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LEGO Pokémon SMART Play: Ultimativer Showdown zwischen Glurak & Blitza – Test


Mit dem Set „SMART Play: Ultimativer Showdown zwischen Glurak und Blitza“ bringt LEGO zwei absolute Publikumslieblinge der Pokémon-Welt zusammen und verbindet den klassischen Klemmbaustein-Bauspaß mit einer interaktiven Spielmechanik. Das Set mit der Nummer 72167 besteht aus 751 Teilen und richtet sich an Pokémon-Fans ab acht Jahren. Für eine unverbindliche Preisempfehlung von 119,99 Euro bekommt man nicht nur zwei baubare Pokémon, sondern auch zwei SMART Bricks, vier SMART Tags, ein Ladegerät sowie eine kleine Trainingsstation. Damit handelt es sich um eines der sogenannten All-in-1-Sets des neuen LEGO-SMART-Play-Systems, bei denen die für die interaktiven Funktionen benötigte Technik bereits enthalten ist.


Schon die Wahl der beiden Pokémon macht neugierig. Auf der einen Seite steht Glurak, eines der bekanntesten Pokémon überhaupt und eine der beliebtesten Entwicklungen aus der ersten Generation. Auf der anderen Seite wartet Blitza, die Elektro-Entwicklung von Evoli. Feuer gegen Elektrizität lautet damit das Motto dieses Duells. LEGO nutzt diese Konstellation allerdings nicht nur als dekorativen Aufhänger, sondern macht die beiden Pokémon tatsächlich zu Gegenspielern, die über ihre integrierten SMART Bricks miteinander kommunizieren können. Genau darin liegt der besondere Reiz des Sets.


Der Aufbau


Wer LEGO kennt, weiß, dass bei einem solchen Set zunächst einmal der klassische Bauspaß im Mittelpunkt steht. Die 751 Teile werden Schritt für Schritt zu den beiden Pokémon und der ergänzenden Trainingsstation zusammengesetzt. Dabei merkt man schnell, dass LEGO die Modelle nicht einfach als statische Ausstellungsstücke konstruiert hat. Beide Pokémon müssen später bewegt, geschüttelt und mit den verschiedenen SMART-Tags eingesetzt werden können. Die Konstruktion muss deshalb nicht nur gut aussehen, sondern auch den späteren Spieleinsatz aushalten.


Besonders interessant ist die Integration der beiden SMART Bricks. Die Elektronik wird nicht einfach außen an den Modellen angebracht, sondern in deren Inneres integriert. Dadurch bleiben Glurak und Blitza optisch weitgehend klassische LEGO-Pokémon. Erst wenn man weiß, dass sich im Inneren moderne Technik befindet, erkennt man die kleinen technischen Besonderheiten. Das ist eine gelungene Lösung, denn der Charakter der Modelle wird nicht von großen technischen Bauteilen oder einem auffälligen Elektronikmodul zerstört.


Beim Aufbau von Glurak kommt die typische Herausforderung hinzu, organische und teilweise geschwungene Formen mit den überwiegend eckigen LEGO-Steinen darzustellen. Trotzdem gelingt die Umsetzung erstaunlich gut. Gerade Kopf, Körper, Arme und Beine ergeben zusammen eine Figur, die auch aus einiger Entfernung eindeutig als Glurak zu erkennen ist. Die Flügel tragen zusätzlich zum Erscheinungsbild bei und verleihen dem Modell eine schöne Dynamik. Mit einer Höhe von rund 18 Zentimetern ist Glurak zudem groß genug, um als eigenständiges Modell im Regal eine gute Figur zu machen.


Blitza fällt deutlich kompakter aus. Die typische gelbe Farbgebung und die markante Silhouette werden überzeugend eingefangen. Auch hier setzt LEGO auf bewegliche Elemente, sodass Blitza nicht einfach nur als unbewegliche Statue auf dem Tisch steht. Gerade für das spätere SMART-Play-System ist das wichtig, denn die Pokémon sollen schließlich in die Hand genommen und aktiv bewegt werden.


