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Absolute Batman Band 5 – Showdown mit dem personifizierten Bösen


Mit dem fünften Sammelband nähert sich Paninis deutsche Ausgabe von „Absolute Batman“ ihrem bisherigen dramaturgischen Höhepunkt. Die von der Kritik frenetisch gefeierte Neuerzählung der Batman-Legende, die das gesamte Figurenkonzept des Dunklen Ritters radikal neu denkt, treibt ihren zentralen Konflikt nun einer unausweichlichen Konfrontation entgegen: dem Showdown zwischen Bruce Wayne und Bane.


Handlung: Der Kampf gegen das personifizierte Böse


Als knallharter, kompromissloser Batman stellt sich Bruce Wayne dem Unheil Gothams entgegen, ohne Rücksicht auf Verluste und mit einer Rücksichtslosigkeit, die diese Version des Charakters von etablierteren Interpretationen deutlich abhebt. Doch mit Bane trifft er auf einen Gegner, der sich jeder gewohnten Kategorie entzieht: ein Widersacher, der im Band nicht bloß als körperlich überlegener Schurke, sondern als geradezu personifiziertes Böses gezeichnet wird. Trotz der Unterstützung durch Catwoman, den als Geheimagenten neu interpretierten Pennyworth sowie seinen zum Monster mutierten Freund Waylon Jones gerät Batman zunehmend in die Defensive, ein Muskelberg, der ihm in jeder Hinsicht überlegen zu sein scheint. Der Band steuert konsequent auf den großen Showdown zu, der die bisherigen Konflikte der Serie zu einem vorläufigen Höhepunkt bündelt.


Neuinterpretation des Batman-Mythos


Was „Absolute Batman“ von Beginn an ausgezeichnet hat, ist die konsequente Bereitschaft, vertraute Elemente der Mythologie neu zu denken. Alfred Pennyworth als Geheimagent statt als klassischer Butler, Waylon Jones alias Killer Croc als tragisch verlorener Jugendfreund statt als reiner Schurke: Diese Verschiebungen sind mehr als bloße kosmetische Variationen, sie verändern die emotionale Architektur der gesamten Geschichte. Auch im fünften Band setzt sich dieses Prinzip fort, insbesondere in der Darstellung Banes, der hier weniger als taktischer Stratege denn als nahezu mythische Verkörperung der Zerstörung auftritt und Batman damit auf einer nahezu existenziellen Ebene herausfordert.


Autor und Zeichner


Verantwortlich für die Geschichte zeichnet Scott Snyder, der bereits mit „Batman Metal“ bewiesen hat, wie er etablierte DC-Mythologie mit kühnen, oft kosmisch aufgeladenen Konzepten neu auflädt. Snyders Gespür für düstere, mythologisch verdichtete Erzählungen prägt auch „Absolute Batman“ maßgeblich und zeigt sich besonders deutlich in der Zuspitzung des Bane-Konflikts zu einem Kampf, der weit über eine gewöhnliche Schurken-Konfrontation hinausgeht.


Die zeichnerische Umsetzung liegt in den Händen von Nick Dragotta und Daniel Warren Johnson. Dragotta, der mit seiner Arbeit an „East of West“ bereits sein Talent für eigenwillige, stilisierte Figurenzeichnung und dynamische Panelkompositionen unter Beweis gestellt hat, prägt den unverwechselbaren visuellen Grundton der Serie mit kantigen, kraftvollen Figuren. Daniel Warren Johnson, bekannt für seine kinetische, geradezu roh wirkende Actionästhetik in Werken wie „Wonder Woman: Dead Earth“, verstärkt mit seinem Beitrag die brachiale körperliche Wucht der Auseinandersetzungen und verleiht insbesondere den Kampfszenen mit Bane eine physische Intensität, die selten so unmittelbar spürbar wird.


Der Showdown und seine Bedeutung


Der zentrale Reiz dieses fünften Bandes liegt in der konsequenten Eskalation, mit der die Serie auf ihren Höhepunkt zusteuert. Dass Batman trotz eines starken Verbündetennetzwerks aus Catwoman, Pennyworth und Waylon Jones an seine Grenzen stößt, unterstreicht die bewusste Entscheidung der Macher, Bane nicht als weiteren Gegner unter vielen, sondern als existenzielle Bedrohung zu inszenieren, die Bruce Wayne buchstäblich und metaphorisch in die Knie zwingt. Für Leser*innen, die die bisherige Entwicklung der Serie verfolgt haben, dürfte dieser Showdown einen der emotional wie inszenatorisch stärksten Momente der bisherigen „Absolute“-Batman-Erzählung darstellen.


Fazit


„Absolute Batman Band 5“ treibt die gefeierte Neuerzählung des Dunklen Ritters ihrem bisherigen Höhepunkt entgegen und liefert mit dem Showdown gegen Bane eine der intensivsten Konfrontationen der Serie. Scott Snyders mythologisch aufgeladenes Skript trifft auf die sich ideal ergänzenden Zeichenstile von Nick Dragotta und Daniel Warren Johnson, die den Band sowohl visuell kraftvoll als auch atmosphärisch dicht gestalten. Ein packender Höhepunkt für alle, die die radikale Neuinterpretation des Batman-Mythos bislang verfolgt haben, und ein weiterer Beleg dafür, warum „Absolute Batman“ zu Recht als eine der aufregendsten aktuellen Comic-Reihen gilt.