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Die Ultimate Fighting Championship, weltbekannt durch ihre im Octagon durchgeführten Kämpfe, feiert auch als Videospiel Jubiläum. Vor fast genau zwanzig Jahren erschien das erste UFC Videospiel, für Segas Dreamcast. Elextronic Arts ist seit zehn Jahren dabei. Zuerst mit dem Spiel „EA Sports MMA“, das 2010 ohne die offizielle Lizenz erschienen ist. Im Jahr 2014 erschien dann das erste Spiel des Publishers mit offizieller UFC-Lizenz. Zuletzt erschien „UFC 3“ im Februar 2018, damals noch mit Connor McGregor auf dem Cover. Mittlerweile gibt es eine ganz neue Generation von UFC-Stars. Zwei davon, Israel Adesanya und Jorge Masvidal zieren das Cover von „UFC 4“. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One X angesehen.

Herzstück einer jeden Sportsimulation ist der Karrieremodus, das ist bei UFC 4 nicht anders. Mit allerlei Optionen bezüglich des Aussehens erstellt man sich einen Kämpfer oder eine Kämpferin, entscheidet sich für eine Gewichtsklasse und, was am allerwichtigsten ist, den Kampfstil. Kämpft man lieber am Boden oder teil im Stehen heftige Schläge und Tritte aus? Dann macht man Bekanntschaft mit seinem Coach. Allerdings gibt es hier keine echte Story wie bei FIFA oder in Fight Night Champions, es gibt lediglich einige Cutscenes mit Davis, dem Trainer. Das ist ein wenig schade, hier steckt definitiv noch Potenzial drin.

Nun gilt es, sich nach oben zu kämpfen, von kleinen Cards, die im Käfig auf einem Parkplatz stattfinden, über die WFA bis hin zur UFC. Im Trainingslager hat man vor den Kämpfen die Möglichkeit, seine Fitness zu steigern, neue Fähigkeiten zu erlernen oder die PR-Trommel zu rühren. Wie immer gilt, die richtige Mischung machts. Die Möglichkeiten hier sind aber deutlich besser als beim Vorgänger. Mit verdienten Punkten können hier zudem Attribute wie Gesundheit oder Beinarbeit gesteigert werden.

Geht es dann zum Kampf in den Käfig, kann kein Coach mehr helfen. Reines Button-Smashing bringt einen hier nicht weiter. Allerdings kommt man mit einigen wenigen Techniken meistens zum Erfolg. Dabei muss man sich aber immer auf den jeweiligen Gegner einstellen. Ein Problem beim Vorgänger war die Komplexität beim Anwenden und der Abwehr von Submissions, das wurde hier enorm verbessert.

Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit, sich mit anderen Kämpfern anzufreunden und von ihnen, gegen etwas Cash, ihre speziellen Techniken zu erlernen. Die Präsentation der Kämpfe ist von den TV-Übertragungen kaum zu unterscheiden, inklusive Kultringsprecher Bruce Buffer.

Neben der Karriere besteht die Möglichkeit, Einzelkämpfe zu bestreiten, sowie Events oder Turniere mit festgelegten Regeln zu erstellen. Zudem kann online gegen andere Spieler in den Käfig geklettert werden.

„UFC 4“ ist ohne Zweifel das bislang beste MMA-Spiel auf dem Markt. Die wenigen Kritikpunkte vom Vorgänger wurden ausgemerzt und wenn das Spiel nun auch einen Storymodus hätte, wäre die Höchstwertung verdient. Aber auch so macht das Game unheimlich viel Spaß, motiviert immer wieder zum nächsten Kampf und bietet auch abseits der Karriere viele Möglichkeiten. Die Grafik ist großartig, der Sound fantastisch und die Präsentation der Kämpfe lässt echtes UFC Feeling aufkommen. Was will man mehr?