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Fast genau vor neun Jahren kam das Spiel „Rock of Ages“ auf den Markt. Die Mischung aus Tower Defense und Rennspiel erinnerte an Klassiker wie „Marble Madness“. Die Fortsetzung mit dem Titel „Bigger & Boulder“ kam 2017 heraus und nun steht mit „Make & Break“ Teil drei der Reihe bereit. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.

Ihr kennt die Geschichte um Odysseus? Wenn nicht, empfehle ich euch einschlägige Literatur oder entsprechende Filme. Wenn ihr sie schon kennt, wisst ihr, wo das Spiel startet. Der Spieler übernimmt die Rolle von Elpenor, der zur Truppe von Odysseus gehört. Das stellt allerdings nur das Szenario dar, eine Geschichte wird im Spiel nicht wirklich erzählt.

Ein Tutorial zeigt dem Spieler die wichtigsten Elemente, das meiste muss man aber durch Try & Error selbst herausfinden. Wer die Vorgänger nicht kennt, dürfte nun einige Frustmomente erleben.

Wie die beiden Vorgänger kommt auch „Make & Break“ als Mischung aus Tower Defense und Geschicklichkeitsrennspiel daher. Das Gameplay ist im Vergleich zu den Vorgängern nahezu gleich geblieben. Echte Neuerungen findet man nur in kleinen Dosen. Als Felsbrocken macht der Spieler nun allerlei Pisten unsicher, nimmt an Wettläufen, Zeitrennen oder Kriegen teil.

Dabei ist darauf zu achten, möglichst wenig Schaden zu nehmen. Denn die Strecken sind mit allerlei Abwehrmaschinen und -Waffen gespickt und so wird der Weg zum Ziel, etwa ein Burgtor, keine Vergnügungstour. Die Steuerung geht dabei, wie schon bei den ersten beiden Spielen, gut von der Hand und ist schnell verinnerlicht.

Und rollt man nicht als Fels durch die Gegend, besteht die Aufgabe darin, die eigene Festung zu schützen, indem Katapulte oder andere Abwehranlagen installiert werden, die es dem Gegner auf seinem Weg möglichst schwer machen. Vor jedem Level gilt es, die entsprechenden Varianten auszuwählen.

Je länger gespielt wird, um so größer wird die Auswahl an Felsen, die dem Spieler zur Verfügung stehen. Jeder davon hat seine Vor- und Nachteile in Bezug auf Gewicht, Robustheit, Geschwindigkeit und so weiter. So rollt man sich durch die antike Mythologie, und geniesst den skurillen Humor, der an die legendären Filme der Truppe von Monty Python erinnert.

Und wem die integrierten Level nicht reichen, der kann sich am enthaltenen Editor austoben und die wahnwitzigsten Strecken basteln, die die Antike je gesehen hat.

„Rock of Ages 3: Make & Break“ ist ein gelungenes Spiel, das richtig Laune macht, immer wieder für Lacher sorgt und in jeder Hinsicht ungewöhnlich ist. Allerdings gibt es auch Minuspunkte. Kennt man die beiden Vorgänger, wird wenig neues geboten. Kennt man die beiden Teile nicht, wird es länger dauern, mit der Spielmechanik klarzukommen, denn das Tutorial ist eher eine Kurzanleitung. Sieht man darüber hinweg, bekommt man ein Spiel, das über viele Stunden prima Unterhaltung bietet.