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LEGO Pokémon SMART Play: Evoli und Lapras auf Schatzsuche


Mit den neuen LEGO Pokémon SMART Play Sets verbindet LEGO erstmals das klassische Bauen mit einer interaktiven Technik, die Bewegung, Licht und Sound miteinander kombiniert. Eines der besonders interessant gestalteten Sets ist dabei „Evoli und Lapras auf Schatzsuche“ mit der Setnummer 72162. Das 623-teilige Set schickt Evoli und Lapras auf ein kleines Abenteuer rund um ein Schiffswrack, eine Schatzkarte und eine verborgene Schatztruhe. Der entscheidende Punkt dabei: Das Set gehört nicht zu den All-in-One-Sets, sondern ist ein kompatibles SMART-Play-Set. Ein SMART Brick ist deshalb nicht enthalten. Wer bereits eines der entsprechenden All-in-One-Sets besitzt, kann den vorhandenen SMART Brick allerdings auch mit Evoli und Lapras verwenden und dadurch die interaktiven Funktionen freischalten. LEGO nennt hierfür unter anderem die SMART-Bricks aus den Sets „Trainingshaus mit Pikachu“ und „Ultimativer Showdown zwischen Glurak und Blitza“.


Auf den ersten Blick wirkt „Evoli und Lapras auf Schatzsuche“ wie ein klassisches LEGO-Pokémon-Set. Im Mittelpunkt stehen die beiden beliebten Pokémon, ergänzt durch eine kleine Landschaft mit Schiffswrack, Floß und Schatztruhe. Die Gestaltung ist dabei deutlich stärker auf das Spielen als auf eine reine Präsentation ausgelegt. Die Landschaft bietet verschiedene Möglichkeiten, die Figuren einzusetzen, während der Schatzmechanismus am Schiffswrack dafür sorgt, dass die Geschichte nicht nur in der Fantasie stattfindet. Der Mast des Wracks lässt sich absenken und bewegt dabei einen Felsen, unter dem schließlich die Schatztruhe zum Vorschein kommt. In der Truhe befinden sich Münzen und Edelsteine, sodass der eigentliche Schatz auch optisch entsprechend umgesetzt wurde.


Aufbau und Bauspaß


Mit 623 Teilen ist das Set für seine Größe ordentlich ausgestattet. Der Aufbau gestaltet sich abwechslungsreich, wobei zunächst Evoli entsteht, anschließend die Landschaft mit dem Schiffswrack und schließlich Lapras. Die Konstruktionen sind insgesamt gut nachvollziehbar und auch für jüngere LEGO-Fans problemlos zu bewältigen. Gleichzeitig gibt es genügend unterschiedliche Bauschritte, damit auch erfahrenere LEGO-Bauer nicht ausschließlich einfache Standardkonstruktionen vorfinden.


Besonders interessant ist der Aufbau des Schiffswracks, denn hier wird nicht nur eine dekorative Kulisse konstruiert. Der integrierte Mechanismus für den Felsen und die Schatztruhe muss bereits beim Bau berücksichtigt werden. Dadurch wird früh deutlich, dass das fertige Modell später tatsächlich in das Spielgeschehen eingebunden wird.


Evoli ist vergleichsweise schnell aufgebaut und fällt entsprechend kompakt aus. Das Pokémon verfügt über bewegliche Ohren und einen beweglichen Schwanz. Lapras nimmt dagegen deutlich mehr Platz ein und ist mit seinen beweglichen Flossen das größere der beiden Modelle. Das fertige Lapras ist laut LEGO etwa 16 Zentimeter hoch, 17 Zentimeter breit und 13 Zentimeter tief.


Die Konstruktion beider Pokémon ist stabil genug, um sie regelmäßig in die Hand zu nehmen und mit ihnen zu spielen. Gerade das ist bei diesem Set wichtig, denn LEGO verfolgt hier ausdrücklich nicht nur einen Ausstellungsansatz. Die beiden Pokémon sollen bewegt, miteinander kombiniert und in die Schatzsuche eingebunden werden.


Evoli und Lapras


Evoli ist mit seinem niedlichen Erscheinungsbild natürlich ein besonderer Blickfang. Die beweglichen Ohren und der bewegliche Schwanz sorgen dafür, dass das Pokémon nicht wie eine starre Figur wirkt. Zusätzlich besitzt Evoli einen eigenen SMART Tag, der beim Einsatz eines kompatiblen SMART Bricks für die Interaktion verantwortlich ist.


