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Von Nina Schulz

Vier Jahre nach der Veröffentlichung auf der Wii-U kommt das Rollenspiel Tokyo Mirage Sessions #FE Encore nun auch auf die beliebte Nintendo Switch, jedoch bleibt es nicht völlig unverändert, denn Atlus und Nintendo haben dem Crossover noch ein paar kleine Extras hinzugefügt.

Was vorher auf der Wii-U nur als DLC verfügbar war, wie zum Beispiel die Support-Dungeons, in denen man seinen Charakter schneller trainieren kann, ist jetzt fest in das Spiel integriert. Dazu kommen ebenfalls zahlreiche neue Inhalte wie Geschichten, Orte, neue Verbündete, Skills, Items und wer gerne seinen Charakter eingekleidet hat darf sich auch über ein paar neue Outfits freuen.

Eine der angenehmsten Änderungen neben der dauerhaft einblendbaren Minimap sind definitiv die verbesserten Ladezeiten, die unseren Spielspaß ein wenig schneller voranbringen als im Vorgänger.

Etwas, das sich jedoch nicht geändert hat ist die Grafik; was früher gut auf der Wii-U funktionierte wurde auf der Switch „recycelt“ und wirkt jetzt eher ein wenig outdated für die Nintendo Konsole, im Handheld-Modus macht sich das nicht sonderlich bemerkbar, aber sobald der Bildschirm dann größer wird schon eher.

Der Handheld-Modus bringt ebenfalls ein im wahrsten Sinne des Wortes kleines Minus mit sich, denn die Schrift, die in diesem Spiel an manchen Stellen zwingend gelesen werden muss, ist hier und dort sehr klein geraten, was es manchmal sehr anstrengend macht sie zu lesen.

Auch ist das Spiel nach wie vor nicht im Deutschen verfügbar; Synchros sind allesamt auf Japanisch und für die Untertitel & Texte müssen weiterhin gute Englischkenntnisse vorhanden sein. Die kleinen Anime-Clips zwischendurch sind aber immer noch so sehenswert wie vor 4 Jahren!

Unsere Geschichte bleibt jedoch wie eh und je: Seit geraumer Zeit verschwinden in Tokio auf mysteriöse Art und Weise eine Menge Menschen, darunter ist auch die Schwester von Tsubasa Oribe. Als sie und ihr Freund Itsuki Aoi eines Tages während eines Castings in einer Parallelwelt landen, schöpft Tsubasa neue Hoffnung ihre Schwester doch irgendwann wiederzusehen. 

Schnell wird den beiden bewusst, dass es in dieser Welt jedoch nicht alles so läuft wie bei ihnen Zuhause, denn hier wimmelt es nur so von gefährlichen Dämonen, doch mit der Hilfe einiger Berühmtheiten aus dem Fire Emblem Universum wie zum Beispiel Chrom, die in dem Spiel als „Mirages“ verkörpert werden, können sie auch diese Gefahren bewältigen. Mirages sind ähnlich wie die Dämonenbegleiter aus der Persona-Reihe, jedoch können Mirages nicht ausgetauscht werden.

Das rundenbasierte Kampfsystem ist ebenfalls bis auf ein paar kleine Änderungen wie den Kampfanimationen gleichgeblieben, wer eine taktische Ader hat ist hier vollkommen richtig, denn wählt man seine Angriffe, Ziele und Items geschickt genug aus, hat man das Spiel im Handumdrehen gemeistert. Gut, dass man jederzeit den Schwierigkeitsgrad hoch,- und runterstufen kann, sollte es einem doch zu leicht oder zu schwer sein.

Auch außerhalb des Kampfes gibt es einige Herausforderungen, alleine schon die Orientierung in den Dungeons stellt sich trotz der nun dauerhaft einblendbaren Minimap als Hürde heraus und auch wie man seinen Charakter individuell aufbessert lässt hier und dort Dank der vielen Möglichkeiten, dem begrenzten Platz und der Kombinationsoption von Fertigkeiten die grauen Zellen dampfen.

Für Fans von Persona, Fire Emblem und Shin Megami Tensei ist das Spiel eine super Addition auf der Nintendo Switch.
Wer also gut Englisch sprechen kann und ein Fan des Genres ist, sollte hier definitiv zuschlagen.