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Das japanische Entwicklerstudio Nippon Ichi Software existiert bereits seit dreißig Jahren. Das Studio hat Spiele zahlreicher Genres veröffentlicht, der Schwerpunkt lag aber auf Rollenspielen. Nippon Ichi Software ist bei uns besser bekannt unter dem Namen der nordamerikanischen Niederlassung, NIS America. Im Januar 2020 wurde das Spiel „Void Terrarium“ veröffentlicht, nun wurde eine Umsetzung für die PS5 nachgereicht. Wir haben uns das Spiel angesehen.

Das Spiel kommt im Chibi-Stil daher. Den kennt ihr nicht? Der Chibi-Stil wird oft in Animes verwendet und bezeichnet Figuren mit kleinen Körpern und recht großen Köpfen. Das Gameplay könnte man am ehesten mit Rogue-like, gepaart mit Rollenspielelementen bezeichnen.

In den guten alten 90er Jahren war die Jugend noch nicht mit Smartphones ausgestattet. Allerdings bedeutet das nicht, dass man ganz ohne elektronische Geräte auskam. So waren Tamagotchis der Renner. Kleine eiförmige Geräte mit winzigen Bildschirmen, auf denen eine kleines Tier dargestellt wurde, um das man sich kümmern musste. Was das mit diesem Spiel zu tun hat? Dazu kommen wir gleich.

Der Spieler übernimmt die Rolle eines ausgedienten Roboters. Der bewegt sich durch eine postapokalyptische Welt, von Menschen fehlt jede Spur. Da trifft unser Blechkamerad auf ein Mädchen, das eine tödliche Pilzinfektion, die offenbar die Menschheit dahingerafft hat, überlebte. In einem Terrarium hat die Kleine Schutz gesucht. Ihr Name ist Toriko. Mit Hilfe einer KI gilt es nun, sich um das Mädchen zu kümmern, ihr Nahrung zu besorgen und auch hin und wieder Medizin finden. Und das ähnelt durchaus den alten Tamagotchis.

So schleicht man Rogue-like durch verschiedene Dungeons und sammelt allerlei Rssourcen. Rat gibt es hin und wieder von Factory Al, das ist der Name der künstlichen Intelligenz. Neben verschiedenen Gegnern sind auch diverse Fallen zu beachten, die dem Roboter das elektronische Licht ausblasen können. Zudem ist die Energie begrenzt und eine zur Neige gehende Batterie ist ebenfalls ein Todesurteil. So sollte man auf den Erkundungstouren auch immer nach frischen Batterien Ausschau halten, um den Energievorrat wieder aufzufüllen.

Die Kämpfe laufen rundenbasiert ab, meistens ist es aber ratsam, lieber die Flucht anzutreten, denn die Gegner sind oftmals in der Überzahl. Verliert man den Kampf und endet als Schrotthaufen, wird nicht nur der Levelaufstieg zurückgesetzt, alle gesammelten Items werden auch zu Rohstoffen zerhäckselt.

Nach erfolgreichem Beutezug kann Toriko versorgt und ihr Terrarium aufgehübscht werden. Unser Robiter verfügt auch über ein Touchpad, das den Status von Toriko jederzeit anzeigt. Und das kommt im ähnlichen Pixellook daher, wie damals die Tamagotchis.

„Void Terrarium“ überzeugt mit einer ungewöhnlichen Spielidee und der Mischung aus Tamagotchie ähnlichem Gameplay und Dungeoncrawler-Elementen. Dabei macht ersteres weitaus mehr Spaß, als das ständige Grinden in den Dungeons, zumal die Kämpfe dort nicht immer fair sind und den Spieler nicht selten frustriert zurücklassen. Optisch sieht das Spiel auf der PS5 gut aus, auch wenn es da sicher noch Luft nach oben gibt. An der Steuerung gibt es nichts auszusetzen. Nettes Spiel.