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Lang, lang ist es her, 1987 erblickte die Action-RPG-Reihe „YS“ das Liecht der Spielewelt. Für damals aktuelle Systeme wie NEC PC-8801, Sharp X1 oder FM-7. Entwickelt wurde das Spiel von Nihon Falcom. Im Laufe der Jahre gab es Fortsetzungen und Ableger für die jeweils aktuellen Systeme, zuletzt 2016. Nun steht der neunte Teil bereit: „YS IX Monstrum Nox“. Wir haben uns das Spiel auf der PS4 angesehen. Versionen für den PC und die Switch sollen im Sommer folgen.

Wie auch schon in den vorherigen Teilen geht es auch hier um die Abenteuer von Adol Christin, der immer auf Entdeckungstour ist und passenderweise immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Irgendeiner muss ja den Tag vor der drohenden Apocalypse retten.

Adol ist wieder einmal mit seinem Spezi Dogi, den wir ja auch schon aus einigen Spielen der Serie kennen, unterwegs. Und schon sitzen sie in er Tinte. Denn als sie die Hauptstadt von Prison City, Balduq, erreichen, wird Adol sofort verhaftet und zu den Ereignissen in Teil sechs der Serie befragt. Kenner von YS wissen gleich worum es geht, für alle anderen: es geht um das Versenken von Kriegsschiffen des Romun-Imperiums.

Aber Adol wäre nicht Indiana Jones und MacGuyver in einer Person, wenn ihm nicht schnell die Flucht gelingen würde. Gesagt, getan, dummerweise erwischt ihn eine geheimnisvolle Frau mit einem magischen Pfeil. Und der hat es in sich und verleiht Adol nicht nur Superkräfte, sondern verwandelt ihn auch in das Titel gebende Monster.

Er  ist allerdings nicht allein, denn fünf weitere hat schon das gleiche Schicksal ereilt. Und keiner von ihnen kann die Stadt verlassen. Alle sechs werden regelmäßig zum Grimwald Nox gerufen, wo in einer anderen Dimension Monster bekämpft werden müssen.

Kommt es zu den Kämpfen, und das ist oft der Fall, orientiert sich das Spiel am System des Vorgängers. Der Spieler wählt drei Kämpfer aus, kontrolliert aber nur einen von ihnen, den beiden anderen kann er lediglich Angriff oder Verteidigung befehlen. Möglich ist es allerdings, während des Kampfes den kontrollierbaren Charakter zu tauschen. Jeder Kämpfer hat spezielle Fähigkeiten. Die aus dem Vorgänger bekannten Verteidigungskämpfe sind auch wieder an Bord. Hier geht es gegen ganze Wellen von Angreifern.

Das komplette Spiel ist englisch synchronisiert, allerdings klingen die Sprecher unmotiviert. Wesentlich mehr Atmosphäre kommt auf, wenn man die japanische Sprache mit englischen Untertiteln wählt. Die Originalsprecher sind wirklich klasse.

Teil neun der großartigen Reihe ist das flächenmäßig größte Spiel bisher, allerdings wirkt die Welt ein wenig leblos und detailarm. Auch die Grafik wirkt ein wenig altbacken. Das alles ändert aber nicht daran, dass hier wieder einmal eine tolle Geschichte mit interessanten Figuren erzählt wird, und dass das Spiel spannende und spektakuläre Kämpfe bietet, die viel Taktik erfordern. Zudem ist es ein Pluspunkt, dass auch Neueinsteiger mit dem mittlerweile neunten Teil ihre Freude haben werden. Schönes Spiel mit einigen Minuspunkten.