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Sehr frei nach Edgar Allan Poe entstand 1972 der mexikanische Horrorfilm „Die Villa des Wahnsinns“. Inszeniert wurde der Film von Juan Lopez Moctezuma. Der gab hier sein Debüt und lieferte fünf Jahre später mit „Alucarda“ einen Kultfilm ab. Die Surreal-Künstlerin Leonora Carrington war für Sets und Kostüme zuständig. SchröderMedia hat „Die Villa des Wahnsinns“ in einer auf 500 Stück limitierten Auflage auf DVD veröffentlicht.

Irgendwann im 18. Jahrhundert beabsichtigt der Journalist LeBlanc über die psychiatrische Anstalt des Dr. Maillard zu berichten. Dort angekommen muss LeBlanc feststellen, dass die Zustände in seinem Irrenhaus höchst merkwürdig sind. Die Patienten scheinen völlig freie Hand zu haben und gehen ungehindert ihren Psychosen nach, arbeiten an seltsamen Apparaturen oder finden sich zu grotesken Gelagen ein. Als LeBlanc klar wird, dass die Wahnsinnigen längst das Kommando in der Anstalt übernommen haben, ist er bereits ein Gefangener in der Villa des Schreckens.

Ein in Mexiko in englischer Sprache gedrehter Film über Frankreich im 18. Jahrhundert, das allein ist schon etwas kurios. Wenn dann noch eine surreale Künstlerin die Sets und Kostüme erstellt und ihre künstlerischen Visionen weiteren Einfluss nehmen, dann kommt etwas ganz besonderes dabei heraus. „Die Villa des Wahnsinns“ ist ein Film, den man sich nicht einfach anschauen kann, sondern auf den man sich einlassen muss, um die melancholische Stimmung aufzunehmen. Nicht nur optisch ein äußerst beeindruckender Film. Ganz klare Kaufempfehlung.

DVD / SchröderMedia / 82 min / FSK 18