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Basierend auf der franko-belgischen Comic-Serie von 1983 wurde 2003 das Computerspiel „XIII“ veröffentlicht, ein Actiongame mit Stealth-Elementen. Das Spiel erschien für die damals aktuellen Systeme GameCube, Xbox, PS2 und den PC. Das Spiel entwickelte sich schnell zum Kult, nicht zuletzt wegen der Cel-Shading-Technik, die das Spiel im Comic-Stil erscheinen lässt und den hervorragenden Sprechern, im Original unter anderem David Duchovny, Rapperin Eve und Adam West. In der deutschen Synchro waren unter anderem Ben Becker und Dennenesch Zoudé dabei. Nun hat das Studio PlayMagic aus Malta ein Remake entwickelt, das für PC, Playstation 4, Xbox One und Amazon Luna zu haben ist. Eine Version für die Switch folgt im kommenden Jahr. Wir haben uns „XIII“ auf der Xbox One X angesehen.

Eine gute Nachricht zu Beginn. Für das Remake hat man die Sprachausgabe und die erstklassige Musik aus dem Original übernommen, als kann in dem Bereich schon mal nichts schiefgehen.

Auch die Story überzeugt nach wie vor. Gleich zu Beginn wird der Präsident der Vereinigten Staaten erschossen. Der Spieler übernimmt nun eine Figur, die mit einer Schusswunde am Straßenrand aufwacht, ohne Erinnerungen. Die einizigen beiden Spuren zu ihm selbst sind ein Schließfachschlüssen und die Tätowierung „XIII“ auf der linken Schulter. Plötzlich wird er von einigen Männern angegriffen, die versuchen, ihn zu töten, das FBI ist aber schneller und nimmt unseren Mann fest, wegen Mordes am Präsidenten. Es gelingt ihm jedoch die Flucht und nach und nach kommt er einer unglaublichen Verschwörung auf die Spur.

Die Geschichte wird in Zwischensequenzen weitererzählt, die wie ein Comic aussehen, Sprechblasen und lautmalerische Geräuschwörter inklusive. Auch das sieht im Remake richtig gut aus.

Allerdings ist das Gameplay nur teilweise gelungen und wirkt im Vergleich zum Original träge und langsam, was sich vor allem bei Schießereien, die gibt es in einem Shooter nun mal sehr oft, negativ auswirkt und die Dynamik völlig aus dem Spiel nimmt. In den Schleichpassagen ist das etwas weniger störend. Auch der ein oder andere Bug wurde noch nicht ausgemerzt. Große Probleme soll es beim Multiplayer in der PC-Fassung geben, auf der Xbox traten da keine Fehler auf.

„XIII“ habe ich damals auf der ersten Xbox gesuchtet und so war ich sehe gespannt auf das Remake, das mit der aktuellen Technik eigentlich fantastisch aussehen sollte. Aber leider ist das nicht der Fall und das ganze wirkt wie die Alpha-Version eines Spiels, das noch viel Arbeit braucht. Story und Zwischensequenzen samt der Synchronisation sind immer noch klasse, das Spiel selbst braucht einen gewaltigen Patch, damit es wirklich Spaß macht. Schade, da habe ich mit deutlich mehr erhofft.