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Spider-Man Heft 2

Mit Spideys Welt spielt verrückt bekommt Spider-Man eine Story, die weniger auf spektakuläre Superheldenposen setzt und stattdessen tief in Peters Psyche eintaucht. Eine unerklärliche, extreme Angst treibt ihn an den Rand des Wahnsinns – und genau daraus zieht das Heft seine größte Stärke: Es zeigt Spider-Man verletzlich, überfordert und menschlich wie selten zuvor. Während Peter versucht, seinen neuen Job und seine Beziehung zu retten, bricht sein gewohntes Gleichgewicht Stück für Stück auseinander.


Die Autorentruppe aus Joe Kelly, Al Ewing und Kevin Smith bringt unterschiedliche Tonlagen ein, die überraschend gut harmonieren. Mal gibt es bissigen Humor und klassische Spidey-Sprüche, dann wieder düstere, beinahe horrorartige Momente, wenn Peters Wahrnehmung zunehmend unsicher wird. Die gnadenlose Spinnenschurkin fungiert dabei weniger als bloße Antagonistin, sondern als Katalysator für Peters inneren Konflikt – eine clevere erzählerische Entscheidung, die dem Heft zusätzliche Spannung verleiht.


Zeichner Pepe Larraz liefert visuell genau das, was diese Geschichte braucht: dynamische Action, verzerrte Perspektiven und intensive Gesichtsausdrücke, die Peters Angst förmlich greifbar machen. Besonders in den psychologisch aufgeladenen Szenen zeigt sich seine Stärke – Panels wirken hektisch und beunruhigend, ohne je unübersichtlich zu werden.


Fazit: 

Ein emotional dichtes Spider-Man-Abenteuer, das Action und psychologischen Druck gekonnt verbindet. Wer eine etwas düsterere, charaktergetriebene Spidey-Story sucht und kein Problem damit hat, Peter Parker am Limit zu sehen, bekommt hier ein intensives und visuell starkes Heft.