Lapras fällt deutlich größer aus und bildet damit einen schönen Kontrast zu Evoli. Die beweglichen Flossen verleihen dem Modell zusätzliche Dynamik. Auch Lapras ist mit einem SMART Tag ausgestattet. Damit werden beide Pokémon zu aktiven Bestandteilen des SMART-Play-Systems und nicht lediglich zu normalen LEGO-Modellen.


Besonders schön ist dabei, dass die beiden Pokémon auch unabhängig vom eigentlichen Schatzsuch-Szenario eingesetzt werden können. LEGO sieht die Möglichkeit vor, mit einem vorhandenen SMART Brick auch interaktive Duelle auszutragen. Damit lässt sich das Set später mit weiteren kompatiblen Pokémon kombinieren und in das größere SMART-Play-System integrieren.


Das Schiffswrack als Spielkulisse


Das Schiffswrack ist neben Evoli und Lapras der wichtigste Bestandteil des Sets. LEGO hat hier eine kleine, aber durchaus abwechslungsreiche Umgebung geschaffen. Neben dem Wrack gehören ein Floß, eine Schatzkarte, Felsen und die Schatztruhe zur Ausstattung.


Das Besondere ist der integrierte Mechanismus. Wer den Mast des Schiffswracks herunterlässt, hebt damit einen Felsen an und legt den darunter versteckten Schatz frei. Dadurch wird aus der Kulisse ein tatsächliches Spielelement. Die Schatzsuche besteht also nicht nur daraus, eine versteckte Truhe aufzustellen und wieder herauszunehmen. Stattdessen muss zunächst der Mechanismus ausgelöst werden.


Das kleine Floß bietet Evoli einen zusätzlichen Platz innerhalb der Spielwelt und macht das Abenteuer noch etwas abwechslungsreicher. Zusammen mit Lapras entsteht dadurch eine kleine Szene, die sich hervorragend für eigene Geschichten eignet. Wer möchte, kann die vorgegebene Schatzsuche nachspielen, gleichzeitig lädt das Set aber auch dazu ein, eigene Pokémon-Abenteuer zu erfinden.


SMART Play – was steckt dahinter?


Der eigentliche Clou des Sets ist natürlich das SMART-Play-System. LEGO kombiniert dabei sogenannte SMART Bricks mit SMART Tags. Die Tags sind kleine elektronische Elemente, die in die Modelle integriert werden. Beim Set 72162 befinden sich insgesamt drei SMART Tags in Evoli, Lapras und der Schatztruhe. Der SMART Brick ist dagegen nicht Teil des Lieferumfangs.


Der SMART Brick übernimmt die technische Steuerung und erkennt die Interaktionen mit den entsprechenden SMART Tags. Dadurch können die LEGO-Pokémon auf Bewegungen reagieren und passende Sound- und Lichteffekte auslösen. Das Interessante dabei ist, dass das eigentliche Spiel weiterhin mit den LEGO-Modellen stattfindet. Es wird also nicht einfach ein Smartphone vor das Kind gestellt, auf dessen Bildschirm anschließend ein Spiel läuft.


Genau dieser Ansatz macht SMART Play interessant. Die Kinder bauen zunächst ihre Pokémon und die Umgebung selbst auf und können anschließend direkt mit den Modellen spielen. Die Technik unterstützt das Spielerlebnis, ersetzt es aber nicht.


Die Schatztruhe wird interaktiv


Besonders passend ist die Integration des dritten SMART Tags in die Schatztruhe. Sobald der Schatz gefunden wurde, wird die Entdeckung auch akustisch begleitet. Beim Bewegen des Schatzes können beispielsweise klimpernde Münzgeräusche ertönen. Wird der Schatz sicher nach Hause gebracht, reagiert das Pokémon zudem mit einer entsprechenden Feier beziehungsweise passenden Soundeffekten. LEGO integriert außerdem eine Melodie, die beim Tragen des Schatzes ausgelöst werden kann.


