Nextgengamersnet
Games,  Movies and more


Nach Tonbandprotokollen und Recherchen der beiden Stern-Reporter Kai Hermann und Horst Rieck entstand das Buch „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ und wurde 1978 veröffentlicht. Basierend auf dem Buch inszenierte Uli Edel 1981 den Film „Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“. Der Film erzählt aus dem Leben der drogenabhängigen Jugendlichen Christiane Felscherinow. In den Hauptrollen sind Natja Brunckhorst, Thomas Haustein, Jens Kuphal, Christiane Lechle und Christiane Reichelt zu sehen. In einer Nebenrolle ist auch David Bowie zu sehen, der zudem Songs zum Soundtrack beisteuerte. EuroVideo veröffentlicht „Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ am siebten April erstmals als 4K UHD, zudem gibt es Neuauflagen des Films als DVD und Blu-ray.

Die 13-jährige Christiane F. lebt zusammen mit ihrer Mutter und Schwester in einer trostlosen Hochhaussiedlung in Berlin-Gropiusstadt. Um wenigstens zeitweilig den Familienproblemen zu entkommen raucht sie Hasch und wirft Trips. Doch dann steigt sie auf harte Drogen um und nimmt Heroin. Sie wird süchtig. Morgens geht sie in die Schule und nachmittags auf den Kinderstrich am Bahnhof Zoo, um sich das Geld für ihre Sucht zu beschaffen. Immer weiter gerät Christiane in den Sog aus Drogen und Prostitution. Und statt der vermeintlichen Freiheit bringt der Stoff nur Verfall und Tod, der auch einige ihrer engsten Freunde nicht verschont.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als Schüler den Film im Kino gesehen zu haben. Unglaublich, dass das schon mehr als vierzig Jahre her ist. Der Film hat damals hohe Wellen geschlagen, war bei Jugendlichen ein Kultstreifen und hat viele Eltern erstmals mit der Welt der Drogensüchtigen in Deutschland bekanntgemacht. Bislang kannte man das fast ausschließlich aus amerikanischen Filmen, hier wurde nun knallhart gezeigt, wie es fast noch Kindern ergeht, die den Drogen verfallen sind und ihren Körper verkaufen, um an die nächste Dosis zu kommen. Und nach der erneuten Sichtung muss ich sagen, der Film schockt noch genau so wie damals. Das Spiel von der damals 13jährigen Natja Brunckhorst, die ihre erste Filmrolle spielte, ist immer noch beeindruckend. Es gibt zahlreiche Filme über Drogen und über Süchtige, so einen wichtigen und realistischen wie „Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ gibt es nur einmal. Die 4K UHD, neu abgetastet, zeigt den Film in exzellenter Bild- und Tonqualität, das schaut deutlich besser aus als damals im Kino. Als Extras gibt es einen Audiokommentar mit Regisseur Uli Edel, Interview mit Natja Brunckhirst und Einblicke in das Casting.

4K UHD / EuroVideo / 131 min / FSK 16