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Die Karriere des amerikanischen Schauspielers Danny Trejo ist schon ungewöhnlich. Einen großen Teil seiner Jugend verbrachte er in verschiedenen Gefängnissen auf Grund von Raub- und Drogendelikten. Dort lernte er zu boxen und gewann die Gefängnis-Titel im Leich- und Weltergewicht. Seine langen Haftstrafen verhinderten eine Profikarriere. Als er nach der Haft bei einem Rehabilitierungsprogramm für Drogensüchtige mitarbeitete lernte er einen Mitarbeiter eines Filmstudios kennen, der ihn um Unterstützung beim Film „Express in die Hölle bat“. Er sollte zunächst als Statist mitwirken, wurde aber der Boxtrainer von Eric Roberts und spielte im Film seinen Gegner. Damit war sein kriminelles Leben beendet und er widmete sich fortan der Schauspielerei. Bislang stehen imposante 350 Film- und Fernsehproduktionen in seiner Vita. Am Anfang war es praktisch, dass sein Cousin Robert Rodriguez Regisseur ist und ihn oft in seinen Filmen besetzt hat. Mittlerweile ist Trejo so bekannt und beliebt, dass er gern auch für kleine Rollen engagiert wird, nur, um auf dem Plakat mit seinem Namen und seinem markanten Gesicht zu werben. Diese Idee hatte 2017 wohl auch Valeri Milev, der in Kasachstan den Horrorthriller „Bullets of Justice“ inszenierte. Die Geschichte? Während des dritten Weltkriegs kreuzt die US-Armee Menschen mit Schweinen, um Supersoldaten zu züchten. Das Ergebnis ist nicht das geplante. Neben Danny Trejo spielen auch Timur Turisbekov, Yana Marinova, Dessy Slavova und Doroteya Toleva mit. Die Busch Media Group hat „Bullets of Justice“ auf Blu-ray und DVD veröffentlicht.

Während des Dritten Weltkriegs führte die US-Regierung ein geheimes Forschungsprojekt durch, in dem Menschen mit Schweinen gekreuzt wurden. Ziel war die Erschaffung eines Supersoldaten. Doch das Projekt geriet außer Kontrolle. 25 Jahre später hat eine neue hybride Rasse namens „Schnauzen“ die Spitze der Nahrungskette erklommen.

Menschen werden wie Tiere gehalten, gezüchtet und geschlachtet. Die Überlebenden haben sich tief unter der Erde in einem Atombunker verschanzt. Der ehemalige Kopfgeldjäger Rob Justice arbeitet für die letzte verbleibende Widerstandsbewegung der Menschheit. Robs Mission ist es, die „Mutter“ der „Schnauzen“ zu finden und zu vernichten. Und so machen sich Rob und seine Stiefschwester Raksha auf eine gefährliche Reise ins Herz der Finsternis.

Als die beiden Filme „Deathproof“ und „Planet Terror“ in die Kinos kamen, wurde das Grindhouse Double Feature mit einigen Faketrailern garniert. Da hätte „Bullets of Justice“ gepasst, wie die Faus aufs Auge. Dass Kreuzungen zwischen Menschen und Tieren nicht die beste Idee ist, musste schon Burt Lancaster als Dr. Moreau schmerzlich feststellen. Aber hier wird das alles nicht so ernst genommen und so macht der Streifen richtig Laune. Trash vom Feinsten und in ein paar Szenen darf auch Danny Trejo sein markantes Gesicht in die Kamera halten. Ein wenig mehr Screentime hätten dem Film nicht geschadet, aber mehr gab das Budget wohl nicht her. Dafür gibt es Blood and Guts zuhauf, Action wird hier großgeschrieben, ganz groß. Also, Hirn abschalten, Film an und Spaß haben. Die Blu-ray zeigt den Film in sehr guter Bild- und Tonqualität, als Extra gibt es eine kleine Trailershow.

Blu-ray / Busch Media Group / 79 min / FSK 18