Damit entsteht tatsächlich der Eindruck, dass Evoli oder Lapras einen Gegenstand aufgenommen haben und mit ihm unterwegs sind. Die Soundeffekte sind natürlich kein Ersatz für ein vollständiges Videospiel, passen aber sehr gut zu der Art von Rollenspiel, die LEGO mit SMART Play verfolgt.


Gerade beim Schatzsuch-Szenario ergibt die Technik daher Sinn. Der mechanische Teil des Sets sorgt dafür, dass die Schatztruhe entdeckt werden muss, während die SMART-Funktionen anschließend akustisch auf den Fund reagieren.


Pokémon reagieren aufeinander


Noch interessanter wird das Set, wenn man bereits ein weiteres SMART-Play-Set besitzt. Die SMART Bricks können nämlich auch für andere kompatible Pokémon verwendet werden. LEGO beschreibt die SMART-Play-Sets als System aus All-in-One-Sets mit SMART Brick und kompatiblen Sets mit SMART Tags. Ein vorhandener SMART Brick kann deshalb auch mit dem Set 72162 genutzt werden.


Dadurch entwickelt sich das Konzept von einem einzelnen LEGO-Set zu einer kleinen interaktiven Pokémon-Spielwelt. Wer beispielsweise bereits ein All-in-One-Set besitzt, kann Evoli und Lapras in die bestehende SMART-Play-Welt integrieren. Die Pokémon können aufeinander reagieren, und mit Licht- und Soundeffekten wird das Geschehen zusätzlich unterstützt.


Interessant ist auch, dass die SMART-Funktionen nicht auf die Schatzsuche beschränkt sind. LEGO sieht mit den SMART-Play-Pokémon auch interaktive Kämpfe und Trainingsmöglichkeiten vor. Evoli und Lapras können deshalb nicht nur gemeinsam auf Schatzsuche gehen, sondern auch für Duelle eingesetzt werden.


Spielen ohne Bildschirm


Ein großer Pluspunkt des Systems ist, dass für das eigentliche Spielerlebnis kein Bildschirm erforderlich ist. Die Interaktionen finden direkt zwischen den gebauten LEGO-Modellen statt. Das unterscheidet SMART Play von vielen anderen technischen Spielsystemen, bei denen ein Tablet oder Smartphone zwingend Bestandteil des Spiels ist.


Hier bleibt LEGO LEGO. Man baut seine Modelle, nimmt sie in die Hand und spielt damit. Die Technik sorgt lediglich dafür, dass die Modelle auf bestimmte Aktionen reagieren. Gerade für Eltern, die bei interaktivem Spiel Wert darauf legen, dass Kinder nicht permanent auf einen Bildschirm schauen, ist dieser Ansatz interessant.


Natürlich ist die Technik trotzdem ein zentraler Bestandteil des Systems. Ohne SMART Brick bleiben die im Set enthaltenen SMART Tags weitgehend ungenutzt. Das ist gleichzeitig der größte Unterschied zu einem normalen LEGO-Set und der wichtigste Punkt, den man beim Kauf berücksichtigen sollte.


Ein kompatibles Set mit Einschränkung


Genau hier liegt auch die größte Besonderheit des 72162. Das Set kostet offiziell 59,99 Euro, enthält aber keinen SMART Brick. Wer noch keinen SMART Brick besitzt, kann die wichtigsten interaktiven Funktionen deshalb nicht direkt nach dem Auspacken ausprobieren.


Das ist etwas gewöhnungsbedürftig, denn die Verpackung und die Produktbeschreibung stellen die SMART-Play-Funktionen natürlich deutlich heraus. Technisch betrachtet handelt es sich jedoch bewusst um ein kompatibles Set. LEGO unterscheidet zwischen All-in-One-Sets, die SMART Brick, Ladegerät und SMART Tags enthalten, und kompatiblen Sets, die lediglich die SMART Tags mitbringen.


Wer bereits eines der All-in-One-Sets besitzt, hat dagegen einen klaren Vorteil. Der vorhandene SMART Brick kann einfach weiterverwendet werden, wodurch Evoli und Lapras unmittelbar in das bestehende System integriert werden können.


Spielwert


Der Spielwert des Sets ist entsprechend stark davon abhängig, ob bereits ein SMART Brick vorhanden ist. Ohne SMART Brick erhält man ein schönes LEGO-Pokémon-Set mit einer kleinen Schatzsuchkulisse, zwei gelungenen Pokémon-Modellen und einem funktionierenden Mechanismus. Das allein bietet bereits einiges an Spielspaß.


