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Die Studios 5pb und Nitroplus brachten vor rund zehn Jahren das Spiel „Steins;Gate“ in die Läden. Erschienen ist das Spiel für die Xbox 360, PC und die PSP. Später folgten Adaptionen der Geschichte als Manga und Anime. Nun gibt es ein Remake des Spiels mit dem Titel „Steins;Gate Elite“, das wir uns auf der Switch angesehen haben.


„Steins;Gate Elite“ ist kein Spiel im herkömmlichen Sinn, sondern ein Visual Novel. Der Spieler folgt die meiste Zeit der Story und den Dialogen und interagiert nur hin und wieder, um etwa eine wichtige Entscheidung zu treffen.

Die Story dreht sich um den Wissenschaftler Rintarou Okabe, ein typischer Otaku. Er glaubt, von einer geheimen Organisation gejagt zu werden und telefoniert auch schon mal mit sich selbst. Dabei hält er sich stets für ein wissenschaftliches Genie. Nach einem Vortrag über Zeitreisen ändert sich seine Welt allerdings dramatisch. Er findet eine junge Wissenschaftlerin tot auf, am nächsten Tag spaziert sie herum, als wenn nichts gewesen wäre, dagegen soll der Vortrag niemals stattgefunden haben. Als er dann noch herausfindet, dass er mit einer umgebauten Mikrowelle Nachrichten durch die Zeit schicken kann, bringt das sein Leben vollständig durcheinander.

Zeitreisen stehen hier im Mittelpunkt, doch es gibt auch jede Menge weiterer wissenschaftliche Themen, die so erklärt werden, dass alles logisch klingt. So wird auch versucht, die Zeitreisen zu erklären, was hinterher völlig nachvollziehbar klingt. Und das ist keineswegs so trocken, wie es klingt, sondern fesselt den Spieler immer wieder vor dem Bildschirm. Dank der wunderbaren Figuren, die genug Tiefe bekommen, wird der Spieler förmlich in die Story hineingesogen.

Und so muss Okabe immer wieder zu Zeitreisen greifen, was für ihn eine enorme Belastung darstellt. Denn was ein kleiner Fehler in der Vergangenheit für Auswirkungen in  der Gegenwart haben kann, kann sich sicher jeder denken. Immer wieder muss er Entscheidungen treffen und hier kommt der Spieler an die Reihe, denn er kann auf diese SMS antworten und so den weiteren Verlauf beeinflussen. Ob die Geschichte ein gutes Ende findet, oder ein schreckliches, liegt an den Entscheidungen des Spielers.

Das Original zeigte die Story in Bildern, während das vorliegende Remake die Szenen aus der Anime-Umsetzung nutzt, was das ganze schon fast zu einem interaktiven Film macht. Es gibt natürlich sehr viel zu lesen, schwierige Wörter, etwa wissenschaftliche Fachbegriffe sind rot markiert und lassen sich anklicken, um eine Erklärung zu erhalten.

Schon „Steins;Gate“ galt als Genre-Primus, „Steins;Gate Elite“ bringt die großartige Geschichte noch einmal deutlich verbessert auf die Switch. Von Beginn an fesselt die Story und die Entscheidungen, die der Spieler beiträgt werden immer wichtiger und beeinflussen das Geschehen immer stärker. So macht auch mehrmaliges Durchspielen Spaß, denn man kann die Story in völlig andere Bahnen lenken. Die Sprecher sind hervorragend, allerdings nur japanisch, die Texte liegen allerdings in Englisch vor. Einfach zusammengefasst ein großartiges Spiel, das man kaum hätte verbessern können. Unsere Höchstwertung ist da verdient.