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Aus dem Hause Atlus stammt die Rollenspielreihe Megami Tensei. Das erste Spiel der Reihe erschien 1987 für MSX, PC-88, FM-7 und Sharp X1. Mittlerweile beinhaltet das Spieluniversum beeindruckende 88 Spiele in verschiedenen Reihen und Serien. Im Jahr 2003 erschien „Shin Megami Tensei: Nocturne“ für die Playstation 2. Nun, achtzehn Jahre später, ist das Spiel unter dem Titel „Shin Megami Tensei III Nocturne HD Remaster“ auch für die Playstation 4 erschienen. Wir haben uns das Spiel angesehen.

Alles neu, macht der Mai? Nicht so wirklich. Auf den ersten Blick sieht das Spiel klasse aus. Die Grafik wurde enorm verbessert, immerhin spielen wir nun auf der übernächsten Generation der Konsolen seit Erscheinen des Originalspiels. Allerdings ist das Spiel immer noch ein wenig deatilarm. Eine weitere Neuerung ist eine weitere Schwierigkeitsstufe, zudem ist es nun möglich, jederzeit und so oft man möchte, zu speichern, was deutlich weniger Frust bedeutet. Und das Sahnehäubchen zum Schluß: es gibt eine alternative Handlung mit der Figur Raidou Kuzunoha.

Leider gilt das Remaster nicht für die Musik, die immer noch gleich klingt wie auf der Playstation 2. Das Kampfsystem läuft rundenbasiert ab, einen zusätzlichen Angriff erhält der Spieler, wenn er Schwachstellen der Gegner erkennt und ausnutzt. Das erinnert ein wenig an Persona 5, das ja im gleichen Spieluniversum angesiedelt ist. Hilfe erhält der Spieler von seinen Dämonen, mit denen er ein Team bildet. Diese Dämonen lassen sich auch umwandeln und so erhält der Spieler einen ganz anderen Mitstreiter.

Auch der Spieler verkörpert hier einen Dämon, kann sich allerdings nicht in etwas anderen umwandeln. Dafür kann er das dunkle Magatama aufnehmen, was ihm Boni auf seine Attribute verleiht. Wie in Rollenspielen üblich können bei Levelaufstieg Skillpunkte verteilt werden.

Ich habe „Shin Megami Tensei III Nocturne HD Remaster“ auf der PS5 ausprobiert und es schaut wirklich gut aus. Leider war das Spiel schon damals ziemlich arm an Details und alles wirkte leer, das hat sich nicht geändert. Klasse ist wie eh und je das Kampfsystem, das viele Varianten ermöglicht. Nicht so schön ist, dass der Soundtrack nicht überarbeitet wurde. Fans der Originalspiels oder von Persona 5 werden auch dieses lieben, Neueinsteiger sollten sich auf einiges gefasst machen, denn sie werden mehr oder weniger ins kalte Wasser geworfen, ohne viel Erklärungen. Die englische Synchro ist gut gelungen. Alles in allem ein sehr gutes JRPG, das allerdings auch nach dem neuen Antrich sein Alter nicht verhehlen kann.