Nextgengamersnet
Games, Movies and more


Im Jahr 2013 feierte der erste Film von Regisseur Patrick Roy Beckert, „Breakdown Forest“, seine Premiere. Mit „Tal der Skorpione“ hat er in diesem Jahr im Prinzip den gleichen Film noch einmal abgeliefert, mit ein wenig mehr Aufwand gedreht und mit einigen bekannten Darstellern. So sind hier, neben dem Regisseur selbst, Claude-Oliver Rudolph, Mathieu Carrière, Ralf Richter, Martin Semmelrogge, Elena Carriere, Uwe Fellensiek, Micaela Schäfer, Taynara Silva Wolf und Anouschka Renzi zu sehen. Thomas Kercmar, bekannt aus Klassikern wie „Notgeile Knastjulen zur Unzucht erzogen“ oder „Spiel mir am Glied bis zum Tod“ spielt erneut eine Doppelrolle und fungierte als Produzent. Die im gehobenen Amateurfilmbereich nicht unbekannten Heiko Bender und Jochen Taubert sind ebenfalls dabei. Die Busch Media Group veröffentlicht „Tal der Skorpione“ am 25. Oktober auf Blu-ray und DVD. Zudem wird der Film in einem limitierten Mediabook erhältlich sein.


TAL DER SKORPIONE erzählt von einem gnadenlosen Spiel in der Wildnis, wo kriminelle Psychopathen gegeneinander ums Überleben kämpfen müssen. Urheber dieses Gladiatorenkampfes sind die größenwahnsinnigen Wissenschaftler Gebrüder Ribbeck, die aus den Genen des Siegers einen Übermenschen klonen wollen. Zufällig findet sich auch der Polizist Kamarowski im TAL DER SKORPIONE wieder und ist gezwungen, den Kampf gegen seine bis an die Zähne bewaffneten Kontrahenten aufzunehmen.

Schaut man auf das Plakat, auf die Darstellerriege und liest sich die Ankündigungen durch, erwartet man eine deutsche Version der „Expandables“. Doch was bekommt man bei „Tal der Skorpione“? Nichts. Ich bin wirklich ein Fan von Trash-Filmen aller Art und gewinne selbst den abstrusesten Werken noch gute Seiten ab, aber dieser Streifen hat mich geschafft. Es war kaum bis zum Ende auszuhalten. Die Story ist dämlich, geschenkt, das ist bei Actionfilmen kein Hinderungsgrund. Die Locations beschränken sich auf ein verlassenes Firmengelände, einen Wald und zwei, drei Räume, das wars. Kein Problem, Low Budget halt. Doch wenn man den ersten Dialogen zuhören darf, setzt gleich das Fremdschämen ein, die Darsteller agieren hölzern wie beim Schultheater. Und nicht nur die Laiendarsteller, die ehemaligen „Stars“ spielen nicht viel besser. Geballert wird reichlich und hin und wieder explodiert etwas, aber das war es auch schon. Das hätte man in 70 Minuten erzählen können, aber es wurde noch auf 130 Minuten aufgeblasen. Dann doch lieber einen Film von Jochen Taubert, da sieht man wenigstens einen Hauch von Talent. Davon ist bei Inszenierung, Schnitt und Kamera leider nichts zu entdecken.

Blu-ray / Busch Media Group / 130 min / FSK 18