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Nastassja Kinski stand erstmals 1975 vor der Kamera, unter der Regie von Wim Wenders. Ihre zweite Rolle ein Jahr später spielte sie mit vierzehn Jahren dann gleich in englischer Sprache. Der Titel der britisch-deutschen Koproduktion der Hammer-Studios war „Die Braut des Satans“. Inszeniert wurde der Film von Peter Sykes, der zuvor für das Studio schon bei „Dämonen der Seele“ Regie führte. Neben Nastassja Kinski spielen auch Richard Widmark, Christopher Lee, Honor Blackman, Denholm Elliott und Michael Goodliffe mit. Anolis Film hat „Die Braut des Satans“ als Blu-ray sowie als Mediabook mit zwei Motiven veröffentlicht.


Catherine ist eine junge Novizin und fest in ihrem Glauben verankert. Und so bekommt sie nicht mit, dass das Oberhaupt ihrer Kirche, der diabolische Pater Michael Rayner in Wirklichkeit der Anführer einer Satans-Sekte ist, die ganz besondere Pläne für das junge Mädchen hat. Catherine Vater Henry Beddows bittet den Schriftsteller und Okkultismus-Experten John Verney um Hilfe. Gemeinsam nehmen sie den Kampf mit dem telepathisch veranlagten Rayner und seinen Vasallen auf.

Dracula, Frankenstein, die Mumie, lebende Tote oder Wolfsmenschen, die Hammer-Studios waren bekannt für ihre Horrorfilme und deren Figuren. Auch mit „Die Braut des Satans“ landete man einen Erfolg, nur kam auf Grund der Koproduktion kaum etwas von den Gewinnen bei Hammer an und so geriet das Studio ins Wanken, der nächste Film entstand erst 1979 und trieb die Firma endgültig in den Konkurs. Die Kritiken zu „Die Braut des Satans“ waren damals vernichtend. Und das kann man aus heutiger Sicht durchaus nachvollziehen. Die typische Hammer-Atmosphäre kommt nicht auf, die Geschichte ist wirr erzählt und das Finale ist eigentlich keins und im wahrsten Sinne des Wortes nach einem Steinwurf beendet. Trotzdem ein bemerkenswerter Film. Und das liegt nicht nur an den vielen bekannten Stars im Film, sondern auch an der Tatsache, dass eine vierzehnjährige Nastassja Kinski eine Nackt- sowie eine Sexszene im Film hat. Das wäre heute undenkbar, zumindest in Deutschland. An der Umsetzung durch Anolis gibt es freilich nichts auszusetzen. Die Blu-ray zeigt den Film in sehr guter Bild- und Tonqualität. Als Extras gibt es einen Audiokommentar von Dr. Rolf Giesen, Uwe Sommerlad und Volker Kronz, die Doku „Dark Arts: Inside „To The Devil...A Daughter““, die Super-8-Fassung, amerikanische Radiospots, amerikanisches Presseheft, deutscher Werberatschlag und eine Bildergalerie. Die Mediabooks kommen zudem mit einem 28-seitigen Booklet von Dr. Rolf Giesen und Uwe Sommerlad daher.

Blu-ray / Anolis Film / 93 min / FSK 16