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Soulslike, ein Begriff, den man immer wieder in Verbindung mit Games liest, aber was bedeutet das eigentlich? Der Begriff wird seit 2015, nach der Veröffentlichung von „Dark Souls II“ häufig genutzt, um ähnliche Spiele zu beschreiben. In der Regel handelt es sich dabei um Rollespiele mit großem Actionanteil oder Action-Adventures. Fast immer spielen sie in einer trostlosen Welt und der Spieler stirbt viele Bildschirmtode, bevor er die richtige Taktik für Bossgegner herausgefunden hat. Nun steht ein neuer Vertreter des Soulslike-Genres bereit, „Tails of Iron“, das von Odd Bug Studio entwickelt wurde. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox Series X angesehen.

Der Spieler findet sich im tiefsten Mittelalter wieder. Und das ganze Land wird unterjocht, von fiesen, fürchterlichen Fröschen. Auch die Purpurfestung wollen sich diese Fliegenfresser unter die Zunge reißen. Doch sie haben die Rechnung ohne Redgi gemacht, seinerseits Spross vom Rattenkönig Rattus. Bei einer Zeremonie tötet der Anführer der Frösche. Grünwartz, Rattus mit einem Speer. Ein kurzer Kampf und Redgi verliert das Bewusstsein. Als er wieder erwacht, liegt die Burg, seine Heimat, in Trümmern. Redgi muss nun seinem Vater alle Ehre machen, der schon immer gegen die Froschplage gekämpft hat.

Und Kämpfe stehen von nun an an der Tagesordnung und die sind teilweise bockschwer, verschiedene Schwierigkeitsgrade sucht man hier vergebens. Oft greift die Froschbande oder andere Gegner nicht allein an, was es auch nicht leichter macht und bei jedem Kampf gilt es, die richtige Taktik, beziehungsweise die Schwachstellen der Gegner herauszufinden. Das kann bei Anfängern schon mal in Frust ausarten, Soulslike-Kenner kommen voll auf ihre Kosten. Was besonders fair gelöst ist: nach jedem erfolgreichen Kampf winkt ein Speicherpunkt. Das motiviert ungemein.


Aber es wird nicht nur gekämpft, zwischendurch bitten andere Ratten Redgi um Hilfe, dafür bekommt der Rattenprinz Hinweise, wohin es als nächstes geht. Und auf dem Weg werden allerlei Sachen eingesammelt, die später vielleicht nützlich werden könnten, auch, wenn sie nicht sofort gebraucht werden.


Kaum ein Indie-Spiel hat mich in der letzten Zeit so positiv überrascht wie „Tails of Iron“. Die tolle Geschichte wurde handgezeichnet wunderschön in Szene gesetzt. Das schafft zusammen mit dem perfekten Sound eine grandiose Atmosphäre. Und das motiviert zum Weitermachen, auch wenn man an einem Gegner schon dutzendmal gescheitert ist, denn man will einfach mehr von dieser Welt sehen. Am liebsten hätte ich mir den ein oder anderen Screenshot als Poster ins Arbeitszimmer gehängt. Auch an der Steuerung gibt es nichts auszusetzen. Sicher, ein leichterer Schwierigkeitsgrad würde das Spiel für Anfänger zugänglicher machen, aber so gefällt es mir besser. Großartiges Spiel, unbedingt ausprobieren.