Wenn gigantische Monster aufeinandertreffen, ganze Häuserblocks in Schutt und Asche legen und ihre Gegner mit gewaltigen Spezialattacken durch die Gegend schleudern, ist für reichlich Chaos gesorgt. Mit „Godzilla: Destroy All Monsters Melee Remastered“ kehrt ein beliebter Klassiker der Monster-Kampfspiele zurück und bringt die spektakulären Auseinandersetzungen zwischen den berühmten Kaiju auf die PlayStation 5. Das ursprünglich 2002 erschienene Prügelspiel erhält eine technische Überarbeitung, die das bekannte Spielprinzip für moderne Konsolen fit machen soll. Dabei bleibt die grundlegende Idee unverändert: Wer sich als König der Monster behaupten möchte, muss seine Kontrahenten in actionreichen Duellen bezwingen und darf dabei möglichst viel Verwüstung anrichten.
Im Mittelpunkt stehen zwölf spielbare Monster, die jeweils ihre eigenen Fähigkeiten und Angriffsmöglichkeiten mitbringen. Natürlich darf Godzilla nicht fehlen, doch auch weitere bekannte Kreaturen stehen zur Auswahl und laden dazu ein, unterschiedliche Kampfstile auszuprobieren. Während einige Kaiju vor allem durch ihre körperliche Stärke und wuchtige Nahkampfangriffe überzeugen, setzen andere auf besondere Fähigkeiten und verheerende Energieattacken. Dadurch bekommt jedes Monster einen eigenen Charakter, und es lohnt sich, mit verschiedenen Kämpfern zu experimentieren, um den persönlichen Favoriten zu finden.
Das Kampfsystem setzt auf einen unkomplizierten Einstieg, ohne dabei vollständig auf taktische Möglichkeiten zu verzichten. Schläge, Tritte, Würfe und Spezialattacken bilden die Grundlage der Auseinandersetzungen. Wer seine Fähigkeiten geschickt kombiniert und den richtigen Moment für einen besonders mächtigen Angriff abpasst, kann einen Kampf schnell zu seinen Gunsten entscheiden. Hinzu kommt der Rage-Modus, der den Monstern zusätzliche Durchschlagskraft verleiht und für besonders spektakuläre Momente sorgt. Gerade wenn beide Kontrahenten ihre stärksten Attacken entfesseln, wird deutlich, dass hier nicht mit kleinen Scharmützeln, sondern mit gewaltigen Monsterduellen gerechnet werden darf.
Ein besonderer Reiz des Spiels liegt in der Einbindung der Umgebung. Die Arenen sind nicht einfach nur Kulissen, vor denen sich die Monster gegenseitig bearbeiten. Vielmehr lassen sich Gebäude und andere Objekte in die Kämpfe einbeziehen und sogar als Waffen verwenden. So kann ein zerstörerischer Angriff nicht nur dem Gegner erheblichen Schaden zufügen, sondern gleichzeitig Teile der Umgebung dem Erdboden gleichmachen. Das verleiht den Auseinandersetzungen eine zusätzliche Dynamik und sorgt für jene übertriebene Zerstörungsfantasie, die perfekt zum Godzilla-Universum passt. Wenn gigantische Kreaturen durch Straßenschluchten stampfen, Gebäude einstürzen und ganze Stadtviertel verwüstet werden, entsteht eine angenehm überdrehte Action, die sich bewusst nicht allzu ernst nimmt.
Für Abwechslung sorgen acht unterschiedliche Schauplätze. Neben verschiedenen Städten gehören auch Monster Island und ein außerirdisches Mutterschiff zu den Arenen. Hinzu kommen unterschiedliche Tages- und Nachtvarianten, die den Schauplätzen eine jeweils eigene Atmosphäre verleihen. Die abwechslungsreichen Umgebungen bieten damit mehr als nur optische Unterschiede und unterstreichen den Eindruck, dass die Kämpfe an ganz unterschiedlichen Orten der Welt stattfinden. Gerade die Kombination aus gewaltigen Monstern und zerstörbarer Umgebung sorgt dafür, dass die Arenen einen wichtigen Anteil am Spielgeschehen haben.
Auch technisch wurde die Neuauflage für die aktuelle Konsolengeneration überarbeitet. Die Grafik erhält eine moderne Auffrischung auf Grundlage der Unreal Engine 5, wodurch die Monster und ihre Umgebung zeitgemäßer präsentiert werden sollen. Die Neuauflage bewahrt dabei den Charakter des Originals, versucht aber gleichzeitig, dessen Präsentation an heutige Erwartungen anzupassen. Ergänzungen bei der Steuerung und verschiedene Komfortverbesserungen sollen dafür sorgen, dass sich das Spiel auf der PS5 angenehmer bedienen lässt. Der DualSense-Controller wird ebenfalls berücksichtigt: Sowohl die Vibration als auch die adaptiven Trigger kommen zum Einsatz und sollen die wuchtigen Auseinandersetzungen zusätzlich spürbar machen.
