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Am zehnten November hat Wired Productions das Spiel „The Falconeer“ von Tomas Sala. Es handelt sich dabei um ein Luftkampfspiel, allerdings ist man hier weder mit Kampfflugzeug, noch -hubschrauber unterwegs, sondern nimmt auf einen großen Vogel Platz. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One X angesehen.

Wir finden uns in einer offenen Spielwelt wieder. Hier streiten verschiedene Fraktionen um die Vorherrschaft, während Piraten ihr eigenes Süppchen kochen. Das Intro zeigt beeindruckende Szenen und macht schon mal Lust auf mehr, es folgt der Prolog, der als eine Art Tutorial daherkommt und den Spieler mit der Steuerung und dem weiteren Gameplay vertraut macht. Und dann wird der Spieler ins kalte Wasser geschubst.

Wo muss ich hin, was soll ich tun, wer sind die verschiedenen Gruppen und warum bekriegen sie sich? Nun, das muss der Spieler selbst herausfinden, denn in der rund zwölf Stunden umfassenden Kampagne ist er zu Beginn komplett auf sich selbst gestellt. Und schon warten die ersten Missionen, die jeweils mit einem kurzen Gespräch eingeläutet werden, in deutscher Sprachausgabe. Hier gilt es, genau zuzuhören, denn so bekommt man nach und nach mit, was hier eigentlich gespielt wird.

Bei jedem Start kann die Fraktion ausgewählt werden, der Charakter samt seinem Falken und das Startkapitel. Vier Klassen gibt es im Spiel, der Falconeer ist ideal, um Schiffe zu eskortieren und vor Piraten zu schützen, der Mercenary macht alles für jeden, der ordentlich zahlt, der Imperial Freelancer kann für verschiedene Fraktionen tätig werden und der Mancer Seeker ist stets auf der Suche nach Relikten und ungewöhnlicher Technologie.

Vier Kapitel gibt es im Spiel, zwischen denen man jederzeit wechseln kann. Mit dem Erfüllen von Missionen verdient man sich bessere Waffen oder neue Munitionstypen. Neben den Hauptmissionen, die die Geschichte vorantragen, gibt es unzählige Nebenmissionen, es gibt für einen Falconeer jede Menge Arbeit.

Gekämpft wird natürlich auch, ist ja schließlich ein Luftkampfspiel. Bei den Kämpfen gibt es allerdings einen Kritikpunkt, denn diese laufen fast immer gleich ab, der Spieler zieht seine Runden und schießt einen Gegner nach dem anderen ab, während er versucht, den Geschossen des Gegners auszuweichen. Viel Spielraum für taktische Variationen gibt es hier nicht und gegen zähe Gegner sind die Kämpfe schon manchmal eine Geduldsprobe.

Verliert man im Kampf zuviel Energie oder geht die Munition zur Neige, füllt man den Bestand per Sinkflug wieder auf, ist der Falke verletzt, sollte man sich kurz aus dem Kampf nehmen. Den Laser lädt man praktischerweise mit dem nächsten Gewitter wieder auf.

Die Steuerung ist nicht einfach und es dauert eine Weile, bis man sie wirklich verinnerlicht hat. Dann aber fliegt man gekonnt durch die Spielwelt und nutzt Winde und Ströme aus.

Aller Anfang ist schwer und da könnte es für den einen oder anderen Spielern schon zu Frust führen, wenn man immer wieder stirbt. Erst mit den besseren Waffen und gehobener Ausrüstung geht es etwas leichter zu.

Grafisch sieht „The Falconeer“ klasse aus und läuft jederzeit butterweich. Der Sound samt guter deutscher Sprachausgabe kann ebenfalls überzeugen. Es macht sehr viel Spaß, einfach seine Runden zu drehen und die Welt aus der Vogelperspektive anzuschauen. Die Kämpfe hingegen könnten etwas abwechslungsreicher sein. Schönes Spiel, auch wenn man hin und wieder den Eindruck hat, es wäre etwas mehr drin gewesen.