Die Trainingsstation fällt im Vergleich zu den beiden Hauptfiguren naturgemäß kleiner aus, erfüllt aber eine wichtige Funktion. Sie erweitert das Set um einen eigenen Spielbereich und sorgt dafür, dass man die Pokémon nicht sofort in den Kampf schicken muss. Stattdessen können sie zunächst trainiert werden. LEGO greift damit ein Kernelement der Pokémon-Spiele auf: Ein Trainer kümmert sich um seine Pokémon, trainiert sie und bereitet sie anschließend auf den nächsten Kampf vor.


Glurak und Blitza als LEGO-Modelle


Optisch gehören Glurak und Blitza zu den interessantesten Bestandteilen des Sets. Gerade Glurak ist ein Pokémon, das aufgrund seiner Flügel, seines langen Schwanzes und seiner charakteristischen Körperform nicht ganz einfach als LEGO-Modell umzusetzen ist. LEGO findet hier einen guten Kompromiss zwischen Wiedererkennbarkeit und der typischen Optik eines LEGO-Modells.


Glurak wirkt kraftvoll und präsent. Die Proportionen sind nicht mit einer klassischen Pokémon-Figur oder einer Videospielgrafik gleichzusetzen, funktionieren im LEGO-Stil aber sehr gut. Besonders positiv fällt auf, dass das Modell nicht nur zum Anschauen gedacht ist. Die Konstruktion ist stabil genug, um das Pokémon tatsächlich in die Hand zu nehmen und während des Spiels zu bewegen. Genau das ist bei diesem Set ein wichtiger Punkt, denn ein empfindliches Ausstellungsmodell würde mit dem SMART-Play-Konzept kaum zusammenpassen.


Blitza ist deutlich kleiner und wirkt naturgemäß weniger imposant. Die Figur besitzt jedoch ihren eigenen Charme und vermittelt die typische Erscheinung des Elektro-Pokémon. Während Glurak durch seine Größe und seine Flügel sofort zum Blickfang wird, punktet Blitza vor allem durch seine kompakte Form und die charakteristische Silhouette.


Beide Modelle zeigen damit eine interessante Mischung aus Ausstellungsstück und Spielzeug. Wer die Pokémon lediglich ins Regal stellen möchte, bekommt zwei durchaus ansehnliche LEGO-Figuren. Wer sie dagegen tatsächlich benutzt, kann die Modelle in das interaktive Spielsystem integrieren.


SMART Play – LEGO wird interaktiv


Die eigentliche Besonderheit des Sets liegt natürlich nicht im normalen LEGO-Baukasten, sondern in den SMART-Play-Komponenten. Im Lieferumfang befinden sich zwei SMART Bricks, vier SMART Tags und ein gemeinsames Ladegerät. Die SMART Bricks sind die technische Grundlage für die interaktiven Funktionen. Sie erkennen Bewegungen und reagieren darauf mit Licht- und Soundeffekten. Gleichzeitig können sie mit den SMART Tags interagieren und im Fall dieses Sets auch miteinander kommunizieren.


Das Interessante dabei: Für das eigentliche Spielen wird kein Smartphone oder Tablet benötigt. LEGO verfolgt mit SMART Play ausdrücklich einen Ansatz, bei dem das Spielzeug selbst die Interaktion übernimmt. Die App LEGO SMART Assist ist vor allem für die Einrichtung, Problemlösung, Lautstärkeregelung und Firmware-Updates vorgesehen. Das eigentliche Spiel findet dagegen mit den beiden Pokémon statt.


Das ist eine angenehme Lösung, denn dadurch wird aus dem LEGO-Set kein verkapptes Videospiel. Das Kind beziehungsweise der Spieler hält tatsächlich Glurak oder Blitza in der Hand, bewegt das Pokémon und bekommt anschließend eine entsprechende Reaktion des Modells. Der Bildschirm bleibt außen vor.


Schon einfache Bewegungen können entsprechende Reaktionen auslösen. Die SMART Bricks erkennen, wie die Pokémon bewegt werden, und begleiten die Aktionen mit passenden Geräuschen. Gerade bei einem Pokémon-Set passt diese Idee hervorragend, denn die kleinen elektronischen Rückmeldungen erinnern an die akustische Welt der Pokémon-Spiele und geben dem Ganzen einen zusätzlichen Wiedererkennungswert.


