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Verlorene Illusionen

Honoré de Balzac war ein französischer Schriftsteller, der von 1799 bis 1850 lebte. Er gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller des 19. Jahrhunderts und als einer der Begründer des Realismus in der Literatur.
Balzac wurde in Tours geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Er brach sein Jurastudium ab und begann eine Karriere als Schriftsteller. Er schrieb über 100 Romane und Novellen, die in der sogenannten "Comédie humaine" zusammengefasst wurden. Die "Comédie humaine" ist ein umfassendes Werk, das das französische Gesellschaftsleben des 19. Jahrhunderts in all seinen Facetten beschreibt.
Balzac war ein vielbeschäftigter Schriftsteller und arbeitete oft bis zur Erschöpfung. Er starb im Alter von 51 Jahren an Nierenversagen.
Balzacs Werke sind heute noch sehr beliebt und werden in vielen Sprachen gelesen. Er gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller der Weltliteratur. Sein Werk "Verlorene Illusionen" aus den Jahren 1837 bis 1843 wurde 2021 von Xavier Giannoli verfilmt. Cinemien hat den Film auf DVD veröffentlicht.

"Verlorene Illusionen" ist eine filmische Adaption des gleichnamigen Romans von Honoré de Balzac, die das Publikum auf eine faszinierende Reise durch die aufregende, aber auch düstere Welt der Kunst und des Ruhms im 19. Jahrhundert mitnimmt. Regisseur Xavier Giannoli präsentiert ein eindrucksvolles Drama, das die Tragödie von Illusionen und Ambitionen einfühlsam erkundet.

Der Film erzählt die Geschichte von Lucien Chardon, einem jungen Mann aus der Provinz, der seine Heimatstadt verlässt, um in Paris als Schriftsteller Ruhm und Anerkennung zu erlangen. Dabei gerät er in eine Welt von Intrigen, Eitelkeiten und Kompromissen, die die Schattenseiten des Künstlerlebens offenbaren. Der Film fängt die Atmosphäre des 19. Jahrhunderts mit beeindruckender Detailgenauigkeit ein und zeigt die sozialen Hierarchien, politischen Machenschaften und die Kunstszene dieser Zeit.

Die schauspielerische Leistung im Film ist herausragend, insbesondere von Benjamin Voisin, der die Hauptrolle des Lucien Chardon verkörpert. Voisin vermittelt die emotionale Reise des jungen Schriftstellers auf eindrucksvolle Weise, von der anfänglichen Naivität bis zur schmerzhaften Realisierung der Kompromisse, die er eingehen muss, um seine Ziele zu erreichen. Die gesamte Besetzung trägt dazu bei, die Vielschichtigkeit der Charaktere und ihre inneren Konflikte darzustellen.

Die visuelle Gestaltung des Films ist bemerkenswert. Die Kostüme, Kulissen und die allgemeine Ästhetik fangen das Flair des 19. Jahrhunderts perfekt ein. Die sorgfältig ausgewählten Orte vermitteln ein Gefühl von Nostalgie und verankern die Geschichte fest in ihrer historischen Umgebung. Die Kameraarbeit betont die Kontraste zwischen der romantischen Vorstellung von Paris und den rauen Realitäten des Lebens in der Stadt.

"Verlorene Illusionen" untersucht auf tiefgründige Weise Themen wie den Preis des Erfolgs, die Vergänglichkeit von Ruhm und die Opfer, die Künstler oft bringen, um ihre Träume zu verwirklichen. Der Film präsentiert die Kunstwelt als einen Ort, an dem Illusionen oft das Überhand nehmen, während die Wahrheit hinter den glitzernden Fassaden verborgen bleibt. Diese Reflexion über den Widerspruch zwischen der romantischen Vorstellung von Kunst und den tatsächlichen Herausforderungen ist eindringlich und bewegend.

Insgesamt bietet "Verlorene Illusionen" eine anspruchsvolle und eindrucksvolle Darstellung der Suche nach Ruhm und Anerkennung in der Kunstwelt des 19. Jahrhunderts. Mit beeindruckenden schauspielerischen Leistungen, historisch genauer Ausstattung und einer tiefgründigen Erkundung der Themen, ist dieser Film eine Empfehlung für Liebhaber von anspruchsvollem Kino, das sowohl visuell beeindruckt als auch zum Nachdenken anregt. Die DVD zeigt den Film in guter Bild- und Tonqualität, aber bei der Ausstattung der Kulissen und den tollen Kostümen hätte ich mir eine Blu-ray gewünscht. Trotzdem ein großartiger Film, der endlich den Weg ins Heimkino gefunden hat.

DVD / Cinemien / 150 min / FSK 12