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„Die Schachnovelle“ schrieb Stefan Zweig im brasilianischen Exil zwischen 1941 und 1942. Es war sein letzten Werk und wurde sein bekanntestes. Bis heute ist das Buch ein Bestseller und gehört in vielen Schulen zum Lehrprogramm. Im Jahr 1960 wurde das Buch von Gerd Oswald verfilmt. Curd Jürgens, Hans-Jörg Felmy und Mario Adorf spielten die Hauptrollen. Im vergangenen Jahr kam dann eine zweite Verfilmung in die Kinos. Inszeniert wurde der Film von Philipp Stölzl, der zuvor Regie bei „Ich war noch niemals in New York“ geführt hatte. In den Hauptrollen sind Oliver Masucci, Birgit Minichmayr, Albrecht Schuch, Moritz von Treuenfels und Rolf Lassgard zu sehen. Studiocanal veröffentlicht „Schachnovelle“ am zehnten März auf Blu-ray und DVD.

Wien, 1938: Österreich wird vom Nazi-Regime besetzt. Kurz bevor der Anwalt Bartok mit seiner Frau Anna in die USA fliehen kann, wird er verhaftet und in das Hotel Metropol, Hauptquartier der Gestapo, gebracht. Als Vermögensverwalter des Adels soll er dem dortigen Gestapo-Leiter Böhm Zugang zu Konten ermöglichen. Da Bartok sich weigert zu kooperieren, kommt er in Isolationshaft. Über Wochen und Monate bleibt Bartok standhaft, verzweifelt jedoch zusehends – bis er durch Zufall an ein Schachbuch gerät.

Ich muss zugeben, in der Schule war ich nicht sonderlich an Literatur interessiert, die meisten Bücher, die wir lesen und interpretieren mussten, fand ich sterbenslangweilig. Eine Ausnahme war „Schachnovelle“ von Stefan Zweig. Die düstere Geschichte faszinierte mich ebenso wie das Schachspiel. Selbst spielen kann ich bis heute nicht, aber die Spiele, vor allem in Filmen, sehr ich unheimlich gern. Auch der Film aus dem Jahr 1960 hat mich begeistert. Und so war ich sehr gespannt auf die neue Adaption von Philipp Stölzl. Und der Regisseur hat großartige Arbeit abgeliefert. Der Film hält sich weitestgehend an die literarische Vorlage, durch die wunderbare Kameraarbeit und die Inszenierung wird zeitweise eine klaustrophobische Atmosphäre geschaffen. Der Film, der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde, hätte in den Kinos durchaus ein größeres Publikum verdient gehabt. Die Blu-ray zeigt den Film in exzellenter Bild- und Tonqualität, als Extras gibt es die Featurettes „Über das Buch“ und „Ein Werk für die Gegenwart“, einen Blick hinter die Kulissen, ein Making-of und den Trailer.


Blu-ray / Studiocanal / 112 min / FSK 12