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„The Legend of Heroes“ ist eine Reihe von Rollenspielen vom Entwicklerstudio Nihon Falcom. Das erste Spiel der Reihe erschien im Dezember 1989. Bislang sind vierzehn Spiele auch im Westen veröffentlicht worden, in Japan zwei weitere und drei Spin-offs. Im Jahr 2015 begann die Reihe „The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel“, der vierte Teil bildete im vergangenen Jahr den Abschluss. Nun ist auch die Version für die Switch von Nintendo veröffentlicht worden. Wir haben uns das Spiel angsehen.

Zunächst einmal sollte man die drei Vorgängerspiele bereits gespielt haben, bevor man mit „Trails of Cold Steel IV“ loslegt, ansonsten wird der Einstieg ziemlich schwierig. Wer es aber dennoch wagen möchte, bekommt vom Entwickler Nihon Falcom ein großartiges Features spendiert. Nämlich ein „was bisher geschah“ zum Nachlesen. Und das liest sich wie ein spannender Fantasyroman. Und nun stellt sich die alles entscheidende Frage, wie es mit dem erebonischen Krieg zu Ende geht.

Rean Schwarzer hat den Tod von Millium gerächt und das schwarze Biest zur Strecke gebracht. Aber damit ist die Gefahr durch den Feind noch lange nicht gebannt. Durch den Tod der Bestie konnte Kanzler Osbourne „Die große Dämmerung“ beschwören, die die Welt nahezu zerstört hat. Gelegenheit für ihn, eine neue zu erschaffen. Schwarzer hingegen fiel in die Hände von Osbourne.

Altina, Juna und Kurt wollen Rean Schwarzer befreien, doch niemand weiß, wo er gefangen gehalten wird. Hilfe bekommen sie von der Klasse VII und der Crossbell Police Unit. Die Gruppe teilt sich auf, um im ganzen Reich nach Rean zu suchen.

Als sie ihren Freund endlich finden, ist sein Gemütszustand alles andere als vielversprechend. Schließlich können sie ihn beruhigen und ihm die letzten Ereignisse berichten. Gemeinsam geht es nun daran, Osbourne zu stoppen und den alten Fluch zu brechen.

„Trails of Cold Steel“ war schon von Anfang an sehr komplex, ob die unzähligen Charaktere, die Machtverhältnisse im Reich oder die Story selbst, es ist enorm hilfreich, auch die drei Vorgänger durchgespielt zu haben.

Und nach dem ersten Kapitel, das der Spieler beendet hat, folgt ein imposantes Intro, das auch gut und gerne als Start einer Anime-Serie durchgehen würde. Großartig. Kommen wir zur Musik. Könnt ihr auch einen perfekten Filmsoundtrack vorstellen, der zu jeder Szene die passenden Klänge liefert? Dann wisst ihr, womit ihr in diesem Spiel rechnen dürft. Oscarreif.

In einem Rollenspiel startet man in der Regel auf Level 1, aber nicht hier. In „Trails of Cold Steel IV“ geht es gleich auf Level 50 los. Und das macht durchaus Sinn, der unsere Helden sind erfahrene Kämpfer, was sie in den Vorgängern schon unter Beweis gestellt haben. Dabei haben alle ihre speziellen Waffen und Fähigkeiten. Diese setzt man im Kampf genau so ein, wie die Orb-Magie. Wie auch der Rest des Spiels ist das Kampfystem äußerst komplex und benötigt ein wenig Eingewöhnung, dann werden aber viele taktische Möglichkeiten geboten.

Artet euch der Kampf gegen Osbourne in zuviel Stress aus? Dann macht eine Pause, geht angeln oder spielt eine Runde Blackjack. Und ich kann euch sagen, beides macht so viel Spaß, dass man damit durchaus ein paar Stunden verbringen kann.

Mit „Trails of Cold Steel IV“ geht eine epische Geschichte zu Ende und die bekommt ein Finale, dass sie verdient hat. Die Story fesselt bis zum Schluss, die Figuren sind großartig, das Kampfsystem positiv komplex und der Sound herausragend. Lediglich die Grafik wirkt nicht wie auf der Höhe der Zeit, da wäre definitiv mehr drin gewesen. Die Übertragung auf die Switch ist prima gelungen, die Steuerung geht nach einer Eingewöhnungsphase gut von der Hand. Auch hier lässt sich der Schwierigkeitsgrad immer an die eigenen Fähigkeiten anpassen, auch während des Spiels, etwa, wenn ein Kampf zu schwer ist. Das beugt Frust vor und ist eine feine Sache. Es hat irre viel Spaß gemacht, sich nochmal in das Kampfgetümmel zu werden und es wird bestimmt nicht das letzte mal gewesen sein.