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Im Jahr 2015 kam das Motorradrennspiel „Ride“ in die Läden. Das Spiel wurde bei Milestone entwickelt und entpuppte sich als zugänglicher für Neueinsteiger, im Gegensatz zu anderen Motorradrennspielen. Ein Jahr später kam die Fortsetzung, 2018 schließlich „Ride 3“ in die Shops. Seit gestern ist nun Teil 4 zu haben, für die Xbox One und die PS4, Versionen für die NextGen-Konsolen sollen im Januar folgen. Wir haben uns „Ride 4“ auf der Xbox One X angesehen.

Wenn eine Spielereihe schon einige Teile hervorgebracht hat, lautet die erste Frage bei jedem neuen Spiel „was gibt es Neues?“. Und das ist bei „Ride 4“ einiges, denn neben einigen Verbesserungen im Gameplay gibt es vor allem jede Menge neuer Bikes und zwölf neue Strecken, darunter einige reale wie Tsukuba und Interlagos, aber auch einige fiktive Pisten, die aber nicht weniger realistisch ausschauen. Aber wirklich grandios ist die Auswahl an Motorrädern, von denen es ganze 250 Exemplare ins Spiel geschafft haben.

Auch eine Karriere hat wieder den Weg ins Spiel gefunden, doch sehr viel mehr als eine Aneinanderreihung von Rennen gibt sie leider wieder nicht her. Hier könnte Milestone für „Ride 5“ mal etwas nachbessern. Immerhin gibt es nun die Auswahl unter drei Rennserien, in Amerika, Europa und Asien, jeweils mit verschiedenen Rennen.

Nichts auszusetzen gibt es bei der Präsentation der Rennen, die optisch eine Wucht ist. Die Motorräder sehen grandios aus, die Animationen bei den Rennen sind vom allerfeinsten, was der virtuelle Motorsport zu bieten hat. Inklusive Wetterwechsel sowie Tag- und Nachtzyklen.

Bei den Ausdauerrennen, die von zwanzig Minuten bis zu 24 Stunden dauern können, gilt es nun neben der Abnutzung der Reifen auch den Benzinverbrauch zu beachten, und rechtzeitig den Boxenstopp einzuplanen. Auch die KI der konkurrierenden Fahrer wurde deutlich verbessert, energisch verteidigen sie ihre Positionen.

„Ride 4“ schafft beim Gameplay den Balanceakt zwischen Simulation und Einsteigerfreundlichkeit. Dank der vielen aktivierbaren Fahrhilfen kommen auch Frischlinge gleich prima zurecht, Profis schalten dagegen alles ab und bekommen so einen knackigen Schwierigkeitsgrad. Online kann bei „Ride 4“ selbstverständlich auch gegen andere Spieler angetreten werden.

„Ride 4“ macht richtig viel Spaß. Die Auswahl an Motorrädern und Strecken ist gigantisch, die Grafik mehr als opulent und der Sound brachial, so wie es sein soll. Am Gameplay wurden einige Feinheiten justiert, die Steuerung ist prima. Die Rennen werden erstklassig präsentiert, die KI wurde verbessert und dank Tag-Nacht-Zyklus und der Möglichkeit nachzutanken sind nun die Ausdauer-Rennen mein Favorit. Tolles Rennspiel, das ihr euch unbedingt ansehen solltet. Lediglich der Karrieremodus dürfte ein wenig mehr Inhalt abseits der Rennen mitbringen.