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Im vergangenen Monat wurde die TV-Serie „Die verlosene Tochter“ im ZDF ausgestrahlt. Inszeniert wurde der Sechsteiler von Kai Wessel, das Drehbuch stammt von Christian Jeltsch. Die Serie dreht sich um eine Brauerei-Familie, bei der plötzlich die seit zehn Jahren vermisste Tochter wieder auftaucht. In den Hauptrollen sind Christian Berkel, Henriette Confurius, Claudia Michelsen, Hildegard Schmahl und Una Lir zu sehen. Edel:Motion veröffentlicht die Serie am vierzehnten Februar auf DVD.

Zehn Jahre, nachdem die 16-jährige Isa von Gems (Henriette Confurius), Tochter einer Brauerei-Dynastie, nach einem Sommerfest des örtlichen Gymnasiums spurlos verschwand, taucht sie wie aus dem Nichts wieder in ihrem kleinen Heimatort Lotheim auf. Nicht nur Isas Familie und Freunde waren nach ihrem Verschwinden am Boden zerstört, jeder im Ort zeigte sich zutiefst erschüttert von der Tragödie, denn es gab keinen Abschiedsbrief, keine Lösegeldforderung, keinen Unfall oder einen Leichenfund. Doch alle mussten sich irgendwann mit dem Verlust arrangieren…

Bei Patriarch Heinrich von Gems (Christian Berkel) reißt die Nachricht von der Rückkehr seiner Tochter alte Wunden auf. Ausgerechnet jetzt, wo sein Sohn Philip (Rick Okon) Nachwuchs bekommen hat und diese neue Generation helfen soll, die traurige Vergangenheit hinter sich zu lassen, soll erneut alles in Frage gestellt werden? Sigrid von Gems (Claudia Michelsen) macht sich indes Hoffnungen, dass alles wieder so werden kann wie früher, verheimlicht jedoch, dass sie womöglich selbst Mitschuld am Verschwinden der Tochter haben könnte. Nun ist die totgeglaubte Isa also wieder da, doch es fehlen ihr jegliche Erinnerungen an das, was passiert ist. Leidet sie tatsächlich an Amnesie, oder ist alles nur inszeniert? Und war sie wirklich der Engel, als der sie in den letzten Jahren galt? Denn nicht jeder in Lotheim ist froh über Isas Rückkehr – dies wird klar, als ihr jemand nach dem Leben trachtet. Ex-Kommissar Peter Wolff (Götz Schubert), der einst die Ermittlungen leitete und nun im Sicherheitsdienst der Brauerei arbeitet, will die Hintergründe nun endlich aufklären. Lore von Gems (Hildegard Schmahl) finanziert Wolff eine Reise nach Frankreich, denn er glaubt, dass Isa dort gewesen sein muss. Unterdessen kommen bei Wolffs Sohn Robert (Max von der Groeben) alte Gefühle für Isa hoch, nichtsahnend, dass seine Frau Jenny (Nina Gummich), Isas ehemalige Schulfreundin, dies schon längst erkannt hat und einen eigenen Plan verfolgt. Als Isas Erinnerung allmählich zurückkehrt, wird ihr klar, was damals wirklich geschehen ist. Sie konfrontiert ihre Familie damit und setzt eine tragische Kettenreaktion in Gang.

Episodenliste:

1. Geister
2. Zweifel
3. Lügen
4. Das Irrenhaus, das man Familie nennt
5. Die Wahrheit und nichts...
6. Scherbenhaufen

Angesehen habe ich mir die Serie „Die verlorene Tochter“ zunächst nur, weil Christian Berkel eine Hauptrolle spielt und von dem deutschen Schauspieler bin ich schon seit vielen Jahren begeistert. Aber die Geschichte der Serie zieht einen ganz schnell in den Bann und lässt einen bis zum Ende der letzten Folge nicht mehr los. Unglaublich spannend inszeniert und großartig gespielt. Richtig gut und kraftvoll spielt auch Henriette Konfurius in der Rolle der Isa. Ohne Zweifel eine der besten Mini-Serien aus deutschen Landen, die ich bisher sehen durfte. Kann ich nur weiterempfehlen. Die zwei DVDs zeigen die sechs Folgen in sehr guter Bild- und Tonqualität.

DVD / 2 Discs / Edel:Motion / 270 min / FSK 12