Mit SMART Brick wird das Ganze allerdings deutlich interessanter. Dann kommen Bewegungsreaktionen, Licht- und Soundeffekte sowie die zusätzlichen interaktiven Möglichkeiten hinzu. Besonders die akustische Rückmeldung beim Schatz sorgt dafür, dass die eigentliche Schatzsuche stärker nach einem kleinen Abenteuer wirkt.


Die Möglichkeit, Evoli und Lapras auch in interaktiven Duellen einzusetzen, verlängert die Lebensdauer des Sets zusätzlich. Man ist also nicht darauf angewiesen, die Schatzsuche immer wieder nach demselben Ablauf zu spielen. Stattdessen kann man die beiden Pokémon in andere Geschichten einbauen oder sie gegen andere SMART-Play-Pokémon antreten lassen.


Fazit


LEGO Pokémon SMART Play „Evoli und Lapras auf Schatzsuche“ ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie sich klassischer LEGO-Bauspaß mit moderner Technik verbinden lässt. Das Set bietet mit Evoli, Lapras, dem Schiffswrack, dem Floß und der Schatztruhe eine abwechslungsreiche kleine Spielwelt, die sich sowohl für das Nachspielen der vorgegebenen Schatzsuche als auch für eigene Pokémon-Abenteuer eignet.


Besonders positiv fällt auf, dass die Technik nicht einfach aufgesetzt wirkt. Der SMART Tag in der Schatztruhe passt hervorragend zum Thema, denn klimpernde Münzen, Melodien und Reaktionen beim erfolgreichen Bergen des Schatzes unterstützen genau das Abenteuergefühl, das LEGO mit dem Set vermitteln möchte. Auch die SMART Tags in Evoli und Lapras erfüllen einen sinnvollen Zweck, da die Pokémon dadurch mit einem kompatiblen SMART Brick interagieren können.


Der mechanische Schatzmechanismus des Schiffswracks ist ebenfalls gelungen. Der abgesenkte Mast hebt den Felsen an und gibt die Schatztruhe frei. Dadurch wird die eigentliche Schatzsuche nicht nur erzählt, sondern auch mechanisch umgesetzt.


Die größte Einschränkung bleibt allerdings der fehlende SMART Brick. Das Set ist mit einer UVP von 59,99 Euro zwar attraktiv ausgestattet, die wichtigsten interaktiven Funktionen lassen sich aber erst mit einem separat erhältlichen SMART Brick nutzen. Für Besitzer eines All-in-One-Sets ist das weniger problematisch, da der vorhandene Brick weiterverwendet werden kann. Neueinsteiger müssen dagegen zunächst ein entsprechendes All-in-One-Set erwerben.


Wer bereits in LEGO SMART Play eingestiegen ist, bekommt mit Evoli und Lapras eine schöne Erweiterung, die nicht nur eine neue Spielkulisse, sondern auch zwei weitere interaktive Pokémon liefert. Für Pokémon-Fans ist besonders die Kombination aus Schatzsuche, Rollenspiel und späteren Duellen interessant. Die Verbindung aus mechanischen Spielelementen und elektronischen Reaktionen funktioniert überraschend harmonisch und zeigt, welches Potenzial in LEGO SMART Play steckt.


Unterm Strich ist „Evoli und Lapras auf Schatzsuche“ ein abwechslungsreiches LEGO-Pokémon-Set, das seine größten Stärken dann ausspielt, wenn bereits ein SMART Brick vorhanden ist. Klassischer LEGO-Bau, bekannte Pokémon, eine kleine Abenteuerkulisse und interaktive Sound- und Lichteffekte ergeben zusammen ein Spielzeug, das deutlich mehr bietet als ein reines Ausstellungsmodell.


LEGO Pokémon SMART Play: Evoli und Lapras auf Schatzsuche (72162)
Teile: 623
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
SMART Tags: 3
SMART Brick: nicht enthalten
UVP: 59,99 Euro
Besonderheiten: Evoli und Lapras, Schiffswrack, Floß, Schatztruhe, mechanischer Schatzmechanismus, SMART-Play-Kompatibilität