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Der deutsche Schauspieler Conrad Veidt stand von 1915 bis 1943 vor der Kamera, zunächst in Deutschland, später in Großbritannien und schließlich in Hollywood. Dabei war er immer wieder in bahnbrechenden Rollen zu sehen. Im Jahr 1919 spielte er in „Die Prostitution“ einen homosexuellen Geiger, es war das erste Mal, das das Thema in einem Film dargestellt wurde und löste einen Skandal aus. Zum Star wurde er ein Jahr später durch seine Rolle in „Das Cabinet des Dr. Caligari“. Weitere bekannte Titel in seiner langen Vita sind „Lucrezia Borga“, „Der Mann, der lacht“, „Der Dieb von Bagdad“ und „Casablanca“. Im Jahr 1924 spielte er die Hauptrolle in dem SF-Horrorfilm „Orlac's Hände“. Der Film basiert auf dem Buch von Maurice Renard und ist einer der ersten, der sich mit dem Thema Tranplantation beschäftigt. Inszeniert wurde der Film von Robert Wiene. Neben Conrad Veidt spielen auch Alexandra Sorina, Dritz Kortner, Carmen Cartellieri, Fritz Strassny und Pail Askonas mit. Absolut Medien hat „Orlac's Hände“ auf Blu-ray und DVD veröffentlicht.


Bei einem Zugunglück verliert der Konzertpianist Paul Orlac beide Hände. Um ihm das Klavierspielen weiter zu ermöglichen, transplantiert man ihm die Gliedmaßen des soeben hingerichteten Raubmörders Vasseur. Operation und Heilung verlaufen reibungslos, doch als Orlac erfährt, dass er „Mörderhände“ trägt, quält ihn die Vorstellung, unter dem Einfluss des Verbrechers zu stehen. Als schließlich sein Vater tot aufgefunden wird – erstochen mit einem Dolch, der Vasseurs Fingerabdru?cke aufweist – droht Orlac, wahnsinnig zu werden… Erst als der Mord als die Tat eines Verbrechers aufgeklärt wird, der für den Mord an Orlacs Vater ebenso verantwortlich ist wie für die Tat, wegen der Vasseur hingerichtet wurde, ist Orlac erlöst.

„Orlac's Hände“ könnte man durchaus als Arthaus-Horror bezeichnen. Der Filme ist ein echter Genre-Klassiker, in dem Conrad Veidt einmal mehr meisterhaft aufspielt. Und auch heute noch überzeigt der Stummfilm mehr als seine vier Remakes, die im Laufe der Jahrzehnte entstanden sind. Die restaurierte Fassung des Films, die auf der Blu-ray enthalten ist, wurde mit neuer Musik des deutschen Komponisten Johannes Kalitze versehen, die die düstere Atmosphäre des Films noch einmal deutlich verstärkt. Die Blu-ray zeigt den Film in beeindruckender Bild- und Tonqualität. Sicher, Stummfilme haben es heute nicht mehr leicht, aber diesen Klassiker möchte ich euch unbedingt ans Herz legen, denn der Film lohnt sich wirklich.

Blu-ray / Absolut Medien / 95 min / Info Programm