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Passend zur World Rally Championship gibt es auch die gleichnamige Spieleserie. Die kam erstmals 2010 auf den Markt, und bringt es bislang auf neun Spiele. Gerade hat Bigben Interactive das neunte WRC in die Läden gebracht und wir haben die Pisten auf der Xbox One X unsicher gemacht.

Ähnlich wie bei anderen Sportspielen stellt sich auch hier die Frage: was gibt es neues und lohnt sich ein Kauf, wenn man bereits den Vorgänger besitzt? Kurz gesagt: ja, es lohnt sich.

Wi gewohnt kommt auch „WRC 9“ mit der umfangreichen FIA-Lizenz daher. So sind diesmal ganze fünfzig Rennteams aus den Klassen WRC, WRC 2, WRC 3 und der Junior WRC dabei. Dazu kommen die Rennfahrer und die entsprechenden Autos. Nicht zuletzt sind auch sehr gute Co-Piloten dabei, die ja ständig den Streckenverlauf ansagen, und die machen ihren Job durch die Bank richtig gut. Und immerhin gibt es da drei neue Strecken, da ist das besonders von Nöten. So geht es diesmal auch nach Kenia, Neuseeland und Japan.

Bei dem Herzstück des Spiels, der Karriere, hat sich nicht viel getan. Der Spieler startet in der Junior WRC und arbeitet sich durch die Klassen nach oben bis in die WRC, in der er Champion werden möchte. Aber Fahren ist nicht alles, der Spieler übernimmt auch gleich noch den Job als Manager des Rennteams. Also behält man die Finanzen im Auge, stellt Personal ein und investiert Geld in die Entwicklung neuer Bauteile für das Rennauto. Das ist ziemlich umfangreich und für Neulinge zu Beginn ein wenig unübersichtlich. Mit der Zeit haben aber auch die sich reingewuchst und dann läuft alles problemlos.

Wahlweise kann man aber auch eine ganze Saison lang nur die Rennen fahren, ohne weiteren Schnickschnack, bekommt dann aber auch viele lohnenswerte Dinge der Karriere gar nicht zu sehen. Für die schnellen Runden zwischendurch eignet sich der Modus aber schon.

Sitzt man dann hinter dem virtuellen Lenkrad, lassen sich kaum Änderungen zum Vorjahr feststellen, und das ist gut so, denn das Gameplay samt Fahrphysik war auch schon bei „WRC 8“ nahezu perfekt. WRC ist ja auch nicht als Arcade-Racer bekannt, sondern als ziemlich realistische Simulation. Wenn verfügbar, sollte man das Spiel auch unbedingt mit Lenkrad und Pedalen spielen.

Auch im Multiplayer-Part gibt es wenig neues. Man kann in Lobbys, privat oder öffentlich, nach Mitspielern suchen und tritt dann gegen deren Geister an. Das klingt seltsam, geht aber kaum anders, das Rallypisten nun mal dafür ausgelegt sind, allein gegen die Zeit zu fahren und Möglichkeiten zum Überholen bieten sich dort kaum. Prima gelöst. In Clubs können eigene Events und ganze Eventkalender geplant werden, zudem kann hier jede Einzelheit bis hin zum Wetter bestimmt werden.

Im Vergleich zum Vorgänger kommt „WRC 9“ mit aktueller Lizenz daher und die hat immerhin drei neue Locations im Programm. Die Grafik schaut gut aus, aber man merkt, dass die Engine an ihre Grenzen gekommen ist. Die Rennen auf der Xbox One X liefen ohne Ruckler ab. Der Sound ist erstklassig und die Motorengeräusche kommen brachial durch das Headset. Auch die Sprache der Co-Piloten ist nicht zu beanstanden. Was mir fehlt, ist ein Art Tutorial, das Neueinsteiger ein wenig an die Hand nimmt. Ansonsten bekommt man mit „WRC 9“ eine erstklassige Simulation des Rally-Sports mit vielen Autos und Strecken.