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von Nina Schulz


Das erfolgreiche Spiel „The Outer Worlds“, welches letztes Jahr von Obsidian Entertainment für PC, PS4 und Xbox One auf den Markt kam hat nun am 05. Juni dieses Jahrs auch eine Nintendo Switch Version erhalten.

Ob sich das futuristische RPG auch so gut auf der Nintendo Konsole macht haben wir getestet! Für alle, die noch gänzlich mit dem Spiel nichts am Hut hatten, habe ich eine kleine Zusammenfassung der Story geschrieben: In „The Outer Worlds“ dreht sich alles, um den mehr oder weniger erfolgreichen Versuch Menschen auf anderen Planeten anzusiedeln.

Allerdings haben sich die Kolonien in System Halcyon überhaupt nicht positiv entwickelt; Plünderungen, Korruption, Zwangsarbeit, bis hin zu Experimenten an Menschen und Mord gehören hier zum normalen Tagesablauf.

Die neue Welt wird von den fünf Fraktionen: Vorstand, Groundbreaker, Ikonoklasten, Monarch und Sublight beherrscht, diese kämpfen jedoch alle um Einfluss und Macht auf Kosten der restlichen Menschen in den Kolonien.

So werden die Rohstoffe immer knapper und die Lebensmittelversorgung gerät immer öfter ins Stocken, Schmuggel und andere Verbrechen sind demnach nur natürlich, um das Überleben in Halcyon zu garantieren.

Nicht Wenige flüchten sich in eine mit Drogen und Alkoholgetränkte Welt, um den Alltag zu überstehen.

Ein von der Erde gesandtes Raumschiff; die „Last Hope“, bemannt mit Wissenschaftlern und Experten soll die Rettung für die Kolonien sein, jedoch erreichte es nie sein Ziel und ist seit je her nur noch ein Mythos, der durch Halcyon hallt, was genau passiert ist, weiß keiner so Recht.

Diese dystopische Welt entfaltet sich vor dem Spieler als die geenterte „Last Hope“ entdeckt wird und man von einem etwas verrückten Professor namens Phineas Welles aus dem eisigen Tiefschlaf gerissen wird.

Nachdem man seinen Charakter selbst erstellen konnte, kann man sich auch schon mit zwei Gefährten ins Getümmel stürzen.

Ein festes Klassensystem ist in diesem Spiel nicht vorhanden und man kann seinen Charakter mithilfe der sechs Attribute Stärke, Intelligenz, Geschicklichkeit, Wahrnehmung, Charisma und Führung entwickeln.

Hebt man zum Beispiel die Geschicklichkeit seines Charakters an, kann man prompt mit Handfeuerwaffen mehr reißen und erhöht seine Ausweich- und Blockchance.

Seine Reisebegleitung kann man jedoch nur minimal durch „Führung“ beeinflussen.

Das alles ist jedoch nur ein Bruchteil des umfangreichen Skill-Systems in „The Outer Worlds“ und bringt einen großen Wiederspielwert mit, da man dadurch das Spiel auf viele verschiedene Arten erleben kann. Ein Kritikpunkt des Games ist jedoch, dass auf Dauer die wirkliche Herausforderung fehlt, spielt man nicht auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad sind die Kämpfe sehr einfach gemeistert und auch an den Quests mangelt es hier und dort.

Zwar ist das Spiel in vielen Aspekten sehr schön ausgearbeitet und umfangreich, aber dafür wurde an der Zeit in der Entwicklung der Umwelt und NPCs merklich gespart.

All das wird durch die Entscheidungsfreiheit, dem guten Humor, den einfallsreichen und vor allem interessanten Dialogen jedoch schnell in den Hintergrund gerückt und beeinflusst selten bis gar nicht das Spielerlebnis. Leider leidet das gute Spieldesign unter den altbekannten Problemen der Nintendo Switch, denn wo die Grafik schöne Kulissen und Szenerien auf vorherigen Plattformen bot guckt man auf der Switch nur auf einen Bruchteil der Details.

Spielt man das Spiel im Handheld-Modus fällt dies natürlich nicht so deutlich auf wie auf einem schönen, großen Fernseher und ist demnach verkraftbar, aber möchte man das dystopische Abenteuer auf einem großen Bildschirm erleben sollte man auf andere Plattformen zurückgreifen.

Aber auch im Handheld-Modus fühlt sich das Spiel alles andere als flüssig an und stockt permanent um Texturen zu laden, was schnell in einem farblichen Durcheinander ohne wirkliche Formen resultiert, vor allem in Kämpfen passiert dies relativ häufig.

Neben der unscharfen Grafik hat sich nicht viel am eigentlichen Spiel geändert außer, dass man nun die Steuerung begrenzt beeinflussen kann, was aber deutlich nicht als einziges Pro auf der Nintendo Switch reicht um an das Spielerlebnis der anderen Konsolen heranzukommen. Möchte man also das richtige „The Outer Worlds“ erleben, sollte man auf Alternativen zurückgreifen, sofern es möglich ist.

Abgesehen davon ist das Spiel eine definitive Kaufempfehlung und besonders Fans von „Fallout“ werden hier nicht enttäuscht, denn das Spiel erinnert schon von Anfang an, an das beliebte RPG und liefert eine spannende, vielseitige Story.