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Mit Trine 4: The Nightmare Prince bringt Frozenbyte ein altbekanntes, märchenhaftes Rätselspiel im 2,5D Style auf die beliebte Nintendo Konsole. Wer ein Fan der Reihe ist und sich Aufklärung bezüglich des Vorgängers erhofft wird leider enttäuscht, denn was in Trine 3 geschah, bleibt auch dort. 

Startet man das Spiel sticht einem sofort eines ins Auge: Die Grafik. Für so ein „simples“ Spiel ist diese nämlich fantastisch, ein wahrer Augenschmaus. Das hat mich als Neuling sofort gelockt und zum Weiterspielen animiert. Die ersten drei Level kann man als ein kleines Kennlern-Tutorial ansehen, in diesen lernen wir nämlich unsere drei Hauptcharaktere und ihre Fähigkeiten kennen. 

 

Der Zauberer Amadeus begleitet uns durch das erste Level und auf einen sehr langen Weg zum Briefkasten lernen wir den Magier ein wenig näher kennen, seine Spezialität ist es Objekte mithilfe seiner Magie beliebig durch die Luft fliegen zu lassen und Kisten aus dem nichts heraufzubeschwören, die sich im Laufe der Level und verschiedenen Rätsel als sehr nützlich erweisen.

Ritter Pontius ist als nächstes an der Reihe, er ist der Kämpfer der Truppe und ist dafür verantwortlich Gegnern ordentlich einen draufzuhauen mit seinem Schwert. Sein Schild erweist sich auch als ein feines Werkzeug, denn dieser kann die Gruppe nicht nur vor simplen Angriffen schützen, sondern auch Wasser- und Lichtstrahlen erfolgreich abwehren. Definitiv die erste Wahl, wenn es Mal hart auf hart kommt. 

Letzte im Bunde ist die geschickte Diebin Zoya. Wo sich Pontius mit Schwert und Schild zufrieden gibt bevorzugt die Diebin Pfeil und Bogen. Außerdem befindet sich in ihrem Repertoire noch ein Seil, mit dem sie durch die Gegend schwingen oder Brücken bauen kann. Auch ein Gewinn für die Gruppe, wie man schnell feststellen darf.
Die verschiedenen Fähigkeiten des Trios sind unverzichtbar, denn das komplette Spiel nur mit einem der Charaktere zu bestreiten ist definitiv nicht möglich. 

Spielt man das Spiel im Koop-Modus mit bis zu 4 Spielern übernimmt jeder Spieler einen Charakter. Damit 4 Spieler das Spiel auch ohne Probleme spielen können gibt es mittlerweile auch die Option Doppelgänger zu benutzen.
Die Handlung des Spiels ist nicht sonderlich tiefgründig, ebenso wenig wie ihre Charaktere.

Amadeus, Pontius und Zoya begeben sich auf eine Reise um den ´Nightmare Prince Selius zu finden, dieser schafft es nicht seine magischen Fähigkeiten unter Kontrolle zu halten und hinterlässt resultierend daraus überall zum Leben erweckte Kreaturen aus seinen Alpträumen. 

Aber selbst, wenn es an etwas tiefergehender Handlung mangelt setzt Trine 4 mit seinen Rätseln und der wunderschönen Grafik einen drauf. 

Als Rätselfanatiker darf man sich zwar nicht zu sehr darauf verlassen, dass die grauen Zellen auf ihre Kosten kommen, aber zu leicht gestaltet ist es auch nicht. Oft kommt man auch gar nicht drumherum mehrere Möglichkeiten auszuprobieren, weshalb der Wechsel der Charaktere auch unverzichtbar ist.

Einen weiteren (kleineren) Minuspunkt bekommt das Spiel für die Umsetzung seiner Kämpfe, diese erweisen sich als eintönig und langweilig, denn wie oben schon erwähnt ist nur einer der drei Charaktere wirklich geeignet für den Kampf, zwar bekommen alle Figuren im Laufe des Spiels noch einige zusätzliche Fähigkeiten, das ändert jedoch nichts an der Tatsache das Pontius die erste Wahl für Auseinandersetzungen bleibt was in stumpfe Knopfdrückerei resultiert, also eher ein Hindernis um mit der Geschichte und den Rätseln voran zu schreiten.

Die Bosskämpfe gestalten sich zwar im Großen und Ganzen interessanter als die kleinen Begegnungen mit den Alptraumkreaturen, sind aber nicht vergleichbar mit anderen Spielen, die Arenakämpfe beinhalten.

Zusammenfassend ist Trine 4 definitiv ein sehr schöner Rätsel-Plattformer, der sich wunderbar eignet für ruhige Abende unter Freunden oder auch allein in Verbindung mit dem Lokalen Modus, denn der Koop-Modus lässt sich definitiv sehen, schöpft das volle Potential des Spiels aus und ist somit ein persönliches Highlight, von den schönen Kulissen der Spielwelt und des stimmigen Soundtracks Mal abgesehen. Auch die deutsche Synchronisation kann man sich anhören, wer jedoch der englischen Sprache mächtig ist oder kein Problem hat Untertitel zu lesen, dem empfehle ich wärmstens die Sprachausgabe im Hauptmenü auf Englisch zu stellen. Die gut 17 Stunden Spielspaß sind das Geld definitiv wert!