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Das japanische Action-Rollenspiel „Scarlet Nexus“ entstand als Koproduktion der Studios von Bandai Namco und Tose. Das Spiel ist in einer alternativen Welt in der Zukunft angesiedelt und beschreibt den Kampf gegen Wesen, die die Anderen genannt werden. Mittlerweile wurde die Geschichte auch schon als Anime-Serie adaptiert. Das Spiel ist für Konsolen und PC veröffentlicht worden, wir haben uns „Scarlet Nexus“ auf der Xbox Series X angesehen.

In der Zukunft einer alternativen Welt haben die Menschen nicht nur ein psionisches Hormon entwickelt, sondern auch spezielle Fähigkeiten des Gehirns. Die Regierung hat eine Einheit namens Other Supression Force, kurz OSF, gebildet, die den Kampf gegen die Anderen aufnehmen soll. Die Anderen sind Monster, die sich von Gehirnen ernähren und auch sonst einen eher gruseligen Eindruck machen.

Während des Trainings der neuen OSF-Rekruten wird ihnen ein Brain-Link-System eingepflanzt. Damit können sie ihr Gehirn mit dem anderer Team-Mitglieder, dem OSF Hauptrechner oder anderen Computern verbinden.

Die Geschichte von „Scarlet Nexus“, auf die ich hier nicht in Einzelheiten eingehen werde, um nicht zu spoilern, ist sensationell gut, komplex und bietet unheimlich viele Handlungsstränge, mit denen man eine ganze TV-Serie füllen könnte, über mehrere Staffeln.

Zu Beginn hat man übrigens die Auswahl, die Steuerung über zwei grundverschiedene Figuren zu übernehmen. Da ist zum einen Kasane Randall, ein Rekrut der OSF, zum anderen Yuito Sumeragi, der zur Gründerfamilie der Stadt gehört. Bei beiden Figuren bekommt der Spieler eine völlig eigene Geschichte und so lohnt es sich, unbedingt beide Varianten zu spielen. Und auch nur so bekommt der Spieler auch alle Einzelheiten zu sehen.

Nach und nach schließen sich Mitstreiter an, die nicht nur Beiwerk sind, sondern alle ihre ganz eigenen Hintergründe und Eigenschaften haben. Und die Eigenschaften und speziellen Fähigkeiten lassen sich auch mit dem oben erwähnten Brain-Link aneignen. Praktische Sache.

Gekämpft wird natürlich auch reichlich und hier kommt auch die besagte Psychokinese ins Spiel. Das im Wechsel mit dem einen oder anderen Schwerthieb ist schon eine feine Sache, denn mit dieser Fähigkeit lassen sich per Kraft der Gedanken ziemlichj große Objekte bis hin zu Fahrzeugen auf die Gegner schleudern. Zudem lassen sich die eigenen Kräfte mit denen der anderen Team-Mitglieder kombinieren.

Wie in Rollenspielen üblich, gibt es auch hier Levelaufstiege, die mit erweiterten Skills verbunden sind.

Optisch ist „Scarlet Nexus“ auf der Series X eine Wucht, man fühlt sich als Spieler, als würde man die Hauptfigur in einer Anime-Serie sein, der Sound steht dem in nichts nach. Die Story gehört zum besten, was mir in den letzten Jahren in Spielen untergekommen ist und die Möglichkeit, gleich zwei Geschichten erleben zu können, ist klasse. Das Kampfsystem ist fantastisch und geht nach kurzer Eingewöhnung gut von der Hand, wie auch die restliche Steuerung. Zudem gibt es unglaublich viel zu entdecken und zu erfahren. Ein wirklich großartiges Spiel, das unsere Höchstwertung verdient hat.