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Vor vier Jahren kam das von Saber Interactive entwickelte Spiel „MudRunner“ in die Läden. Darin musste man mit einem LKW Transportaufträge erledigen, allerdings abseits befestigter Straßen, und das war alles andere als einfach. Das Spiel war erfolgreich und wird auch heute noch gern gespielt. Im vergangenen Jahr kam dann der Nachfolger „SnowRunner“ in die Läden und Online-Shops. Nun ist auch eine Version für die Switch dazugekommen. Wir haben uns erneut auf die verschneiten Pisten gewagt.

Ziel des Spiels ist es, Transportaufträge auszuführen. Mit einem LKW holt man an einem bestimmten Ort eine Ware ab und transportiert sie zu einem zweiten. Klingt wie die xte Variante eines Truck-Simulators? Eigentlich schon, aber doch ganz und gar nicht. Denn hier wird der kleinste Teil der Strecke auf Straßen zurückgelegt, der größte Teil durch extremes Gelände. Wir fahren keine Terminfracht in aller Herren Länder, sondern Lieferungen an Orte, von denen die üblichen Speditionen noch nie etwas gehört haben. Und dafür stehen nicht die neuesten High-Tech-Gelände-Laster zur Verfügung, sondern eher in die Jahre gekommene Transporter.

Aber der LKW ist nicht allein. Mit einem Geländewagen kann man die Strecke vorab erkunden, sehen, wo das Wasser oder die Spurrillen zu tief sind oder der Schlamm unüberwindbar. Zudem dient der Geländewagen als Befestigungspunkt für die Seilwinde des LKW, die ziemlich oft zum Einsatz kommt.

Und dann geht es los, mit unserem LKW fahren wir zum ersten Zielort, an dem wir die Ladung in Empfang nehmen, dann geht es weiter. Auf der Straße geht es noch zügig voran, dann aber wird plötzlich jeder zurückgelegter Meter zum Erfolg. Allradantrieb, das Sperrdifferenzial und die Seilwinde sind hier die einzigen Hilfen. Und, man mag es kaum glauben, das motiviert ungemein, und zwar so sehr, dass man Stunden mit diesem Spiel verbringt, ohne es überhaupt wahrzunehmen.

Zu Beginn übernimmt man Aufträge in Michigan. Eigentlich könnte man auch direkt in Alaska durchstarten, aber da ist mit dem Fahrzeugbestand zu Beginn des Spiels kein Blumentopf zu gewinnen. Und so übernimmt man erstmal die vermeintlich einfacheren Aufträge, die aber auch schon extremst fordernd sind. Mit den Aufträgen kommt Geld in die Kassen und damit kann der Fuhrpark erweitert und die Fahrzeuge mit Zubehörteilen gepimpt werden.

Übung macht den Meister, zwar gibt es ein kleines Tutorial, aber den größten Teil verinnerlicht der Spieler mit learning by doing. Wer nicht gern allein unterwegs ist, kann auch den Koop-Onlinemodus nutzen.

Wie auch schon der Vorgänger ist auch „SnowRunner“ extrem motivierend und noch viel fordernder. Der Schwierigkeitsgrad bewegt sich auch schon zu Beginn ganz hart an der Frustgrenze, um so größer ist die Freude über jeden abgeschlossenen Auftrag. Das Erkunden der optimalen Route, der Transport selbst und den Laster immer wieder aus scheinbar aussichtslosen Situationen zu befreien macht einfach riesigen Spaß. Auch grafisch kann sich das Spiel sehenlassen, der Sound, der hier eher zweitrangig ist, ist ebenfalls in Ordnung. „SnowRunner“ ist ein großartiges Spiel, auch auf der Switch, die Portierung ist tadellos gelungen und macht auch unterwegs auf der Switch Lite großen Spaß. Per Season Pass werden die Spieler zudem mit neuen Inhalten versorgt, gerade ist Season 4: New Frontiers erschienen, das in der russischen Amur Oblast Region vier neue Karten bietet. Auch für ein weiteres Jahr sind neue Inhalte angekündigt, der Season Pass 2 ist bereits erhältlich.