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Wer denkt, eine Überwachungskamera habe im Kinderzimmer nichts verloren, hat die Hama TeddyCam noch nicht gesehen. Das kleine Gerät kommt als knuffiger Teddybär verkleidet und fügt sich so nahtlos in die Kinderzimmereinrichtung ein, dass Besucher vermutlich zweimal hinschauen müssen, bevor sie die Kamera überhaupt bemerken. Hama, bekannt als verlässlicher Zubehöranbieter, wagt sich mit diesem Produkt in einen Marktbereich vor, der von klassischen Babyphone-Herstellern dominiert wird – und hat dabei ein erstaunlich rundes Paket geschnürt.


Das Teddybär-Gehäuse ist durchdacht gestaltet: Die Kameralinse sitzt unauffällig im Bärengesicht, Mikrofon und Lautsprecher verschwinden im Plüsch. Weder aus Kinderperspektive noch aus dem Blickwinkel von Besuchern wirkt das Gerät wie eine Überwachungskamera. Der Schwanenhals erlaubt eine stufenlose Ausrichtung und lässt sich etwa am Bettrahmen oder einer Kommode befestigen, ohne Werkzeug oder komplizierte Halterungen zu benötigen. Die Verarbeitung wirkt sehr gut.


Full HD mit 1080p liefert die TeddyCam tatsächlich: Das Livebild auf dem Smartphone ist scharf, farbecht und auch bei Bewegung des Kindes noch ausreichend flüssig. Für den primären Verwendungszweck – einen schlafenden oder spielenden Säugling zu beobachten – reicht die Bildqualität vollkommen aus. Die Infrarot-Nachtsicht überzeugt ebenfalls: Das Bild bleibt auch bei völliger Dunkelheit detailreich genug, um Schlafposition und Atemrhythmus des Kindes beurteilen zu können. Störende Artefakte oder starkes Bildrauschen traten im Test nicht auf.


Die Hama Home-App ist der Dreh- und Angelpunkt der TeddyCam. Die Einrichtung per WLAN gelingt in wenigen Minuten, und das Livebild wird zuverlässig und ohne spürbare Verzögerung übertragen – auch außerhalb des Heimnetzes über mobile Daten. Das Zwei-Wege-Audio funktioniert gut: Die Sprachübertragung in beide Richtungen ist verständlich, auch wenn sie klanglich kein Wunder vollbringt. Push-Benachrichtigungen bei Babyweinen oder Bewegungsmelder-Auslösung kamen im Test zuverlässig und schnell an, wobei sich die Empfindlichkeit beider Sensoren in der App anpassen lässt – sinnvoll, um Fehlalarme zu minimieren.


Besonders positiv fällt der für den Preis ungewöhnlich vollständige Funktionsumfang auf. Das eingebaute Nachtlicht lässt sich per App dimmen und zeitlich programmieren, Schlaflieder und weißes Rauschen sind ebenfalls über die App abrufbar. Der Temperatursensor liefert einen kontinuierlichen Überblick über das Raumklima. Der Micro-SD-Slot für bis zu 128 GB erlaubt lokale Aufzeichnungen ohne Cloud-Zwang, was datenschutzbewussten Familien entgegenkommt. Ein privater Modus deaktiviert die Kamera per App, wenn sie nicht gebraucht wird.

Fazit: Die Hama TeddyCam ist eine der überzeugendsten Babyphone-Alternativen im mittleren Preissegment. Das Teddybär-Design ist kein billiger Marketingtrick, sondern ein echtes Alleinstellungsmerkmal, das den Alltagseinsatz im Kinderzimmer angenehmer macht. Wer auf dezentere Überwachung ohne klassisches Monitor-Babyphone setzt und die Flexibilität des Smartphones schätzt, findet hier für rund 60 Euro ein sehr gut durchdachtes Paket.