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Manchmal taucht eine News über ein Spiel von einem kleineren Entwicklerstudio auf, das deutlich mehr Neugier weckt, als die jährlichen Updates von AAA-Spielen. So war es bei Windbound, das bei 5 Live Studios entstanden ist. Im Spiel geht es um Kara, die auf einer unbekannten Insel gestrandet ist. Über Deep Silver ist das Spiel digital für Xbox One, PS4, Switch, Stadia und PC erhältlich. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One X angesehen.

Kara ist auf See unterwegs, als das Boot in einen Sturm gerät und zu allem Überfluss auch noch von einem Kraken angegriffen wird. Kara wird von ihrer Mannschaft getrennt und erwacht in einer Art Zwischenwelt, in der ein Portal sie auf eine unbekannte Insel führt. Und dort steht sie nun, ohne Nahrung, ohne Ausrüstung und ohne Waffen.

In „Windbound“ geht es um Survival, Crafting und die Jagd, um auf dieser Insel zu überleben. Und die ersten Ressourcen, die Kara sammeln kann sind Steine und Gras. Zudem findet sie das Ruder der Ahnen, was zum Steuern eines Bootes benötigt wird, das sie allerdings auch erst einmal selbst bauen muss.

Wichtiger sind aber zunächst einige Basics wie eine Schleuder sowie ein einfacher Speer. Damit kann man Jagd auf Wildschweine machen, die nicht nur Nahrung bieten, sondern auch Leder und Knochen, mit denen man wiederum die Waffen verbessern und Werkzeuge herstellen kann. Viel kann man zu Beginn aber noch nicht tragen und so steht die Herstellung von Beuteln ebenfalls auf dem Programm.

Die Spielwelt besteht aber nicht nur aus einer Insel, sondern aus vielen weiteren. Die anderen Inseln in der Nähe lassen sich mit einem einfachen Boot erreichen. Für weiter entfernte Inseln ist dann schon fortgeschrittener Bootsbau von Nöten, etwa für einen Katamaran. Das Erkunden der Inseln macht richtig viel Spaß und es gibt jede Menge zu entdecken, von alten Ruinen über mysteriöse Bauwerke, bei denen sich die Ausdauer erweitern lässt. Zudem lassen sich nützliche Gegenstände wie Pfeile finden. Als eine Art Währung fungieren Seesplitter, die sich immer wieder finden lassen.

Hat man alles abgeschlossen, geht es zurück in die Zwischenwelt, in der es ein paar Informationen zu den Hintergründen erfährt und per Boot geht es zum Shoppen, denn hier können die Seesplitter ausgegeben werden, um die Eigenschaftswerte zu verbessern. Wichtig ist vor allem die Ausdauer, denn Gefahren lauern hier überall. Und nicht nur von wilden Tieren, sondern von schwierigem Gelände, wo ein Sturz schnell zum Tod führen kann oder einfach Hunger.

Stirbt Kara, geht es zurück zum Anfang, allerdings darf unsere Überlebende ihr gesammeltes Inventar behalten. Jede neue Welt macht das Spiel schwieriger und für Kara wird das Leben gefährlicher, ob auf See oder auf der Insel.

Die Inseln werden immer wieder neu generiert, man spielt also nie zweimal die gleiche Insel, was die Entdeckungstouren jedes Mal zu einem Erlebnis macht.

Wir kennen das, ein Held oder eine Heldin erleidet Schiffbruch und landet auf einer Insel und kurz darauf greifen Zombies, Dämonen oder andere Monster an. Nicht so bei Windbound. Hier wird deutlich mehr Wert auf den eigentlichen Sinn von Survival gelegt. Und so steht Crafting an erster Stelle, denn wirklich alles muss selbst hergestellt werden, von Waffen über Werkzeuge bis hin zu Booten, die Kara auf die nächsten Inseln bringen. Das sieht grafisch fantastisch aus, der Stil ist wirklich eine Wucht und auch der Sound muss sich nicht dahinter verstecken. Die Steuerung geht gut von der Hand und das Spiel macht einfach unheimlich viel Spaß. Für mich eines der besten Survival-Spiele überhaupt.