Training vor dem Kampf


Bevor es zum eigentlichen Showdown kommt, können Glurak und Blitza trainieren. Die Trainingsstation dient dabei als interaktives Element und fordert dazu auf, das jeweilige Pokémon gezielt zu bewegen. LEGO greift damit die klassische Pokémon-Idee auf, dass ein Trainer sein Team nicht einfach in einen Kampf schickt, sondern zunächst trainiert und vorbereitet.


Durch die Bewegungen werden die Pokémon stärker beziehungsweise für das spätere Spiel vorbereitet. LEGO beschreibt das Training ausdrücklich als Bestandteil des SMART-Play-Systems.


Die Trainingsmechanik ist dabei weniger mit einem umfangreichen Rollenspielsystem zu vergleichen, sondern eher als spielerische Erweiterung gedacht. Trotzdem macht sie Sinn, weil sie das Set um eine weitere Beschäftigungsmöglichkeit ergänzt. Gerade jüngere Spieler können sich zunächst mit den Bewegungen und Reaktionen der Pokémon vertraut machen, bevor sie zum eigentlichen Duell übergehen.


Der große Showdown


Der eigentliche Höhepunkt ist natürlich das Duell zwischen Glurak und Blitza. Hier spielt das Set seine technischen Möglichkeiten voll aus. Beide Pokémon verfügen über einen eigenen SMART Brick, wodurch sie nicht unabhängig voneinander lediglich einzelne Soundeffekte abspielen. Stattdessen können sie miteinander interagieren.


Damit wird das Prinzip des Pokémon-Kampfes auf das physische LEGO-Spiel übertragen. Zwei Spieler können jeweils eines der Pokémon übernehmen und gegeneinander antreten. Bewegungen und Aktionen werden erkannt und führen zu entsprechenden Reaktionen. Licht- und Soundeffekte sorgen dabei dafür, dass das Geschehen deutlich unmittelbarer wirkt als bei einem normalen LEGO-Modell.


Besonders gelungen ist, dass das System nicht nur auf reine Showeffekte setzt. Die Interaktion besitzt einen spielerischen Zweck. Das Pokémon-Duell verfügt über einen tatsächlichen Kampfcharakter und vermittelt dadurch stärker das Gefühl eines kleinen Pokémon-Battles.


Die beiden SMART Bricks reagieren auf die Bewegungen der Spieler und geben akustisches Feedback. Das sorgt gerade bei den ersten Runden für viel Freude. Man probiert unterschiedliche Bewegungen aus, beobachtet die Reaktion und versucht herauszufinden, welche Aktion welche Wirkung besitzt. Dadurch entsteht eine gewisse Experimentierfreude, die über den reinen Aufbau hinausgeht.


Auch die Lebensanzeige trägt zum Spielgefühl bei. Der aktuelle Zustand des jeweiligen Pokémon wird über die Beleuchtung des SMART Bricks signalisiert. So bekommt der Spieler eine unmittelbare Rückmeldung darüber, wie es um sein Pokémon steht. Der Kampf erhält dadurch eine klare Struktur und endet nicht einfach damit, dass irgendwann keine Geräusche mehr zu hören sind.


Nach einem verlorenen Kampf kann das unterlegene Pokémon zudem wieder geheilt werden. Hier kommen die interaktiven Gegenstände beziehungsweise SMART Tags ins Spiel. LEGO nutzt damit die bekannten Elemente aus der Pokémon-Welt und überträgt sie in das physische Spiel. Das Heilen ist nicht lediglich eine dekorative Handlung, sondern wird vom SMART-Play-System erkannt und entsprechend begleitet.


Die SMART Tags


Die vier enthaltenen SMART Tags sind ein weiterer wichtiger Bestandteil des Sets. Sie erweitern die Möglichkeiten der beiden Pokémon und sorgen dafür, dass bestimmte Orte beziehungsweise Gegenstände mit den SMART Bricks interagieren können.


Das Prinzip ist schnell verstanden: Das Pokémon wird zu einem entsprechenden Tag bewegt und reagiert darauf. Dadurch entsteht ein einfaches, aber wirkungsvolles System, mit dem LEGO die Modelle stärker in eine kleine Spielwelt einbindet.


