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Im Jahr 2017 kam das Spiel „MudRunner“ von Saber Interactive in die Läden. Im Spiel ging es darum, mit zumeist älteren LKW Lieferungen durchzuführen, zum größten Teil abseits befestigter Pisten. Das Spiel kam bei den Gamern hervorragend an und wird auch heute noch viel genutzt. Seit dem vergangenen Monat steht der Nachfolger am Start, „SnowRunner“. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One X angesehen.

Ziel des Spiels ist es, Transportaufträge auszuführen. Mit einem LKW holt man an einem bestimmten Ort eine Ware ab und transportiert sie zu einem zweiten. Klingt wie die xte Variante eines Truck-Simulators? Eigentlich schon, aber doch ganz und gar nicht. Denn hier wird der kleinste Teil der Strecke auf Straßen zurückgelegt, der größte Teil durch extremes Gelände. Wir fahren keine Terminfracht in aller Herren Länder, sondern Lieferungen an Orte, von denen die üblichen Speditionen noch nie etwas gehört haben. Und dafür stehen nicht die neuesten High-Tech-Gelände-Laster zur Verfügung, sondern eher in die Jahre gekommene Transporter.

Aber der LKW ist nicht allein. Mit einem Geländewagen kann man die Strecke vorab erkunden, sehen, wo das Wasser oder die Spurrillen zu tief sind oder der Schlamm unüberwindbar. Zudem dient der Geländewagen als Befestigungspunkt für die Seilwinde des LKW, die ziemlich oft zum Einsatz kommt.

Und dann geht es los, mit unserem LKW fahren wir zum ersten Zielort, an dem wir die Ladung in Empfang nehmen, dann geht es weiter. Auf der Straße geht es noch zügig voran, dann aber wird plötzlich jeder zurückgelegter Meter zum Erfolg. Allradantrieb, das Sperrdifferenzial und die Seilwinde sind hier die einzigen Hilfen. Und, man mag es kaum glauben, das motiviert ungemein, und zwar so sehr, dass man Stunden mit diesem Spiel verbringt, ohne es überhaupt wahrzunehmen.

Zu Beginn übernimmt man Aufträge in Michigan. Eigentlich könnte man auch direkt in Alaska durchstarten, aber da ist mit dem Fahrzeugbestand zu Beginn des Spiels kein Blumentopf zu gewinnen. Und so übernimmt man erstmal die vermeintlich einfacheren Aufträge, die aber auch schon extremst fordernd sind. Mit den Aufträgen kommt Geld in die Kassen und damit kann der Fuhrpark erweitert und die Fahrzeuge mit Zubehörteilen gepimpt werden.

Übung macht den Meister, zwar gibt es ein kleines Tutorial, aber den größten Teil verinnerlicht der Spieler mit learning by doing. Wer nicht gern allein unterwegs ist, kann auch den Koop-Onlinemodus nutzen.

Wie auch schon der Vorgänger ist auch „SnowRunner“ extrem motivierend und noch viel fordernder. Der Schwierigkeitsgrad bewegt sich auch schon zu Beginn ganz hart an der Frustgrenze, um so größer ist die Freude über jeden abgeschlossenen Auftrag. Das Erkunden der optimalen Route, der Transport selbst und den Laster immer wieder aus scheinbar aussichtslosen Situationen zu befreien macht einfach riesigen Spaß. Auch grafisch kann sich das Spiel sehenlassen, der Sound, der hier eher zweitrangig ist, ist ebenfalls in Ordnung. Ich bin gespannt, wann die ersten Mods auftauchen. Tolles Spiel, dass ich gern weiterempfehlen kann. Wer allerdings nur eine schnelle Runde drehen will, ist hier verkehrt.