Nextgengamersnet
Games,  Movies and more

Im Oktober 1999 kam das Spiel „The Silver Case“ von Goicho Sudas Grasshopper Manufacture auf den Markt. Außerhalb Japans wurde das Spiel nicht vertrieben. Auf Grund der vielen im Spiel enthaltenen Texte schreckte man vor einer Übersetzung zurück. Das änderte sich erst mit der remasterten Version des Spiels, die 2016 veröffentlicht wurde, eine Version für die PS4 folgte 2018. Nun steht seit einigen Wochen eine Version für die Switch in den Läden, die sowohl das Spiel „The Silver Case“ als auch den Nachfolger „The 25th Ward: The Silver Case“ enthält.

Wir befinden uns in Japan im Jahr 1999. Genauer in der Stadt 24 Wards. Hier untersucht das städtische Police Department eine Serie von bizarren Morden. Dabei trennt sich das Spiel in zwei Handlungsstränge, die die Titel „Transmitter“ und „Placebo“ haben. Im ersten übernimmt der Spieler die Rolle eines Detectives, der herausfindet, dass die Morde im Zusammenhang mit einem alten Serienmörder stehen, von dem in einer Psychiatrie eigentlich keine Gefahr mehr ausgehen sollte. Im zweiten Bereich spielt man einen Journalisten, der über die Ermittlungen berichtet.

Beide Handlungsstränge kommen mit jeweils sechs Kapiteln daher. Dabei kommt das Spiel als eine Mischung aus Point-and-Click und Textadventure daher. Zwischendurch kann der Spieler seine Figur im 1st-Person-Stil frei bewegen, geschieht etwas, wird dies in einem Fenster gezeigt, auch Fotos und kleine Videos wurden integriert. Ziel ist es natürlich, die Morde aufzuklären.

Die Fortsetzung „The 25th Ward: The Silver Case“ spielt sechs Jahre später und kommt gleich mit drei Szenarios daher, die jeweils fünf Kapitel bieten. Handlungsort ist der neue 25. Distrikt der Stadt. Auch hier gilt es als Detectives eine Mordserie aufzuklären, während in den anderen beiden Abschnitten weitere Charaktere übernommen werden.

Beide Spiele kommen als sogenannte Visual Novel Adventures daher. Das heißt, es gibt ziemlich viel Text zu lesen, was den Geschichten ziemlich viel Tiefe gibt. Oft müssen Entscheidungen getroffen oder in Dialogen die richtigen Antworten ausgewählt werden.

Ich war sehr gespannt auf die beiden Silver Case Spiele, hatte im Vorfeld schon einiges darüber gehört, aber noch nichts gesehen. Ich muss sagen, ich bin begeistert. Zwei superspannende Fälle, durch die parallel laufenden Handlungsstränge gibt es unheimlich viel Abwechslung und die Geschichten sind durchaus filmreif. Die Steuerung geht gut von der Hand, die Grafik schaut gut aus und die Musik ist fantastisch. Auf Grund der vielen Texte empfiehlt es sich allerdings, das Spiel eher auf dem heimischen TV zu spielen, als unterwegs. Nach dem Spiel fühlt man sich übrigens, als hätte man in einem spannenden Roman eine Hauptrolle gespielt. Klasse.