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Deadpool/Batman

Es gibt Crossover – und dann gibt es Deadpool/Batman. Schon die Prämisse klingt wie ein wilder Fan-Traum: Wade Wilson nimmt einen Auftrag in Gotham City an, stolpert dabei mitten in Batmans Revier – und natürlich knallt es sofort. Doch statt nur auf Chaos und Gags zu setzen, überrascht das Heft mit einer erstaunlich gut ausbalancierten Mischung aus Humor, Action und Charakterkonflikt.


Autor Zeb Wells versteht es, Deadpools anarchische Energie mit Batmans stoischer Ernsthaftigkeit kollidieren zu lassen, ohne dass einer der beiden zur Karikatur verkommt. Die Dialoge sind bissig, schnell und voller Seitenhiebe – Deadpool testet Batmans Geduld bis aufs Äußerste, während der Dunkle Ritter versucht, den Söldner unter Kontrolle zu halten oder ihn zumindest aus seinen Ermittlungen herauszuhalten. Besonders gelungen sind die Momente, in denen beide widerwillig erkennen, dass sie mehr gemeinsam haben, als ihnen lieb ist: ein kompromissloser Wille und ein ziemlich düsteres Innenleben, das sie nur unterschiedlich verarbeiten.


Visuell liefert Greg Capullo genau das, was man sich von diesem Crossover erhofft: wuchtige Action, dynamische Kampfszenen und ein Gotham, das gleichzeitig düster und stylisch wirkt. Deadpools chaotische Bewegungen stehen in starkem Kontrast zu Batmans präziser Kampfchoreografie – ein visuelles Spiegelbild ihrer Persönlichkeiten. Capullo gelingt es zudem, humorvolle Momente zu inszenieren, ohne die Atmosphäre zu untergraben.


Fazit: 

Ein spaßiges, energiegeladenes Crossover, das nicht nur von seiner absurden Idee lebt, sondern auch von starken Dialogen und spektakulären Bildern. Fans beider Figuren bekommen hier genau das, was sie sich wünschen: bissigen Humor, harte Action und ein Aufeinandertreffen zweier völlig unterschiedlicher Helden, das überraschend gut funktioniert. Wer Lust auf ein unkonventionelles Superhelden-Abenteuer hat, sollte definitiv reinschauen.