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Seit den Zeiten des seligen Atari VCS sind Stars Wars Videospiele nicht mehr wegzudenken und nahezu jedes seit dem aktuelle System hat seine Spiele bekommen. Wie sich die Möglichkeiten der Technik geändert haben, sieht man auch gut an der Geschichte dieser Games. Anfangs bestanden die AT-ATs nur aus wenigen Pixeln, heute sehen sie so aus, als würde sie direkt aus dem Film stammen. Was trotz genialer Titel wie „Star Wars Battlefront 2“ oder „Jedi: Fallen Order“ fehlt, sind die klassischen Weltraumkampfspiele wie „Tie Fighter“. Abhilfe soll da „Star Wars Squadrons“ schaffen, das Electronic Arts vor Kurzem für die Xbox One und die PS4 veröffentlicht hat. Wir sind auf der Xbox One X durchgestartet.

Kommen wir gleich zur Kampagne für Solo-Spieler, für mich immer das Herzstück eines Spiels. Die Geschichte setzt direkt nach den Ereignissen von „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ ein. Der zweite Todesstern wurde zerstört, der Imperator besiegt und Darth Vader ist tot. All dem ging aber eine verlustreiche Schlacht voraus. Und beide Seiten haben Freunde und Familie verloren. Der Spieler übernimmt nun im Wechsel die Kontrolle über je einen Piloten der Allianz und des Imperiums. Und beide wollen ihre verlorenen Liebsten rächen.

Vierzehn Missionen gilt es zu absolvieren. Und in den verschiedenen Raumjägern kommt gleich das richtige Star Wars Feeling auf. Dazu trägt auch maßgeblich die rundum gelungene Synchronisation bei. Man kommt sich bei den Kämpfen vor, wie in einem der Filme der Originaltrilogie. Und man ist hier auch nicht nur entweder im X-Wing oder im Tie-Fighter unterwegs, zwei der ikonischsten Jäger der Serie, sondern es wird richtig viel Abwechslung geboten. Mal im A-Wing für die Rebellen, dann wieder ab in einen Tie-Interceptor.

Auch zwei völlig neue Schiffe hat „Star Wars Squadrons“ zu bieten, die beide dem Support für die anderen Jäger dienen. Auf der Seite der Rebellen ist das der U-Wing und das Gegenstück auf der Seite des Imperiums ist der Tie-Reaper. Vor allem im Multiplayerpart des Spiels sind die beiden wichtig und liefern wichtigen Nachschub wie Schilde an die Kameraden im Einsatz.

Die verschiedenen Schiffe haben aber nicht nur eine unterschiedliche Optik, sie fliegen sich auch völlig anders. Und so hat jedes Schiff seine Vor- und Nachteile, die es taktisch klug einzusetzen gilt. Ob man nun die schnellen Jäger X-Wing oder Tie-Fighter fliegt, die Allround-Abfangjäger A-Wing oder Tie Interceptor nutzt oder die schweren Bomber Y-Wing oder Tie-Bomber steuert, es macht irre viel Spaß. Manche Missionen überlassen dem Spieler die Wahl zwischen verschiedenen Schiffen, andere schreiben eine bestimmte Klasse vor.

„Star Wars Squadrons“ muss man aber nicht allein spielen, es gibt auch Multiplayermodi. So etwa reine Luftkämpfe, in denen der gewinnt, der zuerst 30 Abschüsse verbuchen kann. Und dann den Flottenkämpfe-Modus. Hier treten zwei Teams mit je fünf Spielern gegeneinander an.

„Star Wars Squadrons“ ist das Spiel, was mir so viele Jahre gefehlt hat. Großartige, abwechslungsreiche Weltraumkämpfe auf Seiten der Rebellen UND des Imperiums. Und das perfekt präsentiert mit wunderschöner flüssiger Grafik und sensationellem Sound. Die Kampagne nimmt rund acht Stunden in Anspruch und motiviert zum erneuten Durchspielen, auch der Multiplayerpart macht Spaß. Dazu kommt ein Preis von unter 40 Euro, was ein herausragendes Preis-Leistungs-Verhältnis ist. Bitte mehr davon.