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Das erste Spiel der „Tales of“ Reihe war „Tales of Phantasia“ und erschien 1995 in Japan. Und im Laufe der Jahre kamen immer weitere Spiele für die jeweils aktuellen Konsolen und den PC dazu. Entwickelt wurden die Spiele alle bei Bandai Namco. Nun steht mit „Tales of Arise“ das nunmehr achtzehnte Spiel der Reihe in den Shops, erhältlich für PC, PS4, PS5, Xbox One und die Xbox Series X. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox Series X angesehen.

Wer schon einmal ein Spiel der Tales of Reihe gespielt hat, weiß, dass es sich dabei um exquisite Vertreter des JRPG-Genres handelt. Und so war ich gespannt darauf, ob das auch für „Tales of Arise“ zutrifft.

Der Spieler übernimmt die Rolle von einem Mann mit dem Namen Eisenmaske, der dummerweise sein Gedächtnis verloren hat. Er hat etwa keine Ahnung, warum er keinen Schmerz verspüren kann. Und das klärt sich auch nicht gleich, sondern erst, wenn das Spiel schon einige Stunden im Gange ist. Und ja, nach einigen Stunden steht man immer noch am Anfang des Spiels, denn auch hier ist der Umfang gewaltig und man kann gut und gerne sechzig Stunden bis zum Ende verbringen.

Alphen, so der richtige Name von Eisenmaske, muss seine Abenteuer allerdings nicht allein bestehen, zumindest nicht lange, denn die Figuren Shionne, Law und Rinwell gesellen sich schon bald dazu. Alles grundverschiedene Charaktere, die alle auch einen anderen Grund haben, mit der Partie loszuziehen. Allerdings eint sie eine gemeinsame Mission, die wollen die Danhnäer von der Tyrannei der Renäer befreien.

Um das zu schaffen, müssen sie durch das ganze Land ziehen und die fünf großen Lords zu Kämpfen herausfordern. Erst dann können die Dahnäer wieder in Frieden und Freiheit leben. Und im Vergleich zu den Vorgängerspielen kommt nicht nur die Geschichte von „Tales of Arise“ deutlich düsterer daher. Leid, Tod und Verlust sind allgegenwärtig, das bekommen nicht nur die Figuren zu spüren, das überträgt sich auch auf den Spieler, was allgemein für eine beklemmenden Atmosphäre in so mancher Situation sorgt.

Das Kampfsystem von „Tales of Arise“ ist ausgeklügelt und bietet dank normaler Attacken, Arts und Boost-Angriffen unglaublich viele Möglichkeiten. Und das entfach ein Spektakel auf dem Bildschirm, dass ich vorher noch in keinem Rollenspiel gesehen habe. Eine atemberaubende Optik. Wobei natürlich jeder Charakter seine speziellen Fähigkeiten hat und auch eine Figur (Shionne) mit Heilkräften ausgestattet ist.

Wow, ich bin begeistert von „Tales of Arise“. Das Spiel kommt einem dank der wunderbaren, wendungsreichen Geschichte wie ein spielbares düsteres Märchen vor. Die Grafik ist dank Unreal Engine 4 wunderschön und zeigt einen gewaltigen Unterschied zu den Vorgängern. Der Sound steht dem in nichts nach. Die Spielwelt ist ebenso umfangreich wie detailliert, es gibt so viel zu entdecken, Nebenmissionen zu erfüllen und Gegner zu besiegen. Und wenn das noch nicht reicht, unterhält man sich einfach mit den anderen Mitgliedern der Gruppe und lernt sie erst durch diese Dialoge richtig kennen. „Tales of Arise“ ist das beste JRPG, das mir in den letzten Jahren untergekommen ist und hat unsere Höchstwertung verdient.