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Vor vier Jahren starb er amerikanische Schauspieler, Komiker, Sänger, Produzent, Drehbuchautor und Regisseur Jerry Lewis. Unvergessen bleiben seine Filme, viele davon gemeinsam mit Dean Martin. Aber nicht nur in den Komödien war er zu sehen, auch ernstere Geschichten spielte er herausragend. Paramount Pictures hat dem Ausnahme-Talent eine DVD-Box gewidmet, die sechzehn seiner besten Filme enthält.

Der Tollpatsch (1953)

Wenn das Team Martin und Lewis auf dem Golfplatz am Abschlag ist, kann man nur in Deckung gehen! Hier drehen sie ihre Ulk-Runden und liefern damit die ultimative sportliche Herausforderung fürs Zwerchfell! Es sieht so aus, als hätte Harvey Miller, Jr. (Jerry Lewis) das Talent seines Vaters, seines Zeichens Profi-Golfer, geerbt. Allerdings hat er ein ziemliches Handicap: Wenn Publikum in seiner Nähe ist, verwandelt er sich in einen linkischen Tollpatsch und trifft keinen Ball. Im Gegensatz zum selbstbewussten Bruder seiner Freundin: Joe Anthony (Dean Martin) weiß, was er tut – mit den Golfschlägern und mit den Mädchen. Harvey wird sein Caddy und coacht ihn für die Endausscheidung eines großen Profi-Turniers. Während Joe sich in die schöne Leiterin des Golfclubs, Kathy Taylor (Donna Reed), verliebt und elegant den Schläger schwingt, gerät Quatschkönig Harvey wie üblich ins Schussfeld. Das Comedy-Star-Team präsentiert sich in Höchstform und wird nur noch vom Oscar-nominierten Superhit „That’s Amore“ getoppt!

Man ist niemals zu jung (1955)

Der tapsige Friseurlehrling Wilbur Hoolick (Jerry Lewis) verkleidet sich wegen des günstigeren Zugtickets als 11-Jähriger. Was er nicht weiß: Ihm ist ein wertvoller Diamant zugesteckt worden. Und jetzt ist ihm Noonan, der berüchtigte Dieb, auf den Fersen. Auf der Flucht vor dem Schaffner landet Wilbur im Abteil der schönen Nancy Collins (Diana Lynn). Sie reist zusammen mit ihrem Verlobten Bob Miles (Dean Martin) – beide Lehrer an einer Mädchenschule. Als Gretchen (Nina Foch), die in Bob verknallt ist, auftaucht und Wilbur bei Nancy entdeckt, muss er seine Rolle weiterspielen, um Nancys Ruf nicht zu schaden. Das Chaos am Internat ist perfekt: 200 Schülerinnen wollen ein Date mit Wilbur gewinnen, der Juwelendieb will ihn kidnappen und Kriminalbeamte wollen Noonan schnappen. Der Showdown mit Jerry Lewis auf Wasserskiern ist so rasend komisch wie der gesamte Klamauk.

Der Agentenschreck (1955)

Dean Martin und Jerry Lewis haben den Blues, gehen aufs Ganze und stellen die Stadt auf den Kopf – dieser VistaVision®-Klassiker ist voller Gesang, Tanz, Gags und bezaubern der Frauen. Rick Todd (Martin) versucht sich als Maler in New York über Wasser zu halten. Doch dank seines wackeren, schusseligen Freundes, des Schriftstellers Eugene (Lewis), gelingt es den beiden, einen farbenfrohen Volltreffer in der Welt der Comics zu landen. Eugene erlebt in seinen Träumen Geschichten von Superhelden, die Rick aufschreibt und illustriert. Und über Nacht werden die beiden zur Sensation! Unglücklicherweise erregen sie nicht nur die Aufmerksamkeit von mehreren Leinwandschönheiten (Shirley MacLaine, Dorothy Malone, Eva Gabor und Anita Ekberg), sondern ebenso die des US Secret Service und einer Gruppe russischer Spione! Ein wahres Meisterwerk in der hohen Kunst der Komödie, das in keiner Sammlung fehlen darf!

Alles um Anita (1956)

Steve Wiley, ein New Yorker Kleinganove, und der Filmnarr Malcolm Smith gewinnen ein Auto und machen sich gemeinsam auf den Weg nach Hollywood: Der eine, um sein Idol Anita Ekberg zu sehen, der andere, um bei nächstbester Gelegenheit den Wagen zu stehlen. Kein Wunder, dass die Fahrt mehr als turbulent wird – bis der Klamauk des Ulk-Duos ein überraschendes Ende findet. Zum Brüllen komisch!

Wo Männer noch Männer sind (1956)

Der Wilde Westen spielt total verrückt in dieser aberwitzigen Western-Parodie! Das ultimative Spaß-Duo macht sich auf den staubigen Weg in die Weite der Prärie – und egal, ob sie Rinder einfangen, die schönen Ladies mit ihren Schnulzen umgarnen oder sich mit der Gangsterbande vor Ort anlegen: Dean Martin und Jerry Lewis sind auf dem Höhepunkt ihrer Westernkomödien-Karriere. Die Söhne zweier Rancher-Pioniere, Slim Mosely (Martin) und Wade Kingsley (Lewis) sind in ganz unterschiedlichen Welten aufgewachsen. Als Slim seine Ranch an gierige Großgrundbesitzer zu verlieren droht, brechen er und der millionenschwere Wade von Manhattan aus in den Westen auf. Einmal angekommen verwandelt sich der alberne Großstädter schnell in einen waschechten Cowboy und gemeinsam räumen die beiden Partner das Städtchen auf – in ganz klassischer und urkomischer Western-Manier.

Der Babysitter (1958)

Wenn sich drei Säuglinge auf einen trotteligen Babysitter – der eigentlich Fernsehelektriker ist – verlassen müssen, bedeutet dies: blödeln, Spaß und Lachen hoch drei! Egal ob Windeln gewechselt, Fläschchen erwärmt oder Schlaflieder gesungen werden – mit diesem Babysitter endet garantiert alles in einer Katastrophe. Kein Wunder, denn er wird vom unvergleichlichen Jerry Lewis gespielt. In Der Babysitter treibt Lewis als der unbeholfene Clayton Poole die Clownerien auf die Spitze. Seine große Liebe aus der Schulzeit (Marilyn Maxwell) ist mittlerweile Schauspielerin in Hollywood und soll die Hauptrolle in einem Film übernehmen. In ihrer Verzweiflung bittet die junge Witwe Poole, auf ihre Kinder aufzupassen. Der „König der Komödie“ wird das Kind schon schaukeln...

Geisha Boy (1958)

Abrakadabra! Der Große Wooley und Harry, sein Partner mit den Löffelohren, wollen ihr Publikum, die amerikanischen Truppen in Japan und Korea, mit magischen Kunststücken begeistern. Harry arbeitet für Karotten, doch der arme Wooley muss für Kleingeld arbeiten. Aber selbst dafür zeigt er seine Fingerfertigkeit zur Genüge und die Lacher kommen ebenfalls nicht zu kurz, denn er wird von Jerry Lewis, dem "König der Komödie" gespielt. In Geisha-Boy kombiniert Jerry Lewis seine zum Markenzeichen gewordenen Possen mit einer bewegenden Geschichte: Ein japanischer Waisenjunge wird durch den Humor und die Fürsorge des Magiers aus seiner Isolation gelockt. Neben den Los Angeles Dodgers präsentiert dieser Film auch das Filmdebüt von Suzanne Pleshette.

Aschenblödel (1959)

In einer überdrehten Komödienversion des zeitlosen Märchenklassikers spielt der unbändige Jerry Lewis das männliche Aschenblödel namens Fella. Fella ist ein fleißiger, gutmütiger Kerl, der von seiner bösen Stiefmutter (Judith Anderson) und seinen beiden ungehobelten Stiefbrüdern (Henry Silva, Robert Hutton) schikaniert wird. Doch Wunder gibt es immer wieder – besonders wenn der einmalige Ed Wynn als männliche gute Fee agiert! Mit einer Portion Zauberei und Magie gelingt es dem exzentrischen Wynn, den schwerfälligen Fella in einen vorzeigbaren, attraktiven Jung gesellen zu verwandeln – bereit dafür, das Herz einer passenden Märchenprinzessin zu erobern. Ein köstlicher Komödienspaß mit Anna Maria Alberghetti in einer weiteren Hauptrolle.

Hallo Page (1960)

Jerry Lewis’ schrilles Regiedebüt ist ein ausgelassener Slapstickhit! Der tollpatschige, gestikulierende Hotelpage Stanley (Lewis) entfesselt im noblen Hotel Fontainebleau in Miami Beach das totale Chaos. Während die Urlauber kommen und gehen, kämpft Stanley täglich mit neuen Katastrophen. Schwierige Gäste, verlegte Zimmerschlüssel und falsch verbundene Anrufe führen unausweichlich zu irrwitzigem Durcheinander. Absolute Highlights in der atemberaubenden Groteske: Stanleys desaströse Zusammenstöße mit Milton Berle … und dem Entertainer Jerry Lewis!

Zu heiß gebadet (1961)

Jetzt bekommen Don Juan und Casanova Konkurrenz – von keinem Geringeren als Herbert H. Heebert (Jerry Lewis)! Nachdem sein Mädchen ihm den Laufpass gegeben hat, ist Herbert total deprimiert. Er ist fest entschlossen, künftig allen amourösen Verstrickungen aus dem Weg zu gehen und überzeugter Junggeselle zu bleiben. Doch dann tritt er seine neue Stelle an: in Hollywood, in einer Pension für Schauspielerinnen. Dort sind die weiblichen Gäste ganz verrückt nach der neuen Hilfskraft! Und so wandelt sich der Unglücksrabe Herbert vom „Mädchen für alles“ zu einem echten Ladykiller…

Der Bürotrottel (1961)

Starkomiker Jerry Lewis in Hochform: Als Botenjunge eines Filmstudios stolpert die Lach bombe vom Dienst von einer Katastrophe in die andere! Der Präsident der Paramutual Studios heuert Morty S. Tashman (Lewis) an, damit er als Bürobote seine Kollegen ausspioniert. Über alle dunklen Machenschaften soll der Spitzel seinem Boss sofort Bericht erstatten. Doch der größte Übeltäter ist der Tollpatsch selbst! Kein Platz auf dem Studiogelände ist vor dem Ein-Mann-Abrissunternehmen sicher. Morty hinterlässt eine Spur der Verwüstung in Aufnahmestudios, Büros und Produktionsräumen und stürzt das Unternehmen ins totale Chaos. Licht … Kamera ab … Katastrophe!

Der verrückte Professor (1963)

Mit dieser turbulenten Slapstickkomödie, in der er nicht nur die Hauptrolle spielte, sondern auch Regie führte und am Drehbuch mitarbeitete, setzte Jerry Lewis neue Maßstäbe für das ganze Genre. Lewis ist Dr. Julius Kelp, ein kurz sichtiger, unansehnlicher Chemielehrer, von der Damenwelt ignoriert und von seinen Schülern und Kollegen verspottet. Doch eines Tages braut er einen magischen Trank zusammen, der ihn in einen erfahrenen, gutaussehenden Herzensbrecher verwandelt: den selbstsicheren, lockeren „Buddy Love“. Aber die ständigen Verwandlungen bringen den tollpatschigen Professor im Handumdrehen in größte Schwierigkeiten – denn die Studentin, die er heimlich verehrt, ist ausgerechnet dem eingebildeten, leichtfertigen Buddy verfallen.

Der Tölpel vom Dienst (1964)

Armer Jerome Littlefield (Jerry Lewis). Er wäre so gerne ein Arzt – aber für einen zart besaiteten Menschen ist das leider nicht die optimale Berufswahl. Also begnügt er sich mit einer Stelle als Krankenpfleger im Whitestone Sanatorium, eine Entscheidung, die garantiert für Lachkrämpfe sorgt. Sammy Davis Jr. gibt mit seiner Interpretation des Titelsongs den Auftakt, während der unbeholfene Jerome, ein wandelndes Desaster, jedes Mal für Chaos sorgt, sobald er seine helfende Hand ausstreckt. Er verschlimmert die Traumata seiner Patienten und sorgt für eine wilde Verfolgungsjagd mit Krankenwagen – eine gesunde Dosis Jerry Lewis ist das perfekte Rezept gegen die kleinen täglichen Sorgen.

Die Heulboje (1964)

Wenn ein beliebter Entertainer überraschend ums Leben kommt … sind seine schockierten Geschäftspartner nur damit beschäftigt, schnellstmöglich einen Ersatz für ihren Star zu finden. Ein möglicher Nachfolger wäre Stanley Belt (Jerry Lewis), ein schüchterner Hotelangestellter. Seinem grauen Alltag entrissen, sieht Stanley sich plötzlich herausgeputzt für eine Karriere im Rampenlicht. Er hat zwar überhaupt kein Talent fürs Showbusiness, aber das hält Stanleys neue Gönner nicht von ihren Plänen ab: Sie sind wild entschlossen, ihn in einen Musical-Superstar zu verwandeln! Eine rasante Komödie mit herausragender Besetzung: Everett Sloane, Phil Harris, Keenan Wynn, Ed Wynn, Peter Lorre, John Carradine, Hans Conried, Nancy Kulp, Richard Deacon, Scatman Crothers, Rhonda Fleming, George Raft und Mel Tormé sind in Nebenrollen zu sehen.

Das Familienjuwel (1965)

Ein kleines reiches Mädchen (Donna Butterworth) wird plötzlich zur einsamen Waise. Einer ihrer sechs schrulligen Onkel – alle gespielt von Jerry Lewis – soll zu ihrem Vormund ernannt werden. Um zu entscheiden, welcher Onkel der ideale Kandidat ist, stattet die neun Jahre alte Erbin jedem einen Besuch ab. Doch die Wahl wird nicht leicht – nur einer der Männer meint es ehrlich, die anderen haben es lediglich auf die 30-Millionen-Dollar-Erbschaft abgesehen! Ein echtes Komödienjuwel mit Sebastian Cabot in einer weiteren Hauptrolle.

Boeing-Boeing (1965)

Auslandskorrespondent Bernard Lawrence (Tony Curtis) hat ein großes Apartment in Paris und ein hektisches Liebesleben: Er ist gleich mit drei Flugbegleiterinnen liiert, die nichts voneinander ahnen. Sorgfältigst überwacht er deren Flugpläne, um sie voneinander fernzuhalten – unterstützt von der unersetzlichen wie unverblümten Haushälterin Bertha (Thelma Ritter). Es kommt, wie es kommen muss: Die Flugpläne ändern sich. Zu allem Überfluss wird auch noch Zeitungskollege Robert Reed (Jerry Lewis) nach Paris versetzt und möchte im 3fach-Liebesnest mitmischen. Also wirbeln sie gemeinsam durch die Wohnung und versuchen, ein Aufeinandertreffen der Damen zu verhindern. Bis genau dieser Katastrophenfall eintritt und den beiden Junggesellen nichts anderes übrigbleibt, als in fliegender Eile die Flucht zu ergreifen.

Ich hatte ja schon einige Jerry Lewis Filmboxen in den Händen, aber zumeist beinhalteten diese nur die ganz alten, eher unbekannten Streifen, die er am Anfang seiner Karriere drehte. Das ist hier nicht der Fall. Die Box von Paramount Pictures enthält die wohl sechzehn bekanntesten Filme von Jerry Lewis. Mein persönliches Highlight ist auch einer meiner Lieblingsfilme, „Der verrückte Professor“, ein Film, wie auch noch einige andere in dieser Box, den man sich einfach immer wieder ansehen kann. Der Humor ist einfach zeitlos. Wer noch ein passendes Weihnachtsgeschenk für Filmfreunde sucht, ist mit dieser Box bestens bedient, zu einem günstigen Preis gibt es hier ein echtes Gag-Gewitter. Neben den 16 Filmen in sehr guter Bild- und Tonqualität gibt es noch rund neunzig Minuten Bonusmaterial.

DVD / 16 Discs / Paramount Pictures / 1287 min / FSK 12