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Mit der Scharfschützen-Serie „Sniper Elite“ hat der britische Entwickler einen echten Hit gelandet. Und ab 2013 durfte man als Sniper auch auf Untote Nazi-Soldaten Jagd machen. Den Höhepunkt bildete das dritte Spiel „Zombie Army Trilogy“ im Jahr 2015. Nun steht Teil vier „Zombie Army 4: Dead War“ in den Regalen und ist für PC und Konsolen erhältlich. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One X angesehen.

Wir erinnern uns an das Ende von „Zombie Army Trilogy“, nach aufreibenden Kämpfen gegen Massen von Zombies haben wir es geschafft, Hitler im wahrsten Sinne des Wortes in die Hölle zu schicken und der Krieg war zu Ende. Doch dieses Ende ist nicht von Dauer, denn Italien, wir befinden uns gerade in Mailand, wird von untoten Nazis geradezu überrannt. Und auch zu Posten im Rest von Europa scheint es keinen Kontakt mehr zu geben. Da hilft nur, Waffen und Munition einzupacken und dem untoten Übel endgültig die Wurzel herauszureißen. Das klingt nicht nur nach feinstem Splatter-Trash a la „Z-Nation“, das sieht auch so aus.

Erstmals in der Reihe sind nun auch die üblichen Symbole in der deutschen Version zu sehen, nachdem erst vor kurzem ein grundsätzliches Verbot in Spielen gerichtlich aufgehoben wurde. Das trägt durchaus zur beklemmenden Atmosphäre bei und schließlich geht es hier in einer reinen Fantasie-Geschichte ausschließlich gegen die Nazis.

Wer schon die Vorgänger gespielt hat, kommt mit der Steuerung problemlos zurecht und kann gleich durchstarten. Nach und nach erfährt man, warum es zu der erneuten Plage gekommen ist. Dabei besucht man verschiedene Städte, unter anderem Venedig und besucht die unterschiedlichsten Schauplätze. Und immer wieder bekämpft man wahre Horden von Zombies. Leider ist der Schwerpunkt nicht mehr bei den Schüssen aus dem Scharfschützengewehr, sondern eher auf Maschinenpistolen, so kommt man deutlich seltener in den Genuss der Kill-Cam.

Nebenbei sammelt man diverse Gegenstände ein, verbessert Waffen und Ausrüstung und ist immer auf der Suche nach mehr Munition. Dass es bei den Gegnern nicht nur die einfachen Beisser gibt, sondern auch welche mit Panzerung oder Sprengsätzen muss ja kaum erwähnt werden, oder? Für Abwechslung ist hier durchaus gesorgt.

Wer die Kampagne nicht allein spielen möchte, kann dies online auch zu viert tun. Dazu gibt es wöchentliche Missionen mit bestimmten Aufgaben. Abgerundet wird das Ganze durch den Hordemodus, bei dem es darum geht, gegen Massen an Gegnern möglichst lange am Leben zu bleiben.

„Zombie Army 4: Dead War“ ist nicht ganz so gelungen, wie der spassigere Vorgänger. Allein die Tatsache, dass von Sniper-Schüssen nun mehr Nahkampf gefragt ist, macht einen Minuspunkt aus. Trotzdem kann auch der vierte Teil der Reihe überzeugen und bietet eine trashige Horror-Kriegsstory und jede Menge Action, einen Koop-Modus und weitere Abwechslung. An Grafik und Sound gibt es ebenso wenig auszusetzen, wie an der gelungenen Steuerung. Nettes Spiel.