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Als James Nathaniel „Jim“ Brown die Highschool beendete, hatte er vierzig Sportstipendienangebote und nahm das der Syracuse Universität an. Von 1957 bis 1964 spielte er als Footballprofi in der NFL bei den Cleveland Browns. Er brach auf der Position eines Runningbacks sämtliche Rekorde und gilt bis heute als einer der besten Spieler der Geschichte des Footballs. Nach seiner Karriere wechselte Brown in die Schauspielerei und war zunächst in größeren Nebenrollen zu sehen. So war er in Filmen wie „Das dreckige Dutzend“, „Eisstation Zebra“ oder „100 Gewehre“ zu sehen. Als Anfang der 70er Jahre die Blaxploitation-Ära startete, war Jim Brown ebenfalls mit einigen Filmen dabei. Der bekannteste davon ist „Slaughter“, der 1972 von Jack Starrett inszeniert wurde. Hier gibt Brown den Titel gebenden Slaughter, einen ehemaligen Green Beret, der im Knast landet, weil er seinen Vater rächt. Er kommt allerdings frei, um eine Selbstmordmission in Südamerika durchzuführen. Neben Jim Brown spielen auch Stella Stevens, Rip Torn, Cameron Mitchell und Don Gordon mit. Mit „Slaughter“ hat Wicked Vision Media die neue Filmreihe „Black Cinema Collection“ gestartet. Zehn Filme sind hier geplant und zu Slaughter gibt es auch gleich den passenden Sammelschuber gratis dazu.

Ex-Green-Beret Slaughter (Jim Brown) erfährt, dass seine Eltern durch eine Autobombe starben. Der Anschlag geht auf das Konto eines Gangstersyndikats, der Auftraggeber war ein gewisser Rinaldi. Slaughter will Vergeltung, am Flughafen kommt es zu einem Massaker. Doch mit seinem Rachefeldzug stört der Vietnamveteran langjährige Polizeiermittlungen, denn Rinaldi selbst war nur ein kleiner Fisch. Nun muss sich Slaughter mit dem Beamten Price (Cameron Mitchell) zusammentun und ihm helfen, die wahren Schuldigen zu fassen: den Oberboss Felice und dessen rechte Hand Hoffo (Rip Torn). Dazu muss sich Slaughter an Hoffos Freundin Ann (Stella Stevens) heranmachen …

Jim Brown ist bis heute eine Legende des Footballs, als Schauspieler blieb ihm der ganz große Durchbruch verwehrt, dabei brachte er alles mit, was nötig war. In den großen Filmen spielte er allerdings mit Top-Stars und auch die eine oder andere Hauptrolle sprang für ihn hinaus. So auch in „Slaughter“, eine Low-Budget-Produktion, die heute absoluten Kultstatus hat. Blaxploitation-typisch gibt es harte Action, coole Sprüche und noch coolere Typen. Der Song zum Film stammt von Billy Preston und wurde von Quentin Tarantino auch für „Inglorious Basterds“ genutzt. „Slaughter“ ist ein Klassiker, den man sich immer wieder gern ansieht. Der ideale Start für die Reihe Black Cinema Collection. Die Blu-ray und auch die DVD zeigen den Film in sehr guter Bild- und Tonqualität, als Extras gibt es neben dem schicken Schuber ein 24-seitiges Booklet mit einem Essay von Christoph N. Kellerbach, einen Audiokommentar mit Dr. Gerd Naumann und Christopher Klaese, die Featurette „Der Gangszer als stilbewusster Antiheld“, den deutschen Kinovorspann, den Trailer und eine Bildergalerie.

Blu-ray + DVD / 2 Discs / Wicked Vision Media / 92 min / FSK 16