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Motorradrennen haben nicht nur in der realen Welt eine lange Tradition, auch als Videospiel kann man seit Jahrzehnten um die besten Platzierungen fahren. Begonnen hat alles in den frühen 80er Jahren. Nun, rund vierzig Jahre später lässt sich das Geschehen auf dem Bildschirm kaum noch von einer TV-Übertragung eines echten Rennens unterscheiden. Und gefühlt wird jedes Jahr noch eine Schippe draufgelegt. Nun gesellt sich „RiMS Racing“ vom RaceWard Studio dazu. Als Publisher fungiert Nacon. Wir haben uns auf das virtuelle Bike gesetzt und sind auf der PS5 Probe gefahren.

Klar, um ein Rennen zu gewinnen, muss man ein guter Fahrer sein, doch das allein reicht auch bei „RiMS Racing“ nicht aus. So ist die Weiterentwicklung und die richtige Einstellung des Motorrads ebenso wichtig. Und das Spiel bietet dazu umfangreiche Möglichkeiten inklusive Reparaturen der Verkleidung sowie der Technik des Bikes.

Zu Beginn steht aber erst einmal die Wahl des Motorrades an. Dazu stehen acht zur Auswahl. Das sind die Kawasaki Ninja ZX-10 RR, Aprilia RV4 1100 Factory, BMW M 1000 RR, Ducati Panigale V4 R, Honda CBR1000RR ABS, MV Augusta F4 RC, die Suzuki GSX-R1000R und die Yamaha YZF-R1. Alle acht Bikes im Spiel gleichen ihren realen Vorbildern perfekt, so eine Detailtreue hat man selten gesehen.

Und schnell wird klar, dass die Rennen hier nur einen Teil des Spiels ausmachen, denn die Weiterentwicklung und die Pflege des Motorrades machen einen ebenso großen Teil aus. Und das ist hochinteressant, denn so lernt man ganz nebenbei eine Menge über die Technik, die so eine Hochleistungsmaschine im Inneren verbirgt.

Die Rennen selbst führen den Spieler rund um die Welt. Fünf Strecken sind enthalten, darunter eine in der Great Victoria Wüste, während eine andere auf Straßen am Atlantik verläuft. Und die Pisten haben es in sich, vor allem, weil sie oft scharfe Kurven enthalten, die gar nicht so leicht zu bewerkstelligen sind. Und stürzt man dabei, gibt es nicht nur eine Zeitstrafe, sondern auch Schäden am Motorrad.

Herzstück des Spiels ist natürlich der Karrieremodus. Und der eignet sich durchaus auch für Anfänger, denn das Spiel nimmt den Gamer an die Hand und er lernt eine Menge über Motorräder und wie sie sich auch bei hohen Geschwindigkeiten beherrschen lassen. Und natürlich auch, wie man die Boliden weiterentwickelt, pflegt, repariert und die richtigen Motoreinstellungen findet.

Erfüllt man spezielle Aufgaben im Spiel gibt es Credits zur Belohnung. Die können wiederum in Materialien investiert werden, mit denen  die Performance des Motorrades verbessert werden kann. Ebenso lassen sich verschiedene Teile austauschen, was auch wieder Auswirkungen beim nächsten Rennen hat.

Natürlich muss man „RiMS Racing“ nicht allein spielen, es gibt auch Multiplayer-Modi. So kann daheim per Splitscreen gegen einen Freund angetreten werden, aber auch Online geht es um Podiumsplätze. Dazu kann man die Einstellungen seines Bikes mit anderen austauschen und so wiederum den einen oder anderen Tipp bekommen. Eine feine Sache.

Ich muss sagen, „RiMS Racing“ hat mich unheimlich positiv überrascht. Die Mischung aus Rennen und schrauben am Bike hat mich wirklich gepackt. Und dadurch habe ich ziemlich viel über die Technik gelernt. Die Grafik des Spiels ist nahezu perfekt, der Sound dröhnt bei den Rennen brachial aus den Boxen (die armen Nachbarn) und die Steuerung mit dem DualSense geht nach kurzer Zeit gut von der Hand. Großartiges Spiel, das ich gern weiterempfehle.