Trotz der technischen Modernisierung bleibt das ursprüngliche Spielprinzip erhalten. „Godzilla: Destroy All Monsters Melee Remastered“ versteht sich nicht als komplett neu entwickeltes Kampfspiel, sondern als Rückkehr eines bekannten Klassikers. Das dürfte vor allem diejenigen ansprechen, die bereits mit dem Original vertraut sind und sich auf eine zeitgemäße Neuauflage freuen. Gleichzeitig können auch neue Spieler einen unkomplizierten Einstieg in die Welt der Kaiju finden, ohne sich zunächst durch ein übermäßig kompliziertes Kampfsystem arbeiten zu müssen.
Neben den direkten Duellen bietet das Spiel Einzelspieler-Kampagnen für jedes Monster. Dadurch gibt es einen zusätzlichen Anreiz, die verschiedenen Kaiju auszuprobieren und ihre individuellen Fähigkeiten kennenzulernen. Ein überarbeitetes Freischaltsystem soll außerdem mehr Flexibilität dabei bieten, neue Monster, Arenen und Galerieinhalte zu erhalten. Damit bleibt auch abseits der unmittelbaren Kämpfe genügend zu entdecken, wobei der langfristige Spielspaß vor allem davon abhängen dürfte, wie viel Freude man an den unterschiedlichen Kampfstilen und wiederholten Auseinandersetzungen hat.
Eine besonders sinnvolle Neuerung ist der Online-Mehrspielermodus. Während das ursprüngliche Spiel vor allem durch seine lokalen Duelle mit Freunden in Erinnerung geblieben ist, eröffnet die Neuauflage zusätzliche Möglichkeiten für Kämpfe über das Internet. Lokal können bis zu vier Spieler gegeneinander antreten, während online Duelle zwischen zwei Spielern vorgesehen sind. Gerade in einem Spiel, dessen Reiz maßgeblich vom direkten Kräftemessen lebt, ist diese Erweiterung eine willkommene Ergänzung. Wer herausfinden möchte, welches Monster sich im Kampf gegen menschliche Gegner am besten behauptet, erhält dadurch eine zusätzliche Herausforderung.
Allerdings wird sich erst im praktischen Einsatz zeigen, wie ausgewogen die unterschiedlichen Kaiju tatsächlich sind und ob das Kampfsystem langfristig genügend Abwechslung bietet. Die verschiedenen Fähigkeiten und zerstörbaren Arenen schaffen zwar gute Voraussetzungen für spannende Begegnungen, doch gerade bei einem Kampfspiel sind das Spielgefühl, die Reaktionsgeschwindigkeit und die Balance entscheidend. Auch die technische Umsetzung muss sich daran messen lassen, wie flüssig die Kämpfe ablaufen und wie überzeugend die überarbeiteten Effekte auf der PS5 zur Geltung kommen.
Fazit:
„Godzilla: Destroy All Monsters Melee Remastered“ bringt einen bekannten Monster-Prügler zurück und verbindet das ursprüngliche Spielprinzip mit einer modernisierten Präsentation. Zwölf spielbare Kaiju, abwechslungsreiche Arenen, zerstörbare Umgebungen und spektakuläre Spezialattacken bilden die Grundlage für actionreiche Kämpfe, bei denen die Verwüstung ganzer Stadtviertel ausdrücklich zum Programm gehört. Die technische Überarbeitung, die zusätzlichen Komfortfunktionen und der neue Online-Modus ergänzen das Konzept um interessante Neuerungen.
Vor allem Fans von Godzilla und anderen legendären Filmmonstern dürften an der Rückkehr Gefallen finden. Auch Freunde unkomplizierter Kampfspiele, die lieber mit gigantischen Kreaturen für Chaos sorgen, als sich durch komplizierte Spielmechaniken zu arbeiten, sollten das Spiel im Auge behalten. Ob die Neuauflage neben dem Nostalgiefaktor auch langfristig überzeugen kann, hängt letztlich von der Qualität der Umsetzung und der spielerischen Balance ab. Das Grundkonzept bietet jedenfalls beste Voraussetzungen für unterhaltsame Monsterduelle auf der PlayStation 5.