Gerade bei einem Pokémon-Set funktioniert dieses Konzept ausgesprochen gut. Pokémon lebt schließlich seit jeher davon, dass Trainer ihre Pokémon bewegen, trainieren, versorgen und in unterschiedlichen Situationen einsetzen. Die SMART Tags übertragen dieses Prinzip auf die LEGO-Welt.


Technik und Bedienung


Technisch betrachtet ist SMART Play ein interessanter Schritt für LEGO. Die Elektronik bleibt weitgehend unsichtbar, während die eigentlichen Modelle weiterhin aus LEGO-Steinen bestehen. Das ist wichtig, denn dadurch bleibt das Set trotz der zusätzlichen Technik als LEGO-Modell erkennbar.


Die beiden SMART Bricks werden über das mitgelieferte Ladegerät aufgeladen. LEGO gibt für einen vollständig geladenen SMART Brick ungefähr 45 Minuten Spielzeit an. Für einzelne Spielsitzungen ist das ausreichend, allerdings sollte man vor längeren Spielrunden daran denken, die Elektronik entsprechend aufzuladen.


Die SMART Bricks sind außerdem mit anderen kompatiblen SMART-Play-Sets kombinierbar. Dadurch eröffnet sich grundsätzlich die Möglichkeit, das eigene Pokémon-Spiel mit weiteren Sets auszubauen. Gerade für Sammler ist dieser Aspekt interessant, denn das System ist nicht ausschließlich auf dieses eine Set beschränkt.


Die App ist dabei eher eine Ergänzung als eine Voraussetzung. Das eigentliche Konzept funktioniert ohne Smartphone, was ich bei einem LEGO-Spielzeug ausdrücklich begrüße. Die Technik unterstützt das Spiel, anstatt selbst zum Mittelpunkt zu werden.


Spielspaß


Beim Spielspaß punktet das Set vor allem durch den unmittelbaren Effekt. Ein normales LEGO-Modell wird gebaut und anschließend ins Regal gestellt. Hier passiert nach dem Aufbau deutlich mehr. Man kann Glurak und Blitza in die Hand nehmen, sie bewegen, trainieren und gegeneinander antreten lassen.


Gerade der Zweispieler-Aspekt ist gelungen. Pokémon-Kämpfe sind grundsätzlich auf das Gegeneinander zweier Trainer ausgelegt und SMART Play überträgt dieses Prinzip sehr direkt auf das LEGO-Set. Einer übernimmt Glurak, der andere Blitza, und schon kann das Duell beginnen.


Natürlich darf man von der Technik kein vollwertiges Pokémon-Videospiel erwarten. Das System verfügt nicht über die Komplexität eines klassischen Pokémon-Kampfsystems mit Dutzenden Attacken, Typen, Erfahrungspunkten, Statusveränderungen und einem umfangreichen Fortschrittssystem. Das wäre für ein LEGO-Set dieser Art allerdings auch nicht unbedingt sinnvoll.


Vielmehr konzentriert sich LEGO auf wenige, unmittelbar verständliche Aktionen. Genau dadurch bleibt das Spiel zugänglich. Kinder können ausprobieren, was funktioniert, und bekommen sofort eine Reaktion.


Allerdings zeigt sich auch eine gewisse Grenze des Systems. Wer viele Runden hintereinander spielt, wird die grundlegenden Abläufe relativ schnell kennen. Die Duelle bieten nicht die spielerische Tiefe eines echten Pokémon-Spiels. Der Reiz liegt vielmehr in der Kombination aus selbst gebauten Figuren, Bewegungserkennung, Sound, Licht und dem direkten Spiel gegeneinander.


Verarbeitung und Stabilität


Die Qualität der Bausteine entspricht dem, was man von LEGO erwartet. Besonders wichtig ist bei diesem Set die Stabilität, da die Modelle nicht nur aufgebaut, sondern aktiv bewegt werden. Hier zahlt sich die Konstruktion aus.


Glurak und Blitza sind so aufgebaut, dass sie normale Bewegungen problemlos verkraften. Das ist auch dringend notwendig, denn bei einem interaktiven Spielzeug wäre es ausgesprochen ärgerlich, wenn nach jedem Angriff einzelne Bauteile vom Modell fallen würden.


Gleichzeitig muss man natürlich etwas vorsichtiger sein als bei einem speziell für wildes Spielen entwickelten Action-Spielzeug. LEGO bleibt LEGO. Wer Glurak durch das Wohnzimmer schleudert oder das Modell unsanft auf den Tisch schlägt, wird auch dieses Set an seine Grenzen bringen. Bei normaler Nutzung zeigt sich die Konstruktion jedoch stabil und zweckmäßig.


Preis und Leistung


Mit 119,99 Euro ist das Set sicherlich kein klassisches LEGO-Schnäppchen. Dafür bekommt man allerdings nicht nur 751 Bauteile, sondern zusätzlich zwei SMART Bricks, vier SMART Tags, das Ladegerät, zwei Pokémon und die Trainingsstation.


Die beiden SMART Bricks sind dabei ein wichtiger Punkt bei der Betrachtung des Preises. Sie sind die Voraussetzung dafür, dass Glurak und Blitza miteinander interagieren können. Wer mehrere SMART-Play-Sets nutzen möchte, profitiert zusätzlich davon, dass die Technik auch für kompatible Sets eingesetzt werden kann.


Trotzdem bleibt der Preis eine der größeren Hürden. Wer lediglich zwei LEGO-Pokémon zum Aufstellen sucht, wird vermutlich günstigere Möglichkeiten finden. Wer dagegen gezielt das interaktive SMART-Play-System ausprobieren möchte und Wert auf zwei der bekanntesten Pokémon legt, bekommt mit diesem Set ein umfangreiches Komplettpaket.


Fazit


Das LEGO Pokémon SMART Play „Ultimativer Showdown zwischen Glurak und Blitza“ ist ein interessantes Experiment, das die klassische LEGO-Welt mit der interaktiven Pokémon-Spielidee verbindet. Besonders überzeugend ist dabei, dass die Technik nicht zum Selbstzweck verkommt. Die beiden SMART Bricks sorgen nicht nur für ein paar zusätzliche Geräusche, sondern bilden die Grundlage für ein richtiges kleines Pokémon-Duell.


Bereits der Aufbau macht Spaß und liefert mit Glurak und Blitza zwei attraktive Modelle, die auch außerhalb des Spiels als LEGO-Pokémon funktionieren. Glurak ist dabei aufgrund seiner Größe und seiner markanten Erscheinung der klare Blickfang, während Blitza als kompaktere Figur einen schönen Gegenpart bildet. Die Modelle sind stabil genug, um tatsächlich damit zu spielen, und gleichzeitig detailliert genug, um auch im Regal eine gute Figur zu machen.


Noch interessanter wird das Set durch die Trainingsstation und die SMART Tags. Dadurch bekommen die Pokémon eine kleine interaktive Spielwelt, in der sie trainiert, bewegt und versorgt werden können. Der große Pluspunkt ist aber zweifellos der Kampf zwischen Glurak und Blitza. Die beiden SMART Bricks erkennen Bewegungen, reagieren mit Licht und Sound und machen aus den beiden LEGO-Figuren tatsächlich interaktive Pokémon.
Natürlich darf man keine Tiefe erwarten, wie sie ein richtiges Pokémon-Videospiel bietet. Nach einigen Runden kennt man die grundlegenden Mechaniken, und langfristig lebt der Spielwert deshalb vor allem vom erneuten Duellieren, Ausprobieren und vom Zusammenspiel mit weiteren kompatiblen SMART-Play-Sets. Auch der Preis von 119,99 Euro ist eine Investition, die vor allem für Fans interessant sein dürfte, die sich tatsächlich auf die neue SMART-Play-Technik einlassen möchten.


Gerade das Zusammenspiel aus Bauen und Spielen macht den Reiz des Sets aus. LEGO liefert hier nicht einfach zwei Pokémon-Figuren mit etwas Elektronik, sondern verbindet die klassischen Stärken des Klemmbausteinprinzips mit einer interaktiven Spielmechanik. Wer Glurak und Blitza mag und schon immer einmal einen Pokémon-Kampf mit selbst gebauten Figuren austragen wollte, bekommt hier eine ungewöhnliche und unterhaltsame Möglichkeit dazu. Das Set zeigt gleichzeitig, welches Potenzial in LEGO SMART Play steckt, wenn die Technik sinnvoll in das Spielprinzip integriert wird.