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Im Jahr 1974 kamen die ersten Playmobil-Figuren auf den Markt, Ritter, Indianer und Bauarbeiter. Mittlerweile gibt es eine unglaubliche Auswahl an Figuren, von denen jedes Jahr 100 Millionen Stück produziert werden. Im Jahr 2015 startete eine Animationsserie im Fernsehen und in diesem Jahr kam „Playmobil – Der Film“ in die Kinos. Die französische Produktion wurde von Lino DiSalvo inszeniert. Zu den Sprechern der deutschen Version gehören Matthias Schweighöfer, Christian Ulmen, Beatrice Egli, Regina Halmich, Ralf Schmitz, Michael Patrick Kelly, Felix Neureuther, Oliver Kalkofe und Wilson Gonzalez Ochsenknecht. Concorde Home Entertainment veröffentlicht „Playmobil – Der Film“ am 27. Dezember auf Blu-ray und DVD.

Nach einem Streit mit seiner Schwester ist der zehnjährige Charlie von Zuhause ausgebüxt und allein in Manhattan unterwegs. Begeistert stößt er dort auf eine Spielzeugmesse, in die er sich hineinschleicht, und entdeckt den Playmobil-Showroom! Das wahre Paradies – hier sieht alles so aus wie bei ihm zuhause, nur in riesengroß. All seine Lieblingswelten sind hier aufgebaut! Seine Schwester Marla hat Charlie unterdessen über sein Handy orten können und will ihn nach Hause bringen.
Doch dieser Ort hat Magie – das merken die beiden, als im Gerangel der Geschwister Charlies Schlüsselanhänger mit dem Playmobil-Wikinger in der Spielwelt landet. Dabei löst er einen geheimnisvollen  Mechanismus aus: Der Leuchtturm sendet ein Lichtsignal, alle Playmobil-Figuren beginnen plötzlich zu schweben und drehen sich in einem Strudel in der Luft. Charlie greift spontan nach dem Wikinger. Keine gute Idee, denn Marla und er werden vom Strahl eingesogen ... und landen, verwandelt in Playmobil-Figuren, in der Spielzeugwelt! Marla sieht als Playmobilfrau – fast – unverändert aus, Charlie jedoch hat zwar seine Kinderstimme behalten, aber die Gestalt eines mächtigen Wikingers angenommen…!
Die Wiese an der Küste mit Berglandschaft im Hintergrund, auf der sie gelandet sind, wirkt im ersten Moment ganz idyllisch. Doch schon im nächsten Moment stürmt im wahrsten Sinne des Wortes ein Problem auf sie zu: Sie sind genau zwischen die Fronten eines Kampfes verfeindeter Wikingerstämmen geraten. Wie sich herausstellt, hat Charlie als Wikinger unerwartete Bärenkräfte, gegen die seine Gegner im Kampf keine Chance haben. Schwer beeindruckt bietet der Wikingerhäuptling den Geschwistern an, sich seinen Männern  anzuschließen.
Marla will so schnell wie möglich wieder nach Hause, aber für Charlie kann es nichts Schöneres geben: „Es ist großartig hier!“, ruft er, als er auf das Wikingerschiff steigt. Doch leider springt er im Siegesjubel auf ein Katapult und schießt sich selbst weg – genau in Richtung der Piraten, die sich über ihren Fang freuen, Charlie kurzerhand in ihren Pferdekarren sperren und losdüsen.
Es folgt ein unvergessliches Abenteuer, bei dem Marla alles geben muss, um ihren Bruder wiederzufinden und aus den Fängen der Piraten und des unberechenbaren römischen Kaisers Maximus zu befreien. Sie trifft auf schräge Typen wie den immer gut gelaunten Foodtruck-Besitzer Del und den charmanten Geheimagenten Rex Dasher, besteht eine wilde Verfolgungsjagd auf einem Pferd quer über die Autobahn und erfährt von fragwürdigen Geschäften um Gold und magisches Heu. Der eingesperrte Charlie hingegen freundet sich mit einem Steinzeitmensch, einer Amazone, einem Piratenkapitän und einem außerirdischen Wesen an – eine bunt zusammengewürfelte, muntere Truppe, die sich in der Arena des durchgeknallten Kaisers Maximus alles und allem stellen wird!
Ob im Wilden Westen, im antiken Rom oder bei den Wikingern – Marla und Charlie zeigen, dass die beiden Geschwister nichts auf der Welt trennen kann. Auch nicht im aufregenden Playmobil Universum!

Als Kind habe ich bereits Mitte der 70er Jahre mit den Figuren von Playmobil gespielt, ich kann mich noch gut an die Bauarbeiter mitsamt LKW erinnern. Um so gespannter war ich auf den Film, schließlich konnte ja auch schon der Legofilm begeistern. Allerdings hat mich „Playmobil – Der Film“ doch ein wenig enttäuscht. Der Humor ist ganz auf die jüngsten Zuschauer zugeschnitten, die Geschichte wirkt, als wenn man nur möglichst viele Spielzeuge bewerben wollte, auch wenn sie nicht in den Film passen. Und während der Großteil der Synchronisation in Ordnung ist, sind einige Stimmen völlig unpassend. Hier wäre sicher deutlich mehr drin gewesen, schade. Die Blu-ray zeigt den Film in sehr guter Bild- und Tonqualität, als Extras gibt es Interviews, ein Making-of der Animationen, ein weiteres über die Live-Action, B-Rill und weitere Featurettes.

Blu-ray / Concorce Home Entertainment / 100 min / FSK 0