie sich bei Bedarf selbst mitten ins Geschehen stürzen kann. Ihre Undercover-Ermittlung bei einem Trachten-Beauty-Contest ist dafür ein passendes Beispiel und bietet zugleich Raum für den typischen Humor der Serie.


Neben den drei Hauptdarstellern trägt auch das übrige Ensemble wesentlich zum Erfolg der Staffel bei. Martin Riedl, Christina Bayer, Dr. Fuchs und Yazid ergänzen die Ermittlungen mit ihren jeweiligen Fähigkeiten und Eigenheiten. Ob bei der Spurensicherung, der Auswertung von Hinweisen oder der Unterstützung im Polizeialltag – die Nebenfiguren verleihen der Serie zusätzliche Farbe und sorgen dafür, dass das Geschehen nicht ausschließlich auf Hubert und Girwidz beschränkt bleibt. Gerade diese Mischung aus vertrauten Gesichtern und immer neuen Verdächtigen trägt dazu bei, dass sich die Serie über viele Jahre hinweg ihre eigene Atmosphäre bewahren konnte.


Ein wichtiger Bestandteil der 13. Staffel ist die Balance zwischen Krimi und Komödie. Die Mordfälle bieten ausreichend Stoff für Ermittlungen und überraschende Entwicklungen, während die Figuren mit ihren persönlichen Eigenheiten für humorvolle Auflockerung sorgen. Dabei entsteht eine angenehme Mischung, die sich besonders für Zuschauer eignet, die Krimis nicht ausschließlich düster und ernst mögen. Die Serie setzt auf Wortwitz, Situationskomik und skurrile Einfälle, ohne ihre Kriminalgeschichten völlig beliebig erscheinen zu lassen. Auch nach zahlreichen Folgen gelingt es, ungewöhnliche Fälle mit dem vertrauten Charme des Ermittlerduos zu verbinden.


Die 200. Folge stellt innerhalb der Seriengeschichte einen besonderen Meilenstein dar. Eine derart lange Laufzeit ist ein Beleg dafür, dass die Figuren und ihr Umfeld über Jahre hinweg ein treues Publikum gefunden haben. Die 13. Staffel führt diese Tradition fort und setzt auf das, was die Reihe auszeichnet: sympathische Charaktere, abwechslungsreiche Kriminalfälle und eine humorvolle Betrachtung des Polizeialltags. Gerade die Kombination aus wiederkehrenden Figuren und immer neuen Verbrechen ermöglicht es, sowohl langjährige Fans als auch gelegentliche Zuschauer zu unterhalten.


Mit der Blu-ray-Veröffentlichung von Leonine lässt sich die Staffel zudem im heimischen Wohnzimmer erleben. Wer die Serie regelmäßig verfolgt, kann die neuen Fälle in gewohnter Umgebung genießen und sich erneut auf die eigenwilligen Ermittlungen des Duos freuen. Für Neueinsteiger bietet die Staffel einen Einblick in das bewährte Konzept der Reihe, wobei die Kenntnis früherer Episoden das Wiedersehen mit den Figuren natürlich noch reizvoller macht.


Fazit:


Die 13. Staffel von „Hubert ohne Staller“ liefert erneut eine unterhaltsame Mischung aus Kriminalfällen, schrägen Einfällen und trockenem Humor. Die abwechslungsreichen Verbrechen reichen vom Todesfall im Eisstadion über ungewöhnliche Ermittlungen im Umfeld einer Tanzgruppe bis hin zu einem Fall mit Verbindungen zur Mafia. Gleichzeitig sorgen die vertrauten Figuren dafür, dass sich die Serie ihre besondere Atmosphäre bewahrt.


Christian Tramitz und Michael Brandner harmonieren weiterhin hervorragend als ungleiches Ermittlerduo, während Katharina Müller-Elmau als Revierchefin Sabine Kaiser wichtige Akzente setzt. Auch das übrige Ensemble trägt dazu bei, dass die Geschichten lebendig und abwechslungsreich bleiben. Die bevorstehende 200. Folge ist ein schöner Anlass, auf die langjährige Erfolgsgeschichte der Serie zurückzublicken.


Wer humorvolle Krimis mit sympathischen Figuren und ungewöhnlichen Fällen schätzt, bekommt mit der 13. Staffel genau das, was „Hubert ohne Staller“ seit Jahren auszeichnet. Eine gelungene Fortsetzung für Fans der Serie und eine unterhaltsame Ergänzung für die heimische Blu-ray-Sammlung.