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Beim Straßenfußball gibt es einige gravierende Unterschiede zum regulären Kick. Die Mannschaften sind kleiner, ebenso wie das Spielfeld und letzteres kann sich überall befinden, auf der Straße, einer Wiese oder einem Parkplatz. Aber eines haben beide gemeinsam, wer mehr Tore schießt, gewinnt. Es gab schon einige Möglichkeiten virtuellen Straßenfußball zu spielen, aber in den letzten Jahren gab es da wenig neues. Nun soll „Street Power Football“ Abhilfe schaffen. Das Spiel stammt von SFL Interactive und Maximum Games. Wir haben auf der Xbox One gegen den Ball getreten.

Sean Garnier ist ein französischer Freestyle-Kicker, der früher bei Auxerre und Troyes gespielt hat, seine Profi-Karriere auf Grund von Verletzungen aber schnell wieder aufgeben musste. Hier fungiert er als Gesicht des Spiels.

Vier Spielmodi stehen zur Auswahl: Street Power, Freestyle, Panna und Trick-Shot. Bei Street Power spielen auf jeder Seite ein, zwei oder drei Spieler, es siegt das Team, das zuerst fünf Tore erzielt. Allerdings kommen beim ersten Versuch gleich einige Schwächen des Spiels zum Vorschein. So ist die Kameraführung nicht ideal und der Überblick geht schnell verloren, auch die Steuerung wirkt hakelig und so verkommt das Pass- zum Glücksspiel.

Per Button lassen sich Tricks vollführen, die spektakulär wirken, aber wenig mit der Realität zu tun haben. Jeder Spieler hat dabei seine eigenen Fähigkeiten. Der Story-Modus im Spiel wird von Garnier begleitet und kommentiert. Hier erfüllt der Spieler verschiedene Herausforderungen mit dem Ziel, der beste zu werden. Das ist es aber auch schon, es gibt keinen Aufstieg, keine Meisterschaft oder ähnliche Ziele.

Kommen wir zum Freestyle-Modus. Hier wird im Takt der Musik gekickt. Und so gilt es, zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Buttons zu drücken. Aber auch hier gibt es Probleme bei der Umsetzung und es ist ziemlich schwierig, immer den richtigen Button passend zu drücken.

Bei Panna geht es bei 1 gegen 1 darum, den Ball auf Objekte zu kicken. Dank der unpräzisen Steuerung ein reines Glücksspiel. Last but not least kommt Trick-Shot im Spiel und dabei hatte ich den meisten Spaß. Hier geht es darum, verschiedene Objekte mit dem Ball umzustossen.

Endlich wieder ein Straßenfußball-Spiel auf dem Markt und ich habe mich richtig darauf gefreut, aber die Umsetzung lässt leider zu Wünschen übrig. Die Steuerung ist derart unpräzise, dass es kaum Spaß macht, und bis auf Trick-Shot kaum Fußball-Feeling aufkommen lässt. Die Grafik schaut nicht sonderlich gut aus und auch die Physik im Spiel kann kaum punkten. Hier wäre so viel mehr drin gewesen und soviel Potenzial wurde verschenkt.