Nextgengamersnet
Games,  Movies and more
 
 
 

Im Jahr 1987 entstand unter der Regie von Peter Kahane der DEFA-Film „Vorspiel“. Der Film folgt einigen Jugendlichen und schildert die erste Liebe und die typischen Probleme. In den Hauptrollen sind Hendrik Duryn, Susanne Hoss, Antjs Straßburger, Ahmad Mesgarha und Karin Schröder zu sehen. Die Musik stammt von Tamas Kahane, dem Sohn des Regisseurs. Absolut Medien hat „Vorspiel“ zusammen mit dem Bonusfilm „Tanz auf der Kippe“ auf DVD veröffentlicht.

Vorspiel

Dekorationslehrling Tom gehört zu einer Clique Jugendlicher in einer kleinen Stadt. Während der Anführer Major mit seinem Moped versucht, den Mädchen zu imponieren, träumt Tom von der großen Liebe. Die begegnet ihm plötzlich in Gestalt von Corinna, die mit ihrem Vater, einem Museumsdirektor, aus Berlin zugezogen ist. Tom denkt sich kuriose Dinge aus, um sich bei Corinnas Vater ins rechte Licht zu setzen. Als er von Floh, seiner Freundin seit Kindertagen, hört, dass Corinna Schauspielerin werden will, ist dies plötzlich auch sein Lebenswunsch. Gemeinsam bereiten sie sich auf die Aufnahmeprüfung vor. In einer schwachen Stunde lässt sich Corinna sogar verführen, aber Tom muss die schmerzliche Erfahrung machen, dass sie doch seinen Kumpel Major liebt…

Tanz auf der Kippe

Oktober 1989. Der 17-jährige Schüler Gerat wird auf einer Müllkippe überfallen und sein Gesicht in eine ätzende Lauge gedrückt. Er erblindet. Parallel laufen die Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der DDR über die Fernsehbildschirme. In Rückblenden erfährt der Zuschauer die Hintergründe, die zum Überfall führten. Tanz auf der Kippe erzählt von einem Jungen, der mit den Bedingungen der Zeit nicht zurechtkommt. Gerat möchte sich nicht an gesellschaftliche Normen anpassen, will stets die Wahrheit sagen und erträgt Ungerechtigkeiten nur schwer. Mit Elan und Überzeugung singt er den Blue-Jeans-Song des Edgar Wibeau aus Ulrich Plenzdorfs Theaterstück „Die neuen Leiden des jungen W.“. Gerat handelt ohne Rücksicht auf mögliche persönliche Konsequenzen und stößt mit seinem Verhalten andere vor den Kopf. Verstanden fühlt er sich nur von seiner Lehrerin Claudia, in die er sich verliebt.

„Vorspiel“ ist ein flott inszenierter Film, der die Probleme beim Erwachsenwerden schildert. Sehr gut gespielt, vor allem wenn man bedenkt, dass ein großer Teil der Darsteller Laien waren. Der Film schildert die Jugendzeit als Vorbereitung für all die Kämpfe, die einem im zukünftigen Leben bevorstehen und so ganz Unrecht hat er damit nicht. Beeindruckendes Spätwerk der DEFA. Ich muss allerdings zugeben, dass mich der Bonusfilm „Tanz auf der Kippe“ noch weitaus mehr beeindruckt hat. Der Film wurde 1991 von Jürgen Brauer, der auch das Drehbuch schrieb, für die DEFA inszeniert. Der Film schildert den Kampf um Gerechtigkeit und Wahrheit eines jungen Mannes und die Konsequenzen, die sich daraus ergeben. Unbedingt ansehen.

DVD / Absolut Medien / 92 min / FSK 12