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Noch ganz frisch in der Krimi-Landschaft ist die ZDF-Reihe „Jenseits der Spree“, die erste Folge wurde im vergangenen September ausgestrahlt. Bislang wurde vier einstündige Episoden produziert. Die Reihe dreht sich um den ehemaligen Kommissar Robert Heffler, der sich nach Köpenick hat versetzen lassen, um dort als Disponent zu arbeiten, zum Schutz seiner Familie. Als ein Fall nach erfahrenen Ermittlern schreit, unterstützt er die neue Kollegin Kay. In den Hauptrollen sind Jürgen Vogel, Seyneb Saleh, Elisabeth Baulitz, Oleg Tikhomirov und Lea Zoe Voss zu sehen. Studio Hamburg Enterprises hat eine DVD mit den ersten beiden Episoden veröffentlicht.

Blutsbande

Robert Heffler ist alleinerziehender Vater dreier Töchter und hat sich zum Schutz seines Familienlebens vor drei Jahren nach Berlin-Köpenick als Disponent versetzen lassen. Kay Freund ist jung, risikobereit, Workaholic und ganz neu in diesem Kommissariat. Der erste Fall für das Duo beginnt, als ein unbekannter Toter in der Spree gefunden wird: betäubt, erschlagen und ins Wasser geworfen. Aus Personalmangel wendet sich Dezernatsleiterin Katharina Koblinski verzweifelt an den ehemaligen Kriminalhauptkommissar Robert Heffler. Sie bittet ihn, die neue Kollegin Kay Freund zu unterstützen. Notgedrungen sagt er zu – ohne das Wissen seiner Töchter.

Tunnelblick

Die junge Mutter Nihal Alev wird tot im Köpenicker Spreetunnel aufgefunden. Schnell fällt der Verdacht auf Alevs Ex-Mann Devran, mit dem sie immer wieder in Streit geraten ist. Der beteuert aber seine Unschuld und kümmert sich sofort um die gemeinsame Tochter Mara. Den Verdacht geäußert hatte Nachbarin Annika Zander, Leiterin einer Selbsthilfegruppe für Opfer häuslicher Gewalt. Nihal war Angestellte im Bezirksamt Köpenick und hatte erst vor Kurzem Annika Zanders Fördermittel gestrichen. Dann steht Devran plötzlich im Kommissariat und bittet um Hilfe. Die kleine Mara zeichnet mysteriöse Bilder von einem bedrohlichen Mann. Als Heffler und Freund herausfinden, wer der Mann auf den Bildern ist, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Zwei spannende Fälle, zwei völlig unterschiedliche Ermittler und noch einige Luft nach oben, so lässt sich treffend beschreiben, was die ersten beiden Folgen von „Jenseits der Spree“ zu bieten haben. Die beiden Hauptdarsteller haben mir gefallen und auch die Geschichten sind durchaus fesselnd. Allerdings sollte bei den Figuren ein wenig mehr Wert auf die Individualität gelegt werden, beide wirken austauschbar, als könnten sie auch aus jedem anderen Krimi stammen. Aber es ist erst der Anfang, um so gespannter bin ich schon auf die nächsten zwei Folgen, die bereits in den Startlöchern stehen.

DVD / Studio Hamburg Enterprises / 120 min / FSK 12