Nextgengamersnet
Games, Movies and more


Im Jahr 2017 veröffentlichte Deck 13 das Science Fiction Action-RPG „The Surge“. Das Game spielte in einer dystopischen Zukunft mit verschmutzter Umwelt und aufgebrauchten Ressourcen. Ein Konzern versucht, den weiteren Verfall des Planeten aufzuhalten, doch etwas geht schief und der Spieler, ein Mitarbeiter dieser Firma, findet sich in einem zerstörten Gebäudekomplex wieder, voll mit Robotern und wahnsinnigen Kollegen, die ihm ans Leder wollen. Aufgabe des Spielers war nun, herauszufinden, was passiert ist. Nun steht die Fortsetzung „The Surge 2“ für PC, Xbox One und PS4 in den Läden. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.


Bereits der erste Teil verkaufte sich in den ersten Monaten eine halbe Million mal, da war es nicht verwunderlich, dass der Frankfurter Entwickler Deck 13 möglichst schnell eine Fortsetzung nachschiebt.

 Zu Beginn des Spiels steht erst einmal die Charaktererstellung an, Geschlecht und Aussehen können bestimmt werden. Und wie auch schon beim Vorgänger hat unsere Spielfigur nicht gerade ihren besten Tag erwischt. Bei einem Flug kommt es über der Stadt Jericho City zum Absturz, logisch ist unsere Figur an Bord und wacht schließlich auf der Krankenstation eines Gefängnisses auf. Die Roboter, die dort ihren Dienst verrichten, sind offenbar völlig durchgedreht und die Insassen des Gefängnissen gehen sich gegenseitig an die Kehle. Was ist in Jericho City geschehen? Das ist die Frage aller Fragen und der Spieler hat die Aufgabe, genau das herauszufinden. Vorher steht aber erstmal die Flucht aus dem Gefängnis an.

Wer schon einmal Dark Souls gespielt hat, wird viele Parallelen entdecken, im besten Sinne. Der Spieler bewegt sich durch eine offene Spielwelt und trifft auch viele knackige bis bockschwere Gegner. Zwischendurch erholt man sich an den sogenannten Medibays, wo auch die Skills des Charakters mit den erlangten Punkten verbessert werden kann.

Wird gekämpft, und das wird es sehr oft, hat der Spieler die Möglichkeit, bestimmte Körperpartien des Gegners gezielt anzugreifen, um sich so seine Schwachstellen zu Nutze zu machen. Das macht das Kamofgeschehen sehr vielseitig, anders herum muss man allerdings auch seine Defensive im Auge behalten und seine Blocks in die entsprechende Richtung setzen. Es gibt aber nicht nur den Nahkampf. Der Spieler kann kleine Drohnen nutzen, um so auch aus der Distanz Schaden auszuteilen.

Einen echten Multiplayermodus gibt es im Spiel nicht, allerdings ist es möglich, Hinweise von anderen Spielern zu nutzen oder selbst welche zu geben. Aber auch so hat der Spieler genug zu tun. Neben unzähligen Kämpfen gibt es haufenweise Quests, die immer wieder interessante kleine Geschichten mit sich bringen. Wenn man alles mitnimmt, ist man schon gut und gerne 30 bis 35 Stunden beschäftigt.

Gegenüber dem ersten Teil hat sich „The Surge 2“ ordentlich verbessert. Die Geschichte ist interessanter und auch spannender umgesetzt, die Spielwelt bietet wesentlich mehr Abwechslung. Die Steuerung geht gut von der Hand und die vielen Optionen während der Kämpfe hat man schnell im Griff. Der Schwierigkeitsgrad ist glücklicherweise nicht so hoch wie beim Genre-Primus „Dark Souls“ und so ist „The Surge 2“ auch deutlich einsteigerfreundlicher. Die Grafik bringt das düstere Settung gut rüber und auch der Sound ist in jeder Hinsicht gut gelungen. Nettes Spiel, das ich gerne weiterempfehle.