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von Nina Schulz


Vier Männer haben es im vergangenen Jahr geschafft mit ihrem kleinen, aber feinen Indie Game „Untitled Goose Game“ in die Herzen der Spieler zu schleichen und auf Platz 1 der Switch-Download-Charts zu landen. Nachdem es sich als Download zum Kultspiel entwickelt hat, bringt Skybound "Untitled Goose Game" am 29. September erstmals auch als physische Version in die Läden.

Das von Stuart Gillespie-Cook, Nico Disseldorp, Michael McMaster und Jacob Strasser entwickelte Spiel bringt zwar nicht viele Anforderungen mit sich, jedoch eine Menge Spaß, der sich auf zarte drei Stunden verteilt.

Hauptstar des Spiels ist, wie der Titel schon erahnen lässt eine simple Gans, die das Leben der Menschen einer englischen Kleinstadt in Chaos versinken lässt.

Hat man die Steuerung des Federviehs drauf und weiß, wie man läuft, sich duckt, schnattert und flattert darf der Spaß auch direkt losgehen; gepflegte Vorgärten werden verwüstet, Kinder erschreckt und Verkäufern das Leben zur Hölle gemacht.

Die Gans schreckt vor nichts zurück, um ihren Feinden den Alltag zu erschweren.

Über einen kleinen Zettel erhält man auf Knopfdruck sein nächstes Ziel, welches unter dem Schabernack der Gans leiden muss.

So sperrt man zum Beispiel direkt in der zweiten Aufgabe des Spiels einen kleinen Jungen in eine Telefonzelle ein, wo die erste Aufgabe noch relativ simpel gehalten war und man nur dem Gärtner von Nebenan seinen Schlüssel stibitzen musste, verlangt die zweitere schon ein wenig mehr graue Zellen um den Jungen erfolgreich in sein Gefängnis zu locken.

Ganz realistisch bleibt es hier offensichtlich nicht, denn welche Gans würde im echten Leben schon wissen, wie man ein Walkie-Talkie bedient, welches hier von Nöten ist um den unschuldigen Jungen in die Zelle zu locken.

Möchte man alle Teile der Stadt unsicher machen muss man die Missionen zwingend erfüllen, denn diese schalten euch nach und nach alles frei.

Die Gärten, Straßen und Gebäude an sich sind ziemlich klein und haben auf den ersten Blick nur wenig mit dem man sich vergnügen kann; nur wer aufmerksam ist und herumprobiert findet neue Wege, um die Anwohner zu ärgern.

Aber auch wenn man alles einmal ausprobiert und auch die hinterste Ecke der Stadt erkundet hat kommt man auf Biegen und Brechen nicht auf mehr als maximal fünf Stunden Schabernack, denn die Zusatzmissionen nach dem stimmigen Finale und Abspann bleiben etwas mühselig und schlagen somit noch ein wenig mehr Zeit raus.

Neben der kurzen Spielzeit bleibt die simple KI der NPCs auch das einzige Manko von Untitled Goose Game, denn das Verhalten der NPCs ist leider stetig gleichbleibend und passt sich nicht an den Spielstil des Spielers an. Für ein kurzes Vergnügen lohnt sich das Spiel aber definitiv.


Auf der Nintendo Switch läuft es wunderbar, hat eine sehr angenehme Steuerung und dank der simplen Optik auch eine super stabile Bildrate.
Der Komponist Dan Golding schafft außerdem mit seinen ruhigen Klavierklängen eine schöne Nachmittagsatmosphäre in der bunten Gänsewelt – perfekt um für ein paar Stunden abzutauchen. Ab Ende September dieses Jahrs ist dies übrigens auch mit mehreren Spielern über einen Co-Op Modus möglich.