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Von Nina Schulz


Void Terrarium ist ein Rogue-like RPG, das im Januar dieses Jahrs von Nippon Ichi Software für die Nintendo Switch veröffentlicht wurde. Nun ist es auch in Deutschland zu haben

Das Post-Apokalyptische Spiel im märchenhaften Anime-Stil handelt von einem kleinen, stummen Roboter namens Robbie und dem ebenfalls stummen Mädchen Toriko.
Anfänglich trifft man als Robbie auf einen gesprächigen Computer, der durch viele Fehlentscheidungen die Menschheit in dieser jetzt trostlosen Welt so gut wie ausgelöscht hat.
Doch auf Erkundungstour begegnet den beiden zufälligerweise Toriko, die letzte Überlebende der Menschen.  
Gemeinsam machen Robbie und der Computer es sich zur Mission ein sicheres Heim, in Form eines Terrariums für die Kleine zu erschaffen, dies stellt sich jedoch als sehr kompliziert heraus, denn die verpestete Luft schwächt Toriko sichtlich und um sie vor dem sicheren Tod zu bewahren müssen die beiden Roboter alles geben, was sie zu bieten haben.

Void Terrarium verbindet eine hübsche, kreative Grafik und schönen Animation mit beliebten Spielsystemen, denn neben den zahlreichen Dungeons, die man bestreiten muss gibt es noch kleine Simulationseinheiten in denen man sich um Toriko kümmern muss, wie bei einem Tamagotchi oder Nintendogs sorgt man für ihre Nahrung, pflegt sie gesund, wenn sie erkrankt ist und säubert ihren Lebensraum. Eine niedliche Abwechslung zu den Dungeonkämpfen.
Doch Obacht: All ihre Bedürfnisse sinken auch während ihr Dungeons bestreitet, passt man also nicht auf oder ist zu lange abwesend wird Toriko krank und man darf erneut losziehen, um sie wieder gesund zu pflegen.

Die Dungeons sind komplett zufallsgeneriert und dienen dazu Nahrung, Materialien und andere Items für Torikos Wohlbefinden zu sammeln.
Mystery Dungeon Fans kennen das Prinzip sehr gut aus den beliebten Pokemon Spielen.

Leider entfaltet Void Terrarium nicht vollständig sein Potential und bedient sich den eher klassischen Elementen früherer Roguelike Games.
Startet man in einen neuen Dungeon wird man auf Level 1 gesetzt und verfügt nur über einen geringen Pool an Energie, der mit jedem Schritt und jedem Angriff stetig sinkt, ist die Nullgrenze erreicht, sinken die HP schnell und das Abenteuer im Dungeon kommt zu einem abrupten Ende.
Es gibt Angriffe, diverse Arten Gegenständen, die während des Kampfes nützlich sind und das Kampfsystem ist rundenbasiert.
Auch hier wird man wieder stark an die Pokemon Reihe erinnert.

Doch man bleibt nicht vollständig machtlos und ohne Neuheiten: Mit jedem Levelanstieg ist es dem Spieler möglich einen von zwei zufälligen Boni auszuwählen und so den Spielverlauf nach Belieben zu beeinflussen.
Außerdem ist es möglich kleinere, permanente Upgrades zu erhalten, die einem eine Starthilfe für die Dungeons leisten.

Der RNG-Faktor ist dennoch stark vorhanden und oft entscheidet nicht eurer Skill ob ihr auf die nächste Ebene kommt, sondern ob die Gegner fair vom Spiel generiert wurden.

Technisch läuft das Spiel einwandfrei im Handheld-Modus der Switch und die Musik trägt gut zur Atmosphäre des Gesamtbildes bei.

Zusammengefasst also, ist das Spiel eine interessante Abwechslung zu anderen Rogue-Likes und Dungeon-Crawlern, es besitzt einen gewissen Charme Dank der Kombination aus Dungeon-Crawler und Simulation.
Die Umsetzung hätte besser sein können, ist aber für Zwischendurch gut genug.
Für Fans solcher Spiele definitiv empfehlenswert, solange man sich vom Zufallsfaktor nicht allzu sehr frustrieren lässt.
Ist man jedoch auf der Suche nach etwas, das man stundenlang durchspielen kann, ist Void Terrarium leider nicht das Richtige, da es dafür einfach zu wenig Abwechslung bietet und dann doch etwas zu viel auf